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1 (1859) (Aa - Boyve)
Entstehung
Seite
103
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Arcnswahl. Altes, thüringisches, von der märkischen etc. Fa-milie v. Arnswaldt verschiedenes Adelsgeschlecht, aus welchemHermannus de Arniswald 1247 (Leuckfeld Antiq. Kelbra. p. 145)und Hermann v. Arenswald, Vater und Sohn, 1300 und 1308(Eckstrom, Chron. Walckenrid. p. 114 und 121) vorkommen.Die Familie besass schon 1560 die Güter Berga und Kelbra, wel-ches letztere Gut noch im Anfange dieses Jahrh. in der Hand desGeschlechts war und wurde auch in der Grafschaft Hoya mit Har-denbostel und Hoya ansässig.

Frh. v. Ledebur , I. S. 16. — Tyroff , I. 132.

Arenthal. Altes, Cölnisches Bittergeschlecht, welches aus demDynastengeschlechte Sintzig stammte und den Namen von dem, aufdem linken Rheinufer bei Sintzig gelegenen, früher Bouenberg ge-nannten Schlosse Arenthal führte. Das aus Bouenberg und Daden-berg bestehende Cölnische Lehn des Ritter Rolmann v. Sintzigkam an den Sohn desselben, Henrich. Dieser hatte mehrere Söhneund so trennte denn Erzbischof Wilhelm (aus dem Geschlechte v.Genep) das Lehn unter der Benennung Dadenberg und Arenthal,welchen letzteren Namen Bouenberg fortan führen sollte. Hen-richs Sohn, Rolmann (II), Ritter, erhielt Arenthal. Derselbe schriebsich auch Rolmann v. Sintzig, Herr zu Arenthal und war erzbisch,cöln. Geh. Rath. Mit Cunibert v. A., Rolmanns (II) minderjäh-rigem Ururenkel und Salentins (II), Sohne erlosch 1512 der Aren-thalsche Mannsstamm und Arenthal kam an die v. Wildberg, welchedurch Vermählung dieses Lehn schon zur Hälfte besessen hatten.Als die v. Wildberg ausstarben, zog K. Matthias Arenthal alsReichslelm ein und verlieh dasselbe 1617 dem Freili. Wilhelm Fer-dinand v. Effern.

Fahne, \. S. 10. — Siebmacher, II. 117.

Arentschild, Arentsschild, Arentskild. Schwedischer Adelsstand.Diplom vom 19. Jul. 1651 für Daniel Arentsen, k. schwed. Obersten,mit dem Prädicate: v. Arentsen und Bestätigungsdiplom des Adelsmit Wappenvermehrung vom 30. Mai 1663 für denselben, als k.schwed. Generalmajor, mit dem Prädicate: v. Arentschild. DerDiplomsempfänger, ein Solin des erzbischöfl. Bremischen Stallmei-sters Georg Arentsen, starb 1670 als k. schwed. Generallieutenantder Cavallerie, Bremischer Landrath und Herr auf Oldendorf undOsten, der Stamm wurde durch sechs Söhne fortgepflanzt. DieFamilie blüht jetzt im Ivgr. Hannover; ein nach Schlesien, insOelsische, gekommener Zweig ist schon lange wieder ausgegangen.

Musliard , S. Sl. — Pfeffinger , III. S. 198. — N. Pr. A.-L. I. S. 135. — Frh. v. d. Kne-sebeck, S. 65 u. 66. — Frh. v. Ledebur, I. S. 16 u. 17. — v. Meding, II. S. 21. — Suppl. zuSiebm. W.-B. V. 15. — W.-B. d. Kgr. Hannover F. 2 u. S. 4. — Kneschke, II. S. 12—14.

Aresing. Altes, erloschenes, bayerisches, reiches Adelsgeschlecht,welches von Aresing, jetzt Erasing, im Landger. Landsberg, Ober-bayern, den Namen führte und welches mit den Aresingern v.Riedt im Innviertel und jenen von Landshut nicht zu verwechseln ist.Die Familie war hochbedient am Hofe in München, dann in denHochstiften Augsburg und Freising und reichbegütert am mittleren