Druckschrift 
Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

HANNÖVERISCHER ADEL.

v. d. Decken gen. v. Offen: Geviert. Schild;1 n. 4 : v. d. Decken. 2 n. 3 : v. Offen ; r. Rad in w.

Helm: zwei Straussfedern, r.-w.; dazwischen derBaumstamm; vor demselben ein gestürzter b. Pfeil.

Decken: w. :££ (al. und richtiger w. w.-r.)

Gr. v. d. Decken zu Ringelheim: Gev. Schild;1 u. 4: St.-W. 2 u. 3: getheilt mit Schildeshaupt,worin ein w. Adler in b. Vorn: r. Löwe in g.; hinten:g. Drache in r.

2 Helme: 1) v. d. Decken; 2) gekr.; wachsenderw. Adler.

Decken: w. w.-b.

(Schildh.: w. Adler, in der freien Klaue denBaumstamm haltend. Devise : Earum rerum efficacia.)

Gr. v. d. Decken zu Oerichsheil: Stammwappen.

Schildh.: zwei Husaren des 1. Regim. der eng-lisch-deutschen Legion. Devise: Unverändert.

v. Diepenbroich. (Taf. 5.)

"Westfälischer Uradel; seit ca. 1300 urkundlich.Stammsitz Diepenbrock bei Borken. In Hannover seitdem 17. Jahrhundert verschiedentlich begütert.

Mitglieder der Familie erhielten den Preuss. Frei-herrnstand in den Jahren 1652, 1713 und 1840; denbayrischen Freiherrnstand 1845; den Preuss. Grafen-stand am 28. Juli 1740.

Wappen. Schild: zwei geschrägte, g.-begrifftew. Schwerter, gestürzt, in r.

Helm: Schildfigur.

Decken: w.-r. (Devise: Nemo sapiens, nisi piuset patiens.)

v. Dincklagc, I hr, (Taf. 6.)

Eingeborner Adel des Fürstenth. Osnabrück. Dergleichnamige Stammsitz im Oldenburgischen. Urkund-lich seit 1231.

Wappen. Schild: drei r. Rosen im Schildes-haupt balkenweise gestellt, darunter drei r. Andreas-kreuzchen 2. 1. in w.

Helm : drei Rosen und drei Kreuzchen wechselndneben einander; dahinter drei w. Fahnen, je mit einerr. Rose (am Schaft) und einem Kreuzchen neben ein-ander belegt, an g. Schäften.

Decken: w.-r.

Schildh.: g. Löwen.

Am 12. Januar 1844 wurde den in Hannover leben-den Mitgliedern der Familie die Führung des Frei-herrntitels gestattet; eine Vermehrung des Wappenshat jedoch, so viel bekannt, nicht stattgefunden.

t . Döttiiichem. (Taf. 6.)

Auch Deutecom, Döttinchem de Rande. Nieder-ländisches (Geldrisches) Geschlecht, auf Rosenthal imFürstenth. Hildesheim (ob noch jetzt?) ansässig.

Wappen. Schild: b. Ankerkreuz in w.

Helm: zwei Arme dieses Kreuzes (aufgerichtet,je von w. und b. gespalten.

Decken: w.-b.

Schildh.: w. Greifen mit b. Flügeln. Devise:»crux ancora vitae.«

v. Droste - Vischering, Gr. (Taf. 6.)

Zur eingebornen Osnabrück'schen Ritterschaft ge-hörig, und mehrfach in Hannover begütert. West-fälischer Uradel; Erbtruchsesse im Fürstenthum Mün-ster. Reichsfreiherren - Diplom d. d. 21. Jan. 1670.Preussische Grafen v. Dr.-V. im J. 1826 durch KönigFriedrich Wilhelm III.

Graf Felix v. D.-V. nahm, nachdem er im J. 1824von dem letzten Grafen v. Nesselrode - Reichensteinzum Erben eingesetzt war, Namen und Wappen desletzteren zu dem seinigen an.

Stammwappen. Schild: w. mit r. Rande,(al. w. Schildlein in r.)

Helm: Büffelhörner (ohne Mundloch) w. und r.

Decken: w.-r.

Graf Dr.-V. ebenso. (Aeltere Linie).

Das W. der jüngeren Linie, mit dem Nesselrode'-schen combinirt, siehe Bd. III. 1. Taf. 7.

Var. 1571: Helm: Büffelhörner mit Mundlöchernr.-w. über Eck getheilt.

V a r. 1600: Helm: Büffelhörner ohne Mund-löcher, beide r., dazwischen ein w. Schildchen.

v. Droste, Fhru. (Taf. 6.)

Westfälischer Uradel; früher nach einer Besitzungv. Dekenbrok genannt. Die Linie der Frhrn. v. Droste-Hülshof gen. v. Kerkering zu Stapel wird zur einge-bornen Ritterschaft von Osnabrück gezählt. Freiherrn-diplom d. d. 16. Febr. 1802.

Stammwappen. Schild: gekrümmter r.-ge-fiügelter w. Fisch in £(;.

Helm: eine von xf und w. gespaltene Fischreuse.

Decken: w.

Freiherrl. Wappen. Schild: Geviertet mitMittelschild; in letzterem das St.-W. 1 u. 4: getheilt;oben wachsender ^ Steinbock in w., unten dreimalgetheilt von r. und w. 2 und 3 : w. Schrägbalken,mit drei r. Rosen belegt, in gr. (Kerkering).

Drei Helme: 1) wachsender ö Bocksrumpf.2) St.-W. 3) offener Flug, je mit dem Schrägbalken.

Decken: 1) w.-r.-tt; 2) w.-±±; 3) w.-r.

Schildh.: £j: Böcke.

Var.: 1 und 4: der Schrägbalken; 2 und 3: drei-malfgetheilt von r. und w., darüber ein zfj; Bock.

v. Düring. ( Taf. 6).

Zur eingebornen Bremen'schen Ritterschaft ge-hörend.

Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braun-schweiger Adel.

t. Elmcndorl. ( Taf. 6.)

Stammsitz Elmendorf in Oldenburg ; daselbst schon1331 urkundlich auftretend. Zur eingebornen Osna-brücker Ritterschaft gezählt.

Wappen. Schild: von g. und r. fünfmal ge-theilt.

Helm: off. Flug, g. und r., dazwischen eineschwebende Frauenbüste, unten in Form eines (ge-stürzten Sparrens ££ eingefasst.

Decken: g.-r.

(Schildh.: g. Löwen.)

v. Elverfcidt. ( Taf. 6.)

Siehe Beverförde.

v. Esckwege. ( Taf. 6.)

Siehe beim Braunschweiger Adel.

In Hannover neuerdings begütert und bedienstet.

v- Estorflf. ( Taf. 7.)

Zur eingebornen Lüneburgischen Ritterschaft zäh-lend ; seit 1239 auftretender Lüneburgischer Uradel.

Wappen. Schild: schräggelegte w. Lilie in r.

Helm: Federbusch ( 9 ijij; Birkhahnfedern).

Decken: w.-r.

(Schildh.: g. Ritter mit Turnierlanzen; auf demHelme je eine w. resp. r. Kugel tragend. Devise:Soyez ferme.)

v. Exterde. (Taf. 7.)

Uradel des Fürstenth. Lippe; daselbst seit demEnde des 15. Jahrhunderts urkundlich auftretend. Zureingebornen Ritterschaft von Osnabrück gehörend.