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Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg
Entstehung
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OLDENBURGER ADEL.

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und Herr auf Brookteich wurde d. d. 24. Mai 1680 (nicht1688) in den dänischen und d. d. 4. Mai 1702, mit Wappen-besserung und unter dem Namenv. Münnioh" in des hl:röm. Reichs Adelstand erhoben. (Auch seines Bruders SohnJohann Dietrich G. erhielt d. d. 24. April 1697 den däni-schen Adelstand). Des ersteren Sohn, der später so be-rühmt gewordene Berchard Christoph v. M. ging in Rus-sische Dienste, avancirte duroh seine grossen Gerstesgabenund sein Feldherrntalent schliesslich bis zum K. Russi-schen Generalfeldmarschall und wurde d. d. 28. Febr. 1728in den Russischen-, d.d. 4. Februar 1741 in den Reichs-Grafenstand erhoben;

Das A. 1702 verliehene Wappen ist geviertet I. u.IV.: In G., vorwärts gekehrt, barhaupt, ein Mönohsrumpfmit s. Haar und Bart in brauner Kutte (mit Pcllerine)(dies Feld kam durch das Diplom v. J. 1702 hinzu). II.u. III.: In B. einwärtsgekehrt und sitzend ein r.-ge-schnähelter s. Schwan (Wappen der Familie v. Nutzhorn).Auf dem gekr. Helme zwischen ofl'enem s. Fluge derMönch, hier einen s. Rosenkranz betend vor die Brusthaltend. D.: b. g.

Das gräfliche Wappen (Diplom 1728) war ebenso,vermehrt durch ein aufgelegtes g. Herzschild, darin ein #Doppeladler mit Kaiserkrone zwischen den Häuptern.Helm fehlt; um das Ganze ein aus Grafenkrone herab-wallender, hermelingefütterter, g.-verzierter, b. Wappen-mantel.

Das gräfliche Wappen (Diplom von 1741) ist ge-spalten und zweimal getheilt 6 Felder mit aufge-legtem, gräflich-gekröntem s. Herzsohild, darin auf gr.Boden, vorwärtsgekehrt stehend, ein ganzer, -gekleideterMönch, mit einem Rosenkranz in den, vor der Brust ge-falteten, Händen, und ausserdem einer zwischen Feld V.u. VI. eingepfropften, eingebogenen, purpurnen, #-gemauerten Spitze, darin eine wachsende, von 2 s.Schlangen umwundene, oben mit gekr. Januskopf besetzteg. Säule.

Im Hauptschilde:

I.: In B. ein einwärtsgekehrtstehe nder s. Schwan.

(f v. Nutzhorn).

II.: in S. 2 gestürzte r. Sparren (v. Witzleben?!)

III. u. IV.: in G. V 2 gekr. # Adler am Spalt, je mitg. Zepter, der oben mit dem russischen Reichsadlerbesetzt ist, in der Klaue (Gnadenzeichen).

V.: in S. 3 (2.1.) r. Schröterhörner.

VI.: In B. eine durchgehende, von aufwärtsgekehrtems. Monde überhöhte s. Zinnenmauer (3 Zinnen.)Auf dem Schilde 3 Helme, von denen Nr. I. r. s.-bewulstet, mit # s. r. Decken, Nr. II. gräflich-gekrönt, mit ff: s. Decken, Nr. III. gekrönt, mit8. r. Decken, ist.

Helm I. u. III. zeigen beide dieselben Bilder, nämlich :auf hermelingestülptem r. Turnierhute 3 türkische s. Ross-schweife an oben mit g. Halbmonden versehenen g. Stäben.

H. II.: Der Mönch des Herzschildes wachsend zwischen2 s.-r. Fahnen, an g. Spiessen, jede Fahne belegt mitaufwärtsgekr. g. Monde. Schildhalter: 2 Ritter mit ge-schlossenen Visiren, der linke mit 3 r. s. # Helmfedernund über der linken Schulter eine Muskete mit Feuer-schloss tragend, der rechte mit g. Mauerkrone auf demHelme, in der herabhängenden Rechten einen halb auf-gerollten Eestungs-Grundriss haltend.

So nach dem Diplom; jetzt führt die Familie indessdie Spitze nicht mehr im Wappen und zwischen Helm

I. u. [V. und II. u. III. noch je 2 Standarten schräg her-vorragend, deren Zeichnung aus dem vorliegenden Siegelwas aus Russland stammt, nicht erkennbar ist. Die Fa-milie bekleidet zur Zeit hohe Staatswürden und besitztHuntorf im Grossherz. Oldenburg.

hl 5.

