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1 (1859) (Aa - Boyve)
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Brandenburg nach Berlin kam. Dasselbe erwarb später in Ost-preussen das Gut Gross-Gröben bei Osterode und bis auf dieneuesten Zeiten haben Sprossen desselben in k. preuss. Militair-diensten gestanden.

N. Pr. A.-L. I. S. 175 u. 76. Irh. v. Ledebur , I. S. 33.

Ilarey, Frei Ii., s. Barre v. Barey.

Barfuss, Barfus. Eins der ältesten, begütertsten und ausgebrei-tetsten märkischen Adelsgeschlechter, welches in alten Urkundenunter dem Namen: Nudipes, Barvot, Barfoth und Barffte erscheint.Dasselbe soll sich schon unter Albrecht, dem Bären, in der Alt-mark ansässig gemacht haben, woher aber dasselbe gekommen, istnicht bekannt, v. Hellbach (a. u. a. 0.) spricht von fränkischemUrsprünge, doch hat diese Annahme wenig für sich; das N. Pr. A.-L.leitet dasselbe von dem alten bekannten Cölnischen GeschlechteParfuse, Perfusus, Profusus ab, giebt auch eine Abstammung vondem 1169 urkundlich vorkommenden Bicolf Parfuse, welche mitder von Fahne, I. S. 328 mitgetheilten Abstammung mehrfach über-einkommt. Doch konnte Letzterer ein Siegel der Cölnischen Par-fuse nicht auffinden und ein Glied der Familie v. Barfuss, der untengenannte k. preuss. Generalmajor v. B., welcher die tiefsten Stu-dien über sein so altes und berühmtes Geschlecht gemacht hat,konnte, wenn er auch sechs Jahre in Cöln das Begiment befehligte,dessen Chef der Herzog v. "Wellington war, hinsichtlich eines Zu-sammenhangs beider Familien nichts ermitteln. Die Parfuse in Cölnwaren übrigens bedeutend und sollen eines Stammes mit den Grafenv. Merode in Belgien gewesen sein. Der erwähnte Bicolf Parfusewar 1216 Bürgermeister in Cöln. Aus der Altmark kam dieFamilie v. Barfuss zeitig nach Pommern. Herzog Barnim I. be-lehnte, wie pommersche Geschichtsschreiber melden, den HeinrichBarvot und seine Erben mit dem Schulzengerichte zu Stettin, auswelcher Belehnung sich deutlich ergiebt, dass schon damals dasGeschlecht in hohem Ansehen gestanden habe. Der erwähnte Hein-rich Barvot, welcher bis zu Ende des 13. Jalirh. in vielen Stet-tinischen Urkunden erscheint, kommt auch bisweilen unter demNamen Nudipes vor. Aus diesem Namen, wie aus dem redenden"Wappen der Familie, ergiebt sich, dass die im N. Pr. A.-L. sichfindende Angabe, dass der Name Barfuss von dem lateinischenWorte: parvus, klein, herkomme, nicht richtig ist, wenn auch dasgenannte Werk von einer sicheren Quelle dieser Angabe spricht.Ein Zweig der Familie kam auch zeitig in die Pfalz und blühtein derselben unter dem Namen: Barfuss v. Wintersheim. Zuerstkommt in pfälzischen Urkunden 1327 Siegfried Barfus, Bitter, alsZeuge vor. Derselbe war aus der Mark Brandenburg, als diese1320 K. Ludwig der Bayer als eröffnetes Beichslehn in Besitznahm, mit dem kaiserlichen Heere gegangen und erhielt späterLehen vom Pfalzgrafen und von den Grafen v. Sponheim. SeinSohn, Albrecht, war 1375 Beichsburgmann zu Oppenheim, derEnkel, Wilderich, empfing 1411 alle Lehen und der Urenkel,