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Sept. 1700, anerkannt. Mit dem Enkel des Erwerbers des Adels,Friedrich Ludwig v. A., erlosch 16. Febr. 1770 der Mannsstamm.
Brüggen,ann, I. S. 142. — N. Pr. A.-L. I. S. 36, 113 u. 114.— Fr/,, v. Ledebur, I. S. 12-
— W.-B. d. Pr. Mon. II. 72. — Pomm. W.-B. II. XI,l u. S. 110. — Knesc/ike , II. S. 10 u. 11.
Anclniii. Altes, erloschenes, pommersclies und neumärkischesAdelsgeschlecht, welches in Urkunden des 13. und 14. Jahrli., wodie Vorfahren in Pommern auftraten, gleich der Stadt Anclam:Tanglym genannt wurde. In den beiden letzten Jahrb. war dieFamilie, aus welcher viele Sprossen in der k. preuss. Armee dientenund Ewald Friedrich v. A., k. preuss. Hauptmann im Reg. v. Schulze,bei Collin fiel, nur in der jetzt zum Theil zur Provinz Pommerngehörigen Neumark und zwar im Kreise Dramburg und Arnswaldemit Birkholz, Pctznick, Spechtsdorf, Stöwen und Virchow begütert.Das Geschlecht ist im männlichen Stamme, 3. Oct. 1781, mit demk. preuss. Oberstlieutenant v. Anclam im Reg. v. Sass erloschenund der Name desselben ging mit Sophie Friederike v. Sydow,Wittwe des k. preuss. Obersten Hans Ernst v. Anclam, 3. Febr.1799, aus.
Brüggemann, T. 9. Hptst. S. 99. — Brandenb. Atlas aus d. Landeskunde etc. Anhang,S. 60 u. 63. — Pauli , Leben grosser Helden, III. S. 140. — N. Pr. A. L. I. S. 114. — Frh.v. Ledebur , I. S. 1*2.
Andechs. Altes, erloschenes, bayerisches Grafengcschlecht, dessenStammschloss und Residenz das spätere auf dem heiligen Berge ge-legene, prächtige Benedictinerkloster Andechs unweit des MarktesDiessen am Ufer des Ammersees in Oberbayern, 5 Meilen vonMünchen, war. Frühere Schriftsteller haben versucht, das Ge-schlecht der Grafen v. Andechs aus dem des K. Carl des Grossenund zwar vom jüngsten Sohne des K. Arnulph abzuleiten, ja Mün-ster, Cosmog. c. 5. p. 231 ist noch weiter zurückgegangen undglaubt, dass ein Graf v. Andechs schon vor der Zeit des K. Carldes Grossen im Treffen zwischen Ingolstadt und Pfaffenhofen ge-blieben sei. Friedrich und Rappold der Jüngere, Grafen v. An-dechs sollen 935 dem Turniere in Magdeburg beigewohnt habenund Otto Graf zu Andechs wird von 1102-—1139 als Bischof zuBamberg aufgeführt. Nach dieser Zeit erhielt das Geschlecht vonBayern das Ilerzogthum Meran, Meranien, über dessen Ländereiensich verschiedene Angaben vorfinden, zu Lehn. Berthold III. Grafzu Andechs, gest. 1192, soll zuerst zum Grafen v. Meranien er-nannt worden sein, doch behaupten Andere, dass das Geschlechtschon lange vorher diesen Titel geführt habe. Berthold IV., SohnBertholds III., wird als zweiter Herzog von Meranien aufgeführtund von dem Enkel des Letzteren, Berthold VI., viertem Herzogvon Meranien, stammte Otto, welcher 1248 zu Plassenburg in Fran-ken erstochen wurde und als letzter Herzog von Meranien den altenStamm schloss. Die Herrschaften kamen in verschiedene Hände.
E. Fortunat llueber , unsterbl. GedÜchtniss der vortrefflichen Geschlecht, der v. Thaurn,Andechs u. Hohenwarth. Ingolstadt 1670. — Knauth, S. 227. — Lucae , Grafensaal, S. 47—72.
— Zedier , II. S. 141 u. 142. — Biedermann , Geneal. d. fürstl. u. grfl. Haus., Tab. 30—138.
— v. Hellbach, I. S. 67. — Siebmacher, IT. S.
Aiidclbcrg. Altes, erloschenes, schwäbisches Adelsgeschlecht,