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1 (1859) (Aa - Boyve)
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seit dem 14. Jahrh. vor und blühte schon im 12. im Anhaltischen.Walther v. Arnstaedt erscheint 1159' als Zeuge in einem Kauf-briefe des Abts zu Ballenstädt (Beckmann, Access, histor. Anhalt,p. 607) und Heinrich v. A. 1315 in einem dergleichen Briefe desßussov. Lobdaburg (Bayer, Geogr. Jenens. p. 279). Nach Allem hatdas Geschlecht den Namen von dem Dorfe Arnstaedt in der Graf-schaft Mansfeld erhalten. Die Familie war vom 14. Jahrh. an inder Altmark begütert, wurde in dem nächsten Jahrh. im Magde-burgischen, in Thüringen, der Mark Brandenburg etc. ansässig underwarb im 18. Jahrh. in Preussen, Pommern, Westphalen und denRheinlanden und neuerlich auch in Schlesien Grundbesitz. Zahl-reiche Glieder der Familie haben in k. preuss. Staats- und Mili-tärdiensten gestanden, auch stiegen Einige in der kursächs. Armeezu hohen Ehrenstellen. Carl Anton v. A., k. preuss. Geh. Ober-Finanz-, Kriegs- und Domainen-Rath, Stiftshauptmann und Domherrzu Camin, lebte noch im Anfange dieses Jahrh. und besass dasFamiliengut Gross-Werther in der Grafschaft Hohenstein. Aus derEhe mit seiner Cousine, Sophie Charlotte v. Arnstaedt, stammtenzwei Söhne und vier Töchter. Yon den Söhnen war Friedrich Wil-helm v. A. 1826 Major und Commandant des 1. Bataillons des k.preuss. 3. Garde-Landwehr-Regiments.

Seifert, Ahnentafel derer v. Arnstaedt. Knautli, S. 480. Val. König , II. S. 7988.Gaulie, I. S. 87 u. 88. v. Uechtritz dipl. Naclir. VII. S. 15. v. Hellbach, I. S. 78.N. Pr. A.-L. I. .'S. 142 u. 1-13 u. V. S. 9. Fr Ii. v. Ledebur, I. S. 20 u. 21. Siebmacher,I. 175. Tgroff, IL 132.

Arnstein (in Schwarz nach Albinus, in Roth nach Siebmacherein weisser Adler). Altes, thüringisches Rittergeschlecht, welchesvon Einigen mit dem Prädicate: Grafen und Herren aufgeführt wirdund wohl im 13. Jahrh. schon erloschen ist. Das gleichnamige,schon längst in Ruinen zerfallene Stammschloss lag in der Graf-schaft Mansfeld unweit Heckstädt und es gehörten zu demselbenzwanzig Dörfer. Der Name des Geschlechts kommt in alten landes-fürstlichen Urkunden häufig unter den Zeugen vor und Albertusv. Arnestein, Dompropst des Stifts Magdeburg, welcher noch 1251als Zeuge auftritt, wird von Einigen als der Letzte des Manns-stammes genommen. Dagegen giebt Büsching (Erdbeschr. III. 2.S. 3096) an, dass der letzte Graf von Arnstein Walther geheissenhabe. Nachdem der genannte Schriftsteller nämlich angeführt hat,dass die Grafen v. Arnstein in grossem Ansehen gestanden hättenund dass von ihnen die ehemaligen Grafen v. Mülingen und Barbyund auch die von Lindau und Rüppin entsprossen wären, sagt der-selbe, dass Schloss und Herrschaft Arnstein allem Anschein nachmit Lutgardis, Walthers des letzten Grafen v. Arnstein Schwester,an ihrem Gemahl Otto Grafen v. Falkenstein, nicht lange nachheraber an die Grafen v. Reinstein gekommen sei, welche Letzteredie Herrschaft Arnstein an die Grafen v. Mansfeld 1387 verkaufthätten.

Pf effinger , I. S. 683. Gaulie , II. S. 19. Buddaei histor. Lex. Forts. S. 72.v. Hellbach, I. S. 78. Siebmacher, II. 18. Albinus, Histor. der Gr. u. Herren v. Werthern,S. 60. v. Meding, III. S. 10 u. 11.

Kneschke , Deutsch. Adels-Lex. I. 8