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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
Entstehung
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HANNÖVERISCHER ADEL.

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Wappen. Schild: sechs und eine halbe aneinander gereihte schrägbalkenweise gestellte r. Rau-ten in w.

Helm: zwei w. Adlerflügel, je mit den hierpfahlweise gestellten Rauten belegt.

Decken: w.-r.

(Schildhalter: 2 Mohren mit g. kurzen .Tacken,je mit einem ^ Sparren belegt, und g. Stirnbinden.Devise: Disce mori, disce vivere.)

Flege. (Taf. 7.)

So gen. Stader Junker; im Bremen'schen begütert.Sie werden zum Dradel gerechnet.

Wappen. Schild: eisenfarbener Turnierhelmmit w. Straussfeder, in r.

Helm: zwei Straussfedern, w. Jf.

Decken: w.-r.

v. Frese. (Taf. 7.)

Seit 1254 urkundlich auftretendes, zur eingehornenOstfriesischen Ritterschaft gehörendes Geschlecht; auchim Bremen'schen begütert, v. d. Knesebeck erwähntdie Linie v. Frese-Quiter. Näheres über deren Ursprungist z. Z. nicht bekannt.

Wappen. Schild: w. Bügelhelm, mit drei r.(al. g.) Kugeln und darüber drei w. Straussfedern be-steckt, in b.

Helm: Kleinod wie im Schilde.

Decken: w.-b. (Schildhalter: ^j; Adler; Devise:Eala frea fresena.)

Das W. der v. Frese - Quiter zeigt einen durcheinen r. Pfahl gespaltenen Schild; vorn: v. Frese;hinten : an den Pfahl geschobener halber gr. Palm-Quitten-?) bäum auf gr. Rasen in g. Helm: St.-W.(Ex sig.)

Frey tag. (Taf. 7.)

Zur eingebornen Hoya'schen Ritterschaft gerech-net, aber auch im Calenbergischen und Osnabrück'-schen begütert. Urkundlich seit 1245 (unter derBezeichnung de sexta Feria) auftretend. Vornehmlichim Stammlande Westfalen vielfach ansässig. FranzJacob v. F. erhielt am 3. Februar 1749 den Reichs-freiherrnstand; Haro Burkard, Franz Heinrich undCarl Philipp Frhrn. v. F. wurden am 2. Jan. 1692 inden Reichsgrafenstand erhoben. Letztere Linie er-losch i. J. 1746.

Stammwappen. Schild: drei w. Ringe in b.Helm: zwei b. Straussfedern, dazwischen die Ringepfahlweise. Decken: w-b.

Vermehrtes W. Der Linie v. Freytag zu Loring-hof: Geviert. Schild; 1 und 4: St. - VV. 2 und 3:drei gr. Bäume dicht nebeneinander, dahinter hervor-schreitend ein Löwe, in g. Zwei Helme:

1) gekr., offener b. Flug, je mit den drei Ringen;

2) Wulst; Schildfigur aus Feld 2 und 3. Decken:w.-b., g.-#. ,

Freiherrliches Wappen: Geviert. Schild mitMittelschild, in welchem das St.-W. 1 und 4: aus gr.Gebüsch linkshin halb hervorbrechender £J: Wolf ing. 2 und 3: Balken in g. Drei Helme: 1) drei(ijl?) geastete Stämme. 2) der Flug wie oben. 3) ?)Vogelrumpf mit g. Halsband. Decken: g.-jj:, w.-b.,

g-"tt

t. Fürstenberg, Gr. (Taf. 7.)

Westfälischer Uradel; der gleichnamige Stamm-sitz bei Soest. Daselbst reich begütert.

Den Reichsfreiherrnstand erhielten Dietrich, Ca-spar, Friedrich Wilhelm, und Johann Adolph v. F.am 26. April 1660; den preuss Grafenstand FranzEgon'Frhr. v. F. am 15. Oct. 1840. Neuerdings inHannover.

