HANNÖVERISCHER ADEL.
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Wappen. Schild: sechs und eine halbe aneinander gereihte schrägbalkenweise gestellte r. Rau-ten in w.
Helm: zwei w. Adlerflügel, je mit den hierpfahlweise gestellten Rauten belegt.
Decken: w.-r.
(Schildhalter: 2 Mohren mit g. kurzen .Tacken,je mit einem ^ Sparren belegt, und g. Stirnbinden.Devise: Disce mori, disce vivere.)
Flege. (Taf. 7.)
So gen. Stader Junker; im Bremen'schen begütert.Sie werden zum Dradel gerechnet.
Wappen. Schild: eisenfarbener Turnierhelmmit w. Straussfeder, in r.
Helm: zwei Straussfedern, w. Jf.
Decken: w.-r.
v. Frese. (Taf. 7.)
Seit 1254 urkundlich auftretendes, zur eingehornenOstfriesischen Ritterschaft gehörendes Geschlecht; auchim Bremen'schen begütert, v. d. Knesebeck erwähntdie Linie v. Frese-Quiter. Näheres über deren Ursprungist z. Z. nicht bekannt.
Wappen. Schild: w. Bügelhelm, mit drei r.(al. g.) Kugeln und darüber drei w. Straussfedern be-steckt, in b.
Helm: Kleinod wie im Schilde.
Decken: w.-b. (Schildhalter: ^j; Adler; Devise:Eala frea fresena.)
Das W. der v. Frese - Quiter zeigt einen durcheinen r. Pfahl gespaltenen Schild; vorn: v. Frese;hinten : an den Pfahl geschobener halber gr. Palm-Quitten-?) bäum auf gr. Rasen in g. Helm: St.-W.(Ex sig.)
Frey tag. (Taf. 7.)
Zur eingebornen Hoya'schen Ritterschaft gerech-net, aber auch im Calenbergischen und Osnabrück'-schen begütert. — Urkundlich seit 1245 (unter derBezeichnung de sexta Feria) auftretend. Vornehmlichim Stammlande Westfalen vielfach ansässig. FranzJacob v. F. erhielt am 3. Februar 1749 den Reichs-freiherrnstand; Haro Burkard, Franz Heinrich undCarl Philipp Frhrn. v. F. wurden am 2. Jan. 1692 inden Reichsgrafenstand erhoben. Letztere Linie er-losch i. J. 1746.
Stammwappen. Schild: drei w. Ringe in b.Helm: zwei b. Straussfedern, dazwischen die Ringepfahlweise. Decken: w-b.
Vermehrtes W. Der Linie v. Freytag zu Loring-hof: Geviert. Schild; 1 und 4: St. - VV. 2 und 3:drei gr. Bäume dicht nebeneinander, dahinter hervor-schreitend ein Löwe, in g. Zwei Helme:
1) gekr., offener b. Flug, je mit den drei Ringen;
2) Wulst; Schildfigur aus Feld 2 und 3.— Decken:w.-b., g.-#. ,
Freiherrliches Wappen: Geviert. Schild mitMittelschild, in welchem das St.-W. 1 und 4: aus gr.Gebüsch linkshin halb hervorbrechender £J: Wolf ing. 2 und 3: Balken in g. Drei Helme: 1) drei(ijl?) geastete Stämme. 2) der Flug wie oben. 3) ?)Vogelrumpf mit g. Halsband. Decken: g.-jj:, w.-b.,
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t. Fürstenberg, Gr. (Taf. 7.)
Westfälischer Uradel; der gleichnamige Stamm-sitz bei Soest. Daselbst reich begütert.
Den Reichsfreiherrnstand erhielten Dietrich, Ca-spar, Friedrich Wilhelm, und Johann Adolph v. F.am 26. April 1660; den preuss Grafenstand FranzEgon'Frhr. v. F. am 15. Oct. 1840. Neuerdings inHannover.
Stammwappen. Schild: zwei r. Balken in g.
Helm: zwei Fasanfedern, je mit der Schildfigur.Decken: g.-r.
Freiherrl. und gräfl. W. Schild: geviertet; 1 u. 4:St.-W. 2 und 3: zwei r. Pfähle in g. Zwei Helme:1) St.-W. — 2) g. Büffelhörner, je am Mundloch miteiner Pfauenfeder besteckt.
Decken: g.-r.
v. Gadenstedt. (Taf. 7.)
Gehören zur eingeb. Ritterschaft des Fürstenth.Hildesheim, woselbst das gleichnamige Stammgut seitder Mitte des 13. Jahrh. im Besitz der Familie. Auchim Lüneburgischen begütert; früher längere Zeit inder Grafschaft Wernigerode.
Wappen. Schild: ^ Pfahl in g.
Helm: g. Flug, mit Balken (richtiger Pfählen)belegt.
D ecken: g. -fl:.
(Schildhalter: g. Löwen; Devise: Semperidem.)v. Galen, Grat. (Taf. 7.)
Westfälischer Uradel; seit 1163 auf dem Stamm-sitz Gahlen bei Dinslaken urkundlich vorkommend.Reich begütert in Westfalen, auch in Oldenburg,Schlesien und Curland; in letzterem Erbmarschälle,sowie im Hochstift Münster Erbkämmerer. — In Han-nover zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft gehö-rend. Der Reichshofrath Christoph Heinr. v. G. erhieltim J. 1702 den Reichsgrafenstand; seine Descendenzist erloschen. Preussischer Grafenstand d. d. 8. Nov.1804.
Stammwappen. Schild: drei r. Widerhaken(Wolfsangeln) in g.
Helm: off. Flug, g. und r., dazwischen zwei auf-gerichtete r. Widerhaken nebeneinander.
Decken: g.-r.
Gräfliches W. Schild: quadrirt; 1 u. 4: Stamm-wappen ; 2 und 3: aufgerichteter g. Schlüssel, links-gekehrt, in w. 2 Helme: 1) Flug, g. und r., dazwi-schen g. Schildchen mit den Wolfsangeln. 2) wach-sender w. geharnischter Arm, einen g. Schlüssel em-porhaltend.
Decken: g.-r.
(Schildhalter: ifj Adler; Devise: Labore et con-stantia.)
Var. des Stammwappens: Schild r., Haken w.Helm: r. Flug, dazwischen ein w. Haken.
v. Garmisseii. (Taf. 8.)
Zur eingeborenen Ritterschaft des FürstenthumsHildesheim gehörend; urkundlich auftretend seit 1379.Früher auch im Calenbergischen und Lüneburgischen.
Wappen. Schild: fünf schrägbalkenförmig aneinander gereihte r. Rauten in w.
Helm: drei Straussfedern, w. r. w.
Decken: w.-r.
Var. sechs Rauten; Helm: fünf Federn,v. Geismar. (Taf. 8.)
Westfälischer Uradel, nicht mit dem gleichnami-gen Fränkischen Geschlecht, welches ein anderes Wap-pen führt, zu verwechseln; (wie bei Knesebeck ge-schehen.) Zur Osnabrücker Ritterschaft gezählt.
Wappen. Schild: getheilt; oben: wachsender~}~f" Adler in w., unten: sechsspeichiges w. Rad in r.
Helm: zwischen zwei Büschen von je 3 ifj: Strauss-federn (bei Grote einwärts nickend) das w. Rad.
Decken: r .-£):• (sie !) Richtiger w. - r.
Das Wappen macht einen ziemlich modernen Ein-druck. Auf einem Lacksiegel mit der Bezeichnung»Frhr. v. Geismar-Stockum« finde ich folgendes ver-mehrte W. Schild: quadrirt; 1 und 4: Adler (ein-