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HANNOVERISCHER ADEL.
jeder Hand eine r. Greifenklaue haltend. 2) vor offe-nem b. Fluge die Leiterbäume. 3) r. (al. w.) Büffel-iörner, dazwischen die 3 Fähnchen.
Decken: w.-r.; w.-b.; g.-r.
(Schildh.: wilde Männer (ohne Keulen.) Devise:»Meritis augentur honores.«)
Bei Grote finden sich als Schildhalter: rechts einSatyr, links ein w., g.-bewehrtes Einhorn, sowie dieDevise: »time qui t'aime.« Erstere wurden bereitsum 1740 geführt.
Bei Grote fehlt im Gräfl. Wappen der Flug aufHelm 2, und im Hauptschilde sind die Köpfe derOchsen noch besonders von w. und r. geviertet.
Rückschild und Helm 1 und 3 sind dem Schulen-burgischen Wappen entnommen; die Gemahlin desRabe Christoph war nämlich eine geborne v. d. Schu-lenburg-Emden. Deren Bruder, der bekannte Feld-marschall Joh. Matthias v. d. S., gestattete 1724 einemseiner Neffen, dem Grafen Ferdinand Ludwig v. 0.,sich Graf v. d. Schulenburg - Oeynhausen zu nennen.Diese Linie, welche gleichfalls das obige Wappenführte, ist 1860 erloschen.
v. Oldershausen. (Taf. 15.)
Der Stammsitz dieser Familie, welcher noch inihrem Besitz ist, ist gleichen Namens und im Fürsten-thum Calenberg belegen, woselbst 'sie seit 1263 ur-kundlich auftritt. Sie gehört zur eingebornen Calen-berg-Güttingen - Grubenhagen'schen Ritterschaft undist seit 1478 mit dem Erbmarschallamte beliehen.
Wappen. Schild: geviertet; 1 und 4: neung. Rosen (3. 3. 3.) in r; 2 u. 3: g., leer.
Helm: Flug, wie der Schild über Eck getheilt.
Decken: g.-r.
Hinter dem Schilde sind zwei g., oben mit g. Lö-wen besetzte, Marschallstäbe geschrägt.
(Schildh.: rechts jq: Ritter, links g. Löwe. De-vise : »Nicht mit Trutz auf Schild und Speer.«)
V a r.: statt der Rosen, g. Kugeln oder g. Sonnen.
v. Ompteda. (Taf. 15.)
Oldenburgischer Uradel; zur Hoya'schen einge-wanderten Ritterschaft gehörend.
Wappen. Schild: g. Doppeladler, zwischenje einem Halse und Flügel mit einem gr. Kleeblattebesteckt, in w.
Helm: g. Flug, dazwischen ein Kleestengel.
Decken : g.-w.
Irriger Weise erscheint der Adler auch tjj.v. Plate. (Taf. 15.)
Plate v. Bassenfleth.
Eingeborner Adel des Herzogthums Bremen, seit1300 daselbst urkundlich auftretend und bis in dieneueste Zeit begütert.
Wappen. Schild: offene gestürzte w. Muschel in b.
Helm: Flug, w. und b.
Decken: w.-b.
Melchior Platen 1607: die Muschel mit dem Rü-cken nach aussen; H.: geschl. Flug, vorn b. mit derMuschel belegt, hinten w. — AI. nur ein b. Flügel,v. Plato. (Taf. 15.)
Eingeborner, seit dem 14. Jahrhundert urkundlichbekannter Lüneburgischer Adel; Stammsitz wohlPlathe im Fürstenth. Lüneburg. Schon im 14. Jahrh.auch in der Altmark ansässig.
Wappen. Schild: vierfach von r. und w.durch Spitzen getheilt.
Helm: Flug, r. und w.
Deck en: w.-r.
v. Quernheim. (Taf. 15.)
