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Die Nachfolger desselben widmeten ihre Dienste vornehmlich demHause Oesterreich. Anton I. Graf v. Barbiano und Belgiojoso,gest. 1779 wurde 5. Aug. 1769 in den deutschen Reichsfürsten-stand nach dem Rechte der Erstgeburt erhoben, und durch dieGemahlin seines Sohnes, Alberich XII., gest. 1791, Anna Ricciarde,Prinzessin v. Este, gest. 1777, kam die Würde der Marchescnv. Este an das Haus Belgiojoso. Auf Almerich XII. folgte alsFürst der Sohn, Alberich XIII., gest. 1823, und nach dem Todedes Letzteren der Neffe desselben, Fürst Emil, geb. 1800, in zweiterEhe vermählt mit Christine Marquise Trivulzio. Die Brüder des-selben sind die Grafen Ludwig, geh. 1801, und Anton, geh. 1804.Die dem lombardisch-venctianischen Königreiche angehörende Fa-milie residirt in Mailand.
Jacobi, 1. S. 577 u. 78. — Megerle v. Mühlfeld, Ergänz.-Bd. S. 2. — Goth. Gencal. Ilof-Calender, 1836. S. 69 u. 70 u. ff. Jahrgg.
Barbier, Kreih. Erbländ.-österr. Freiherrenstand. Diplom von1816 für Adrian Nicolaus Ritter v. Barbier, Vicepräsidenten derk. k. allgemeinen Hofkammer, wegen 39jähriger Dienstzeit.
Megerle v. Mühlfeld, S. 35.
Barbier (im golden eingefassten, rothen Schilde ein schräg-rechter, goldener Balken, welcher mit drei unter einander stehenden,die Sachsen nach oben kehrenden, schwarzen Adlersflügeln belegtund von drei goldenen Kreuzen begleitet ist). Treussischer Adels-und erbländ.-österr. Freiherrnstand. Adelsdiplom vom 28. Jun.1728 für Abraham Barbier aus Neufchatel und Freiherrndiplomvon 1816 für Adrian Nicolaus Ritter v. Barbier, Vicepräsidentender k. k. allgem. Hofkammer (später wirkl. Geh. Rath), wegen39jähriger Dienstleistung. In Neufchatel ist das Geschlecht er-loschen.
N. Pr. A.-L. I. S. 39 u. 173. — Frh. v. Ledebur , I. S. 32. — W.-B. d. Pr. Mon. II. 7G.Krieschke, IV. S. 22. — Megerle v. Mühlfeld, S. 35.
Barbing. Altes, bayerisches Adelsgeschlecht, aus dem Stamm-hause, dem Schlosse Baring an der Donau, welches, der Walhallagegenüber, jetzt im Besitze des Königs Ludwig v. Bayern ist. Das-selbe, welches mit den Auern v. Auburg (S. oben S. 136 und 137)auch im Wappen gemeinsam ist, gehört zu den ältesten in derUmgegend Regensburgs. Turnier- und hochstiftsmässig erscheintdieses Geschlecht schon sehr zahlreich im 12. Jahrb., und dieersten von 1130—-1150 vorkommenden Glieder der Familie sindHeinrich, Willihalm, Luitpold etc. de Barbingen. Der Letzte desalten Stammes war Wernher III. Derselbe überlebte seinen Sohn,Georg, welcher 1485 als Domherr in Freising starb. WernhersSchwester, Anna, brachte Barbing ihrem Gemahle, Sylvester v. Pef-fenliausen, zu.
Ilandschr. Notiz, d. Hrn. Frh. v. Leoprechting. — Siebmacher, II. 60.
Barbo-Warenstau!, Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom vom10. Apr. 1674 für Bernhardin IV., Freiherrn Barbo v. Waxensteinund die Brüder desselben, Maximilian Valerius, Johann Christoph