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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNÖVERISCHER ADEL.

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Der s. g. Halberstädtische Zweig nahm in Folgevon Verheirathungen Namen und Wappen des altenRheinischen Geschlechts v. Rammingen an, und istim J. 1854 vom Herzoge Ernst v. Sachsen-Coburg inden Freiherrnstand erhoben.

Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild; inletzterem das St. - W., 2 geschrägte r. Krebsscheerenin w. 1. und 4: linsgekehrter aufspringender w. Wid-der in r. 2: Schach von g. und 3: ^ Pfahl in g.

Drei gekr. Helme; l)g. Schaft mit Pfauen-schweif, dahinter ein von r. und w. gespaltener Stern,an den Spitzen mit Quasten gewechselter Tinctur.2) Der Widder nach Links (sie) wachsend. 3) g. -fll-geschachter, mit 5 ^ Hahnfedern besteckter Hut.

Decken: w.-r., w.-r., g.-'ff.

(Schild h alter: wilde Männer mit Keulen.Devise: Opes regum corda subditorum.)

Ob das Geschlecht noch in Hannover blüht, warnicht mit Bestimmtheit zu ermitteln.

V. Heck. iTaf. 26.)

Diese Goslarische Familie erhielt am 29. Juli 1627vom K. Ferdinand II. eine Bestätigung des Adels-standes.

Stammwappen. Schild: Sparren, von3 ^ Drudenfüssen begleitet, in w.

Helm: Adlerflug, w. und , dazwischen einDrudenfuss.

Decken: w.

Vermehrtes W. seit 1627. Schild: gespalten;vorn: St.-W.; hinten: g. Löwe, einen gr. Zweig mitdrei b. Blumen haltend, in (v. Witzenhausen.)

Helm: gekr.; Flug, vorn w., (al. w. :£j; getheilt)hinten g.-b. getheilt, dazwischen der Löwe wachsend.

Decken: w. g.-b.

v. Keiclie I. (Taf. 26.)

Altes Hameln'sches Geschlecht, aus welchem derGeh. Justizrath Jobst Christoph R. am 7. Juli 1716 inden Reichsadelstand erhoben wurde. (In Hannoverpubl. 16. Juli 1733. Im Lüneburgischen ansässig.

Wappen. Schild: schräg getheilt durch einein der Mitte zickzackartig aufsteigende Linie von w.über

Helm: gekr.; Flug, von und w. über Eck ge-theilt, dazwischen zwei von w. und über Eck ge-theilte Stäbe.

Decken: w.

v. Kohde. (Taf. 26.)

Auch v. Roden. Der Oberst Heinrich v. Rode,aus Duderstadt stammend, erhielt von K. Carl V. inder letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts den Reichs-adelstand, welcher dessen Nachkommen, dem Hansv. R., am 27. Juli 1720, und ferner am 3. Febr. 1767dem Oberamtmann Johann Christoph v. R. sowiedessen Vettern bestätigt wurde. Im Calenbergischenbegütert.

Wappen. Schild: von g. und r. gespalten;auf der Linie mit einem aufgerichteten eisernen Pan-zerhandschuh belegt.

Helm: Der Handschuh.

Decken: g.-r. (Devise: Fides et veritas.)

V. Roden, Graf. (Taf. 27.)

Auch v. Rohde. Aus dem vorigen Geschlechtwurde der K. Preuss. Kammerherr Jacob FriedrichAdam v. R. am 10. August 1783 vom Könige Fried-rich II. von Preussen in den Grafenstand erhohen.Nach seinem kinderlosen Tode wurde während desReichs vicariats der Grafenstand mit demselben Wappendem Erich Ludwig v. R. am 15. Sept. 1790 zu Theilund derselbe seinem Sohne, dem hessischen Kammer-Bd. II. Abthl. 9.

herrn August v. R., am 25. März 1824 in Hannover

bestätigt.

Wappen. Schild: quadrirt mit eingeschobenemPfahl und gekr. Mittelschild, worin das St.-W. 1 u. 4:r. Ankerkreuz in g. 2 u. 3 : drei r. liegende Schin-deln (I. 2.) in b. Pfahl: r. Leiter in w.

5 H e 1 m e : 1): Doppeladler. 2) und 4): dreiw. Straussfedern. 3): St.-H. 5): g. Garbe, gr. ge-bunden.

Decken: g.-r.

(Schildhalter: ^ Greife. Devise: »Mors sinemusis vita.«)

v. Soilc. (Taf. 27.)

Hannöverische Patricier; im Herzogthum Bremenbegütert.

Wappen. Schild: getheilt von b. und r.,oben eine r., unten eine w. Rose.

Helm: zwei b. Fähnlein an r. Lanzen.

Decken: w.-r.

v. «1. Sode. (Taf. 27.)

Aus vorigem Geschlechte erhielten die GebrüderJohann Ludwig und August v. S. am 5. Oct. 1724 denReichsadelstand mit »v. d. S.« In Hannover publ.22. März 1725.

Wappen. Schild: geviertet; 1: r. Rose in w.;2 und 3 : g. Löwe in b.; 4: w. Rose in r.

Helm: gekr.; wie v. Sode.

Decken: w.-r., g.-b.

Eine Linie bedient sich des Freiherrl. Titels; einZweig derselben hat sich nach Würtemberg gewendet.

Friedrich Julius Heinr. v. S., K. Preuss. Geh.Rath, ward am 24. Sept. 1790 vom bair. Reichsvica-riat gegraft. Seine Descendenz blüht jedoch inHannover nicht mehr.

v. Sotheii. (Taf. 27.)

Aus Duderstadt stammend.

Wappen. Schild: w. offene Muschel in r.

Helm: dieselbe zwischen zwei r. Flügeln.

Decken: w.-r.

v. Storren. (Taf. 27.)

Der Oberst - Lieutenant Johann Heinrich St. auseiner Hildesheimer Familie, wurde am 11. Oct. 1745in den Reichsadelstand erhoben; in Hannover publ.11. April 1747. Bedienstet.

Wappen. Schild: w. Storch mit r. Schnabelund Füssen, eine ££ (al. g.) Schlange im Schnabelhaltend, in b.

Helm: gekr.; Flug, von b. und w. über Eckgetheilt.

De cken: w.-b.

v. Stralenlieim, Fhr. (Taf. 27.)

Michael Vieth (Veit), Bürgermeister, späterTribunals-Assesor zu Wismar, wurde am 4. Juli 1685Schwedischer Seits mit dem Namen v. Stralenheimnobilitirt. Sein Sohn Henning, Schwedischer General-gouverneur von Zweibrücken, ist am 21. März 1710 inden Schwedischen Freiherrnstand erhoben; derselbeerhielt am 20. Febr. 1720 vom Herzog von Lothringenden Grafenstand.

In Hannover zur eingewanderten Göttinger Ritter-schaft gehörend.

Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild,darin ein gemauerter r. Giebel von drei Stufen; da-rüber ein Kranz aus 6 r. Rosen und gr. Blättern, ing. (Wahrscheinlich das alte patricische Stammwappen.)1 und 4: ausgerissener, gestümmelter g. Baumstammin b. 2 und 3: zwei w. Sparren in r.

2 Helme: g.-r. bewulstet. 1) zwei geharnischte

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