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OLDENBÜRGER ADEL.
agenten Michael F. mit dem Prädicat „de Tengnagel"d. d. 4. September 1778 deu Dänischen Adelstand.
W.: Gey. mit g. Herzschilde, darin auf gr. Boden eins. Amboss, auf den 2, aus den oberen Schildesecken, auss. Wolken hervorgehende nackte Arme mit nat. Hämmernlosschlagen.
I.: In B. 3 (2. 1.) zunehmend gebildete g. Monde;
II.: in G. ein gemeines r. Kreuz;
III.: In S. 3 (2. 1.) # Lilien;
IV.: in B. ein g. Andreaskreuz, bewinkelt von 4 die
Stollen abwärtskehrenden s. Hufeisen.
Auf dem gekr. Helme 5 g. b. s. b. g. Straussfedern.D.: (fehlen) müssen b. g. sein. — Schildhalter: 2 s. Adler,hinter d. Schilde hervorbrechend (en barroque).
Trampe, (Taf. 9.)
Pommersche, uradelige Familie, uus dem Wolgast'-schen, welche schon 1273 vorkommt und sich später nachNiedersachsen, Dänemark und Oldenburg verzweigt hat.
Ein Zweig der Familie erhielt d. d. 4. März 1704,ein anderer d. d. 15. März 1736 den R.-Grafenstand (inDänemark d. d. 26. Juli 1743 anerkannt). Beide gräfl.Linien sind erloschen.
Der Grossh. Kammerjunker Prem.-Lieutenant FranzTheod. Eugen v. T. stand bis zur Militairconvention mitPreussen hei den Grossh. Oldenburgischen Truppen.
W.: In B. ein s.-gewäffter g. Hirschrumpf. Auf demHelme derselbe D.: b. g.
Varendorf, (Taf. 9.)
Altes westfälisches, dort schon 1160 das StammgutVadrup bei Münster besitzendes Adels-Geschlecht.
Ein Zweig der Familie wendete sich nach Dänemarku. wurde hier A. 1778 naturalisirt.
W.: Getheilt, oben in S. schreitend ein r. Löwe, untenr. u. leer. Auf dem Helme, zwischen 2 s. Straussfedern,ein r. Fuchsrumpf. D.: r. s. (Auch andere Varianten.)
Die Familie besitzt im Grossherzogthum Oldenburg:Eghausen bei Zwischenahr.
Wahlen, (Taf. 9.)
Erloschene Oldenburgische Familie, welche dort mitDötlingen angesessen war.
W.: In B. ein Stech-Helm, besetzt mit offenem s.Fluge. Auf dem ungekr. Helme ein s. Flug.
Wardenburg, (Taf. 10.)
Die Familie gehört angeblich zum OldenburgischenUradel, die Stammburg gleichen Namens habe bei derStadt Oldenburg gelegen und sei schon A. 1345 bekanntgewesen. Jedoch erscheint die Familie erst 1773, wo einv. W., Dänischer Offizier, Sohn des Oldenburg. Canzlei-raths v. W., nach Schleswig ging und als Major starb.Sein Sohn (er selbst hatte als Offizier den Personaladel)erhielt als Kgl. Dänischer Civilbeamter A. 1829 den Däni-schen Erbadel und von ihm stammen die v. W. in Olden-burg, Weimar, Anhalt u. Russland ab.
W.: In B. ein gekappter g. Eichstamm quergelegt,oben wächst aus ihm ein g. Zweig mit 2 g. Blättern und(oben; 3 g. Eicheln. Auf dem ungekr. Helme dasselbeBild. D.: b. g.
Hierher gehört der Major v. W. im Oldenb. Dragoner-Reg. Nr. 19, u. der Oberstlieut. v. W. (pensionirt).
Warnstedt, (Taf. 10.)
Mecklenburgische uradelige Familie, welche auch zur(bedingt) reoipirten Schleswig-Holsteinschen Ritterschaftgehört und auch in Preussen u. Oldenburg blüht.