Stammwappen. Schild: zwei r. Balken in g.

Helm: zwei Fasanfedern, je mit der Schildfigur.Decken: g.-r.

Freiherrl. und gräfl. W. Schild: geviertet; 1 u. 4:St.-W. 2 und 3: zwei r. Pfähle in g. Zwei Helme:1) St.-W. 2) g. Büffelhörner, je am Mundloch miteiner Pfauenfeder besteckt.

Decken: g.-r.

v. Gadenstedt. (Taf. 7.)

Gehören zur eingeb. Ritterschaft des Fürstenth.Hildesheim, woselbst das gleichnamige Stammgut seitder Mitte des 13. Jahrh. im Besitz der Familie. Auchim Lüneburgischen begütert; früher längere Zeit inder Grafschaft Wernigerode.

Wappen. Schild: ^ Pfahl in g.

Helm: g. Flug, mit Balken (richtiger Pfählen)belegt.

D ecken: g. -fl:.

(Schildhalter: g. Löwen; Devise: Semperidem.)v. Galen, Grat. (Taf. 7.)

Westfälischer Uradel; seit 1163 auf dem Stamm-sitz Gahlen bei Dinslaken urkundlich vorkommend.Reich begütert in Westfalen, auch in Oldenburg,Schlesien und Curland; in letzterem Erbmarschälle,sowie im Hochstift Münster Erbkämmerer. In Han-nover zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft gehö-rend. Der Reichshofrath Christoph Heinr. v. G. erhieltim J. 1702 den Reichsgrafenstand; seine Descendenzist erloschen. Preussischer Grafenstand d. d. 8. Nov.1804.

Stammwappen. Schild: drei r. Widerhaken(Wolfsangeln) in g.

Helm: off. Flug, g. und r., dazwischen zwei auf-gerichtete r. Widerhaken nebeneinander.

Decken: g.-r.

Gräfliches W. Schild: quadrirt; 1 u. 4: Stamm-wappen ; 2 und 3: aufgerichteter g. Schlüssel, links-gekehrt, in w. 2 Helme: 1) Flug, g. und r., dazwi-schen g. Schildchen mit den Wolfsangeln. 2) wach-sender w. geharnischter Arm, einen g. Schlüssel em-porhaltend.

Decken: g.-r.

(Schildhalter: ifj Adler; Devise: Labore et con-stantia.)

Var. des Stammwappens: Schild r., Haken w.Helm: r. Flug, dazwischen ein w. Haken.

v. Garmisseii. (Taf. 8.)

Zur eingeborenen Ritterschaft des FürstenthumsHildesheim gehörend; urkundlich auftretend seit 1379.Früher auch im Calenbergischen und Lüneburgischen.

Wappen. Schild: fünf schrägbalkenförmig aneinander gereihte r. Rauten in w.

Helm: drei Straussfedern, w. r. w.

Decken: w.-r.

Var. sechs Rauten; Helm: fünf Federn,v. Geismar. (Taf. 8.)

Westfälischer Uradel, nicht mit dem gleichnami-gen Fränkischen Geschlecht, welches ein anderes Wap-pen führt, zu verwechseln; (wie bei Knesebeck ge-schehen.) Zur Osnabrücker Ritterschaft gezählt.

Wappen. Schild: getheilt; oben: wachsender~}~f" Adler in w., unten: sechsspeichiges w. Rad in r.

Helm: zwischen zwei Büschen von je 3 ifj: Strauss-federn (bei Grote einwärts nickend) das w. Rad.

Decken: r .-£): (sie !) Richtiger w. - r.

Das Wappen macht einen ziemlich modernen Ein-druck. Auf einem Lacksiegel mit der Bezeichnung»Frhr. v. Geismar-Stockum« finde ich folgendes ver-mehrte W. Schild: quadrirt; 1 und 4: Adler (ein-