Auerochs. Altes, erloschenes, thüringisches Adelsgeschlecht,dessen £, fortlaufende Stammreihe die Gotha diplomatica mit Simony. A. beginnt, welcher 1427 mit dem Gute Oppershausen (Oepfers-liausen) im jetzigen Kreise Langensalza beliehen wurde. Reinhardv. A. war des 1584 gestorbenen, letzten gefürsteten Grafen v. Henne-berg Hofjunker und Raphael Johann v. A., ein Solin des CasparWerner v. A., gräfl. isenburgisehen Rathes, Landeshauptmanns undHofmeisters, kommt 1651 als fürstl. sächs. Rittmeister vor. Der-selbe pflanzte den Stamm fort. Ein Sprosse des Geschlechts war1718 fürstl. hess. Generallieutenant. Die Familie, von welcher einZweig mit dem deutschen Orden in die nördlichen Provinzen ge-zogen war, wurde auch in Ostpreussen mit den Gütern Schakuglakund Scharlak, welche später an die v. d. Trenk kamen, angesessenund besass noch im Anfange des 18. Jahrb. das obenerwähnte GutOppershausen.
v. Gleichenstein, Nr. I. — Müller, Annal. Sax. S. 185. — Gauhe, I. S. 49. — Bieder-mann, Geschlechtsregist. d. Orts llhön-Werra, Tab. 374. B. u. ff. — v. Hellbach, I. S. 88. —N. Pr. A.-L. I. S. 10 u. VI. S. 5.
Auersperg, Auersberg. Altes, nach Schönlehen, Geneal. Auersp.,wahrscheinlich unter K. Carl d. Grossen aus Schwaben nach Krainund Friaul gekommenes Geschlecht, welches sich von dem ehe-maligen Wohnsitze Ursperg, Ursperger, Ursperg und Auersperggenannt hat. Einige der ersten Abkömmlinge desselben liessensich in Friaul unter dem Namen: Herren v. Cucagna, Andere inKrain nieder, wo sie das Schloss Auersperg erbauten und mit Bei-behaltung dieses Namens den Stamm fortsetzten. Die Stammreihewird von Hübner und Wissgrill bis auf Adolph, welcher um 1060starb, zurückgeführt und die Nachkommenschaft desselben zeichnetesich so aus, dass vom K. Friedrich III. 5. Jan. 1463 die Familiedas Oberst-Erbland-Marschall-Amt in Krain und in der windischenMark erhielt, welches der jedesmalige Geschlechtsälteste nochverwaltet. — Der allgemeine Stammvater aller noch blühendenLinien ist der ältere Sohn des 1423 verstorbenen Theobald: Engel-hard, gest. 1466, nach dessen beiden Söhnen, Pancraz und Vol-card, das Geschlecht sich in zwei Hauptlinien, die Pancrazische inKrain und die Volcardische in Niederösterreich schied. Die Pan-crazische Hauptlinie theilte sich wieder in die ältere, jüngere undjüngste Nebenlinie und in die letztere ■ brachte Johann Weikard,k. k. Geh. Rath und Staatsminister, 17. Sept. 1653 unter Beleh-nung mit der Grafschaft Wels in Oesterreich und später mit denFürstenthümern Münsterberg und Frankenstein in Schlesien, welche1791 an die Krone Preussen verkauft worden sind, den Reichs-fürstenstand. Der Stifter dieser Linie, Pancratius v. A., geb. 1441starb 1496 und der Ur-Ur-Enkel desselben, Dieterich, gest. 1634,erlangte für diese Hauptlinie 11. (6.) Sept. 1630 den Reichsgrafen-staud. Die Pancrazische ältere Nebenlinie zerfiel später in denälteren Ast dieser Linie zu Auersperg, gestiftet von Wolfgang En-gelbert, geh. 1696 und in den jüngeren Ast theils .zu Kirchbergam Wald, theils zu Mokritz. Die Pancrazische jüngere Neben-