W.: In S. 3 (2. 1.), # rechtsgekehrte Vögel. Aufdem gekr. Helme wächst eine Jungfrau mit fliegendemg Haare, in von 7? u. S. gespaltenem Kleide, sich mitden Händen eine Krone aufs Haupt setzend. D.: # s.
Ein Haupimann v. W. (Franz Wilhelm Karl) standim Grossh. Oldenb. Mil.-Contingent bis zum Abschlüsseder Mil.-Convention mit Preussen.
Wedderkop, (Taf. 10.)
Der Professor Magnus W., Dr. j., u. zuerst zu Heidel-berg, später zu Kiel 1702 als Schl.-Holst. Geh. Staats-präsident) erhielt a. 1682 den Reichsadelstand. DieFamilie gehört zur (bedingt) reeipirten Schleswig-IIolstein-schen Ritterschaft.
W.: In G. ein halber gekr. r. Löwe. Auf dem gekr.Helme wächst ein dergl. D.: r. g.
Hierher gehören 1869:
1) Der Oberappellationsrath, Kammerherr TheodorAdolf Georg v. Wedderkop,
2) der Appellationsruth Ludw. Magnus Ferdin. v. W.,
3) der Obergerichts-Sekr. Kammerjunker Magnusv. W. zu Vechta,
4) der Auditor Cay Magnus v. W. zu Oldenburg,
5) der Premierlieutenant Wilh. Jacob Anton und
6) der Sekondelieutenant v. W., beide im Oldenb.Inf.-Reg. Nr. 91.
Weddig, (Taf. 10.)
Der Kurhannöversche Oberst Friedrich W. erhieltd. d. 19. März 1735 den Reichsadelstand.
Söhne des Nobilitirten standen und stehen auch inPreussischen Kriegsdiensten.
W.: In S. auf gr. Boden vor gr. Baume schreitendein äsender nat. (r.) Hirsch. Aus dem Helme wächst derHirsch. D.: r. s.
Hierher gehört der Grossh. Oldenb. Oberst a. D.Adolf Alexander v. Weddig u. dessen Sohn, der Sec.-Lieutenant v. W. im Oldenb. Inf.-Reg. Nr. 91.
Wedel, Grafen, (Taf. 10.)
Uraltadelige Pommersche Familie, welche bereits 1282urkundlich auftritt und bald darauf sich nach Mecklen-burg und nach der Mark verbreitete. Ein Zweig gingnach Dänemark, wo, ausser einer d. d. 10. Dec. 1672 zuGrafen W. v. Wedelsborg erhobenen Linie, eine zweiteLinie in Person des Gustav Wilhelm v. W. a. 1684 alsW. v. Jarlsberg den Dänischen Lehnsgrafenstand erhielt.Aus dieser Linie stammen die Grafen v. Wedel in Preus-sen u. Oldenburg, welche in Person des Anton Franz,kgl. Preuss. Kammerherrn, Geh. Kriegsraths u. Hofrichtersin Ostfriesland d. d. 21. Januar 1776 auch den Preuss.Grafenstand, unter Anerkennung des Diploms v. J. 1684und mit demselben Wappen erhielten.
W.: Uev. mit Herzschild: (Stammwappen) I u. IVBurg, II u. III durch Krone gesteckte Fähnlein. 3 Helme.Näheres s. beim hannöverischen Adel.
Weltzien, (Taf. 10.)
Mecklenburgische uradelige Familie, bereits a. 1247urkundlich auftretend. Zweige verbreiteten sich nachPreussen u. Oldenburg.
W.: In S. eine r. Pferdebremse zwischen, unten ver-bundenem, offenen r. Fluge. Auf dem gekr. Helme die-selben Figuren. D.: r. s. (Das Feld kommt auch goldenvor.)
Hierher gehörte der früher Oldenburgische, später Kgl.Preuss. Generalmajor u. Grossh. Kammerherr Peter Friedr.Ludwig v. Weltzien, f 1871 ohne Erben zu Cöln.