als Bürgermeister zu Cöln vor und Hilger v. der Arcken war 1599Bürgermeister zu Bonn. Ein gleichnamiges Patricier- und Ritter-geschlecht blühte aucli in Coblenz. Dasselbe war vom ErzstifteTrier mit der Burg zu Gondorf, mit dem Salmenfange im Rhein beiNeuendorf und mit einem Burglehn zu Thouron belehnt. Wilhelmv. der A. lebte von 1204—1258 und Eberhard betrieb am thätig-sten 1456 das Bündniss der Trierischen Ritterschaft, wodurch sichalle verpflichteten, keinen Erzbischof anzuerkennen, der sich nichteidlich verpflichte, die alten Rechte etc. unangetastet zu lassen. —Die Coblenzer Arcken, Arken, führten in Roth einen silbernenQuerbalken und oft ein in Winkel gesetztes Scepterrad darunter.Der Cölnische Bürgermeister Johann v. d. Arcken hatte im Siegeleinen fünf- (3 und 2) armigen Leuchter und Wilhelm v. d. Arck,welchen 1574 der Herzog zu Jülich mit dem Velderhof im AmteGrevenbroich belehnte, führte einen von drei (2 und 1) Seeblätternbegleiteten Querbalken.
Fahne, I. S. 7 u. 8 u. II. S. 2.
Arco. Altes Grafengeschlecht, welches Schollingcr in der Stem-matogr. Comitum ab Arco von den bayerischen Grafen v. Bogen,welche 1242 ausgestorben sind, herleitet. Der Stammsitz Arcoam Gardasee steht dem Geschlechte seit 1180 zu und wurde mitZubehör vom Iv. Friedrich II. zur Reichsgrafenschaft erhoben.Seitdem führt die Familie den Grafentitel, 1430 bestätigte K. Sig-mund die Belehnung mit dieser Grafschaft und 1614 kam dieselbeunter österreichische Hoheit. Die nachzuweisende Stammreihe be-ginnt mit Friedrich Grafen v. A. um 1239 und unter den Nach-kommen' desselben findet sich eine grosse Zahl von Männern, welcheum Kaiser und Reich, Kurcöln, Bayern etc. sich viele Verdienste er-warben. Die Familie schied sich in die bayerische oder Oldarici-sche, die schlesische und die Andreassclie Linie in Tirol. DieOldaricisclie und Andreassclie Linie stifteten die Söhne des GrafenFranz, welcher 1453 Herzog der Republik Siena war: Odalricus.k. k. Geh. Rath und Andreas, K. Maximilian I. Gesandter an meh-reren Höfen, die schlesische Linie aber gründete Georg, ältesterSohn des Besitzers der Grafschaft Arco, welcher als hesscn-kas-selscher Officier gegen Ende des 17. Jalirh. zur protestantischenConfession überging. Nach dem Tode des Vaters machten die jün-geren Brüder demselben die Erbfolge streitig und in zwei Instanzenwurde der Streit dahin entschieden, dass die Brüder die Grafschaftso lange verwalten sollten, bis Georg oder seine Kinder wiederkatholisch geworden wären. Georg ertrank 1708 als fürstl. liessen-kasselscher Oberst in der Fulda. Aus seiner Ehe mit CatharinaGertraud Freiin v. Weissenwolf stammten vier Söhne, welche ka-tholisch erzogen wurden und von welchen drei unvermählt starben,der vierte aber, Wilhelm, setzte in der Ehe mit einer v. Franken-berg auf Polnisch-Tschammendorf in Niederschlesien durch einenSohn, Carl, gest. 1826, den Stamm fort. Die bayerische und dieschlesische Linie blüht in mehreren Gliedern, die Andreassclie in
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