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Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg
Entstehung
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OLDENBURGER ADEL.

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Fumettl (Taf. 4.)

Aus dieser italienischen, angeblich Anfang des 18.saeculi aus Toskana gekommenen Familie war ein Mitglied,zu dieser Zeit Geheimer Rath des Churfürsten von Köln.Dessen Söhne wandten sich nach Hildesheim und stiftetendie in Hannover und Oldenburg blühenden Linien. Hier-her gehört der Amts-Assessor bei der Reg. zu OldenburgEdmund Ludw. Aug. v. F.

W.: Im (ovalen) g. Schilde eine absteigende b., gerade,durchgehende Spitze, belegt mit 3 (2. 1) Sternen und be-seitet je von einem Kreuzchen(?) Auf dem Schilde, welchervon 2 gewundenen Schlangen gehalten wird, ruht eineKrone mit 9 Zinken, welche mit 3 Blättern, dazwischen6 Perlen besetzt sind.

Galen, Grafen (Taf. 4.)

Uralte westfälische Familie, welche sich auch mitdem Orden nach den Ostseeprovinzen, ferner nach Han-nover etc. verbreitet hat. Die Familie besitzt ein R. Frei-herrndiplom vom 24. Juli 1665, ein R. Grafendiplom vom28. Juli 1702 und ein preussisclies Grafendiplom vom 10.Juli 1803 für Clemens August Freiherrn v. Galen, Erb-kämmerer von Münster. Die gräfl. Linie v. J. 1702 istwieder f.

Das Stammwappen ist ein g. Schild, darin 3(2.1.)aufgerichtete r. Doppelhaken. Auf dem Helme ein (alias2) dergleichen zwischen offenem g.-r. Fluge. D.: r. g.

Das gräfliche Wappen hat das Stammwappen ge-viertet mit einem s. Felde, darin ein aufgerichteter, denBart links kehrender g. Schlüssel (Erbkämmereramt).

H. I.: Der Stammschild verkleinert zwischen offenem g.-r.Fluge. H. II.: wachs, s.-gekleideter Arm, den Sohlüssel,Bart rechts, haltend. D.: r. g. r. s. Die Familie be-sitzt im Grossh. Oldenburg: Burg Dincklage und in West-falen die Herrschaft Assen.

Gall V. Gallenstein, Freiherren (Taf. 4.)

Altes Ravensburger Patriziergeschlecht, aus welchemd. d. 18. Januar 1563 Christoph v. Gall das Prädikatv. Gallenstein" erhielt. Nachkommen blühen im Grossh.Hessen, Würtemberg u. Oesterreich. Der Familie ist vonden betreffenden Landesherrn (fussend auf ein d. d. 28.Febr. 1601 dem Leonhard G. v. G. ertheiltes Reichs-freiherrendiplom) der Freiherrenstand anerkannt worden.Ein Herr v. Gall war 1833 ff. Grossh. Oldenburg. O'oer-kammerherr.

Das (noch jetzt geführte) Stammwappen ist ge-theilt. Oben schreitet in G. ein r.-gewäffter, Hahn,unten in G. 3 # (alias r.) Schrägrechtsbalken. Auf demgekr. Helme der Hahn. D.: # g-

var: unten in # 3 g. Pfähle.

Gayl, Freiherren (Taf. 4.)

Diese Familie entstammt demElsass. Andreas Gail,Dr. jur., Kais. Kammergerichtsassessor erhielt d. d. Wien,

I. Januar 1573 den Reichsadelstand; desgleichen d.d.Wien, 3. November 1661 Egon Gail, kais. Rath. DerFreiherrenstand wurde durch Diplom des K.Hieronymus vonWestfalen, d.d. 10. Juli 1813 dem Casimir Wilhelm v. G.ertheilt und ist derselbe von den Landesherren in Olden-burg und Preussen anerkannt. Hierher gehört der Grossh.Kammerherr u. Hauptmann im früheren Old. ContingentEmil Constantin Peter, Frhr. v. Gayl.

W.: Getheilt. Oben in G., nebeneinander 2 r. Rosen,unten eine g. (irrig r.) Lilie in B. Auf dem gekr. Helmedie Lilie, zwischen offenem, von G. über B. beiderseitsgetheiltem Fluge, belegt im g. Theile je mit r. Rose.D. : r. g. b. g.in. s.

Gerstenberg (Taf. 4.)

Alte Oldenburgische Familie, welche auch in Persondes Heinrich Wilhelm v. G. in dänischen Diensten vor-kommt; (letzterer war Ende vorigen Jahrhunderts Kgl.dän. Resident zu Lübeck.)

W.: Getheilt durch s. Balken. Oben in B. einwachs, s. Löwe, unten wiedergethcilt von s.-gewelltemFelde über R. Aus dem ungekr. Helme wächst d. Löwe.D.: b s. - r. s.

Ein Mitglied der Familie lebt in Oldenburg.

Grote, Freiherren (Taf. 4.)

Lüneburgische uradlige Familie, welche schon a. 1204urkundlich auftritt und früher das Erbtruchsessamt vomFürstenthum Lüneburg besass.

d. d. Wien 1. Juli 1689 erhielten die Gebrüder Ottou. Thomas v. G. den Reiclisfreiherrnstand mit dem Prädi-katy. Schauen." Das Stammwappen ist ein r.-gezäumtes#, schreitendes Ross in S. Auf dem gekr. Helm 11Birkhahnfedern. D.: # s.

Das freiherrliche Wappen (Diplom 1689): Unter s.,mit r. Ordenskreuzehen belegtem Schildeshaupte, dasStammwappen. 2 gekr. Helme, je mit 5 # Straussfedern,der linke Busch mit dem Kreuzchen belegt. D.: # s.

Ein Freiherr von Grote war a. 1843 Grossh. Oldenb.Kammerherr, Geh