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in Böhmen und seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. in derGrafschaft Glatz die Mojoratsherrschaft Mittelwalde, so wie Schön-feld und Wölfelsdorf. — Das jetzige Haupt der Familie ist GrafMichael Joseph, geh. 1798, Freili. auf der Goldburg zu Murstetten,Herr der obengenannten Herrschaften, Oberst-Erbland-Vorschnei-der, Kampfrichter und Schildträger im Erzhogth. Oesterreich obund unter der Ens etc. Der Mannsstamm ist durch zwei Brüderdesselben, die Grafen Alfred und Ferdinand, fortgesetzt worden.
Bucelini , IT. p. 8. — Sinapius , II. S.- 35—40. — Hühner, II. Tab. 628 — 634. — Gauhe, I.S. 14—17.— Wissgrill, I. S. 73—119 (mit 6 Ahnentafeln).'— Leupold, I. S. 16—29.— Schmutz,I. S. 47 u. III. S. 47. — v. Schönfeld, I._S. 165—1(57. — Allge'm geueal. jlandh. I. 8. 416—425. — v. Jlellbach, I. S. 63. N. Pr. A.-L. I. S. 99-102 u. VI. S. 1 u. 2. — Geneal.Taschcnb. d. grfl. Häuser. — Deutsche Grafenh- d. Gegenw., I. S. 16—19. — Frh. v. Lede-bur, I. S. 9. — Siebmacher , V. 4. — Spener, p. 377 u. Tab. 15. -— o. Meding, II. S. 14 u. 15.
Althirns, Ohlcnlius. Altes, in den ersten Jahrzehnten des 18.Jalirh. erloschenes Adelsgeschlecht des Münsterlandes. Das Stamm-haus der Familie war das gleichnamige Gut im Kirchspiele Nord-walde im jetzigen Kreise Steinfurt, in welchem auch die sonst demGeschlechte zugestandenen Güter Herzhaus und Wulwekuhl liegen.Conradus de Oldenlius, Famulus, kommt 1353 nach Kindlinger,Münster. Beitr. III. Arcli. S. 425, vor. Anna Dorothea Maria v.Büren zu Mengede lebte 1729 als verw. v. Althaus und mit demGemahle derselben scheint der Mannsstamm des Geschlechts er-loschen zu sein.
Nünning, Commercium literar. I. S. 94, zählte die Familie schon zu den ausgestorbenen.— v. Steinen , III. S. 564, 577 u. 595. — Frh. v. Ledebur, I. S. 9. — Siebmacher, IV. 23:Altenhausen.
Alllichti, Uavling v. Althcini, («ayling, Altes, sonst zu den reichs-ritterschaftlichen Cantönen im Elsass und der Ortenau gehörendesstifts- und ritterbürtiges Geschlecht. Die älteste Stammburg cks-selben, der längst in Ruinen liegende Ilauenstein, lag am Main,in der Gegend von Aschaffenburg und Sprossen des Geschlechtssollen 1080 und 1235 Turnieren beigewohnt haben, Hans v. Gay-ling aber, genannt Wessel, erscheint 1262 urkundlich. Seit An-fang des 14. Jahrh. nahm die Familie das Prädicat: v. Altheim,dem jetzigen Flecken im Amte Bobenhausen der Grafschaft Hanau,au und besitzt noch jetzt in diesem Orte das Patronat, so wiesie auch von dem 1358 von Kurmainz ihr zu Aschaffenburg ver-liehenen Burglehn ein s. g. Mann- oder Burggeld zieht. Die ur-kundlich bestätigte Stammreihe fängt mit Georg Gayling v. Altheinian, und die Nachkommen desselben theilten sich in die ältere Liniezu lllersheim in Franken und die jüngere zu Bobenhausen in Hessen.Erstere erlosch zu Ende des 16. Jahrh. mit Dorothea, der Ge-mahlin des Ritters Götz v. Berlichingen mit der eisernen Hand,letztere schied sich in die Johannische und Rudolphinische Linie.Erstere starb 1612 aus,- letztere aber blüht noch im freilierrl.Stande und ist mit Helmlingen und Buchenbach, so wie mit Gü-tern zu Ebnet, Cappel und Nimburg im Grossli. Baden und zuGröheken, Breitwieren und Umstadt im Grossli. Hessen begütert.Der Senior der Familie ist Freili. Wilhelm, geb. 1786, grossli.