In Westfalen seit 1226 urkundlich bekannt; ebendader gleichnamige Stammsitz. Stammesgenossen der
v. Manteuffel. Seit 1556 im Fürstenth. Osnabrückansässig und zur eingebornen Ritterschaft desselbengehörend, jetzt aber (ut puto 1865) f.
Wappen. Schild: r. Balken in w.
Helm: w. Flug mit r. Balken.
Decken: w.-r.
(Schildh.: w. gekr. Adler, auf den erhobenenFlügeln mit dem Balken belegt. Devise: »Plustotmourir que changer volonte.«)
v. Reden. (Taf. 15.)
Eingeborner Adel des Fürstenth. Calenberg, wo-selbst der gleichnamige Stammsitz noch in Besitz derFamilie. Ebenda, sowie im Hildesheim'schen undLüneburgischen, zahlreiche Güter. Seit 1183 urkund-lich. — Erbschenken im Fürstenthum Calenberg.
Der am 15. Oct. 1786 in den Preuss. Grafenstanderhobene Staatsminister Friedrich Wilhelm v. R. ist1813 ohne Descendenz verstorben.
Wappen. Schild: vierfach getheilt von r.und w.
Helm: zwei auswärts gestellte Stäbe, je wie derSchild getheilt. 1
Decken: w.-r.
(Schildh.: Hirsche, je von r. und w. getheilt.Devise : »Wahrheit und Recht.«)
Nach vorliegenden Lack-Abdrücken unterscheidensich drei Linien v. R. durch ihre Helmzierden; esführt die Linie zu Hastenbeck: die Stäbe;
zu Wichtringhausen: (ungekr.) Büffelhörner,von r. und w. vierfach getheilt;
zu Stemmer: zwei auswärts gestellte hohe Feder-büsche, je aus drei von r. und w. wechselnden Ab-theilungen bestehend.
v. Rheden. (Taf. 15.)
(auch : Rehden, Reden, aber nicht mit den Redenoder Rhoden zu confundiren.) Der Stammsitz dieserseit 1285 urkundlich bekannten Familie, gleichen Na-mens, liegt im Fürstenth. Hildesheim, zu dessen ein-gebornem Adel sie zählt, und ist noch in ihrem Besitz.
Wappen. Schild: r. Rad in w.
Helm: drei w. Straussfedern, hinter welchen anjeder Seite ein r. Rad halb hervorsieht.
Decken: w.-r.
(Schildh.: g. Löwen. Devise: »Intuta quaeindecora.«)
V. Rhüden. (Taf. 16.)
Sehr verschiedene Schreibweise des Namens:Rhüden, Raden, Rhoden, Rohde, Röden u. s. w. —Pommer'sche alte Familie, aus welcher der OberstAugust Friedrich v. R. zuerst Anfangs des 18. Jahrh.nach Hannover kam, woselbst seihe Descendenz inder Gralschaft Hoya begütert ist.
Wappen. Schild: drei r. Balken, mit gr.Weinranken belegt, (d. h. ursprünglich damascirte)in w.
Helm: gestürzte jj: Sturmhaube, auB welcher4 Straussfedern — gr., r., w., r., — hervorgehen, vondenen die linke rothe geknickt ist; durch die Sturm-haube ist linkshin ein r. Pfeil geschossen. NeuereDarstellungsart.)
Decken : w.-r.
(Schildh.: r.-w. gestreifte Füllhörner, oben inbärtige Mannsköpfe endigend, welche den beschriebenenHelmschmuck tragen. Devise: »Wagen gewinnt.«)
Y ar.: Bei Siebm. Y. 162. sind die Reben g.; aufdem Helm über der Sturmhaube drei Federn, g. w. r.;(richtiger: r. w. r.)
v. Reicluneister. (Taf. 15.)
Lifländisch-Preussischer Dradel; daBelbst seit 1412bis Anfang des vor. Jahrh. Neuerdings im Rheinlande