Münster (Taf. 7.)

Aus dieser jetzt gräflichen Familie waren Mitgliederin Oldenburg begütert zu Hundlosen 1773 und zu Vesen-büren.

Gen. Notiz und Wappenbeschreibung s. b. Hannöv.Adel.

Negelein (Taf. 7.)

Diese Familie stammt aus Franken, wandte sich mitHerzog Albrecht nach Ostpreussen und spaltete sich hierin 2 Zweige, deren einer noch in Prenssen blüht und einpreussisches Adels-Rcdintegrations-Patent vom 19. August1724 besitzt, der zweite 1688 in Herzoglich Holstein-Gottorp'sohe Dienste trat und 1752 die Aufnahme in denReichsadelstand (unter Anerkennung des alten Geschlechts)in Person des Karl Friedrich Negelein erhielt und zwarmit folgendem Wappen:

Gespalten, vorn ein aus r. Strauch an gebogenemlangen r. Stengel hervorwachsendes r. Kleeblatt, hinten inB. ein halbrechtsgekehrter Jüngling in faltenreichem s.Gewände, eine s. Nelke an zwei blätterigem s. Stengel mitder vor sich gestreckten nackten linken Hand haltend.Aus dem gekr. Helme wächst derselbe zwischen 2 rechtsvon R. über G. links von B. über S. getheilten Büffelhör-nern. D.: r. g. b. s.

Diese Linie der Familie blüht jetzt in Oldenburg undzwar leben z. Z.:

1) Der Grossh. Oldenb. Major z. D. Karl Wilhelm Ger-hard v. N.

2) Der Revierförster Wilhelm v. N. zu Neuenburg (Olden-burg).

3) Der Amtsrichter Max v. N. im Amt Wildeshausen.

4) Die Lieutenants Hans Wilhelm Joachim,

5) Johann Gustav Wilhelm und

6) Peter Fr. Ludwig Karl Adolf Hieronymus, erstere imOldenb. Inf.-Rgt. Nr. 91, letzterer im Oldenb. Drag.-Rgt. Nr. 19.

Pllilippgboril, Freiherren (Taf. 6.)

Se. Durchlaucht Fürst Heinrich LXXII. von Reuss-Lobenstein erhob d. d. 23. Juli 1843 die leiblichen unddie Stiefkinder des grossherzogl. badisohen Majors, F.Reussischen etc. Geschäftsträgers (von 18321856) in Wien,Adolf v. Philippsborn, nämlich: Eleonore Johanne Hen-rike und Julie Marie Euphrosyne v. Ph., ferner PaulineEmanuele Josephe Kemperle, verm. v. Codvika und derenBrüder Carl Georg Anton Kemperle und Ludwig AntonMaria Kemperle in den Freiherrenstand, letztere alsKemperle v. Philippsborn. (Für letztere war es zugleichAdelserhebung). Der endesgenannte (Ludwig) war von 1855bis 1859 Legationssekretär der Mecklenb.-Strelitz'sclienGesandtschaft in Wien, deren Vorstand sein Stiefvaterv. Ph. war. Woher der Adelstand dieses Adolf v. Ph.stammt ist diesseits nicht bekannt, doch scheint es k. k.österreichische Erhebung zu sein.

W.: g.-bordirter, gevierteter Schild mit s. Herzsohild;darin eine s.-besaamte, r., vierblätterige Rose, mit 4 gr.Kelchblättern. I. u. IV.: in B., einwärtsgekehrt, ein s.Pferdrumpf mit fliegender Mähne. II. u. III.: gespalten,vorn in R. ein, den Griff aufwärts, den g. Bügel rechtsliinkehrender s. Degen, hinten in B. ein s. Balken zwischen 2pfahlweisgestellten s. Sternen. Freiherrnkrone und 3 ge-krönte Helme. H. I: der Pferderumpf aus I. H. II: dieRose zwischen off. b.. beiderseits mit Balkon u. Sternenbezeichnetem Fluge. II. III: 2 gekreuzte gestürzte Degen.D.: b. s. r. s. Schildhalter: s. Russ.-# Adler. Devise:Fortitudinis auf b.-s. Bande.

Adolf v. Ph. war längere Zeit Grossh. OldenburgischerGeschäftsträger in Wien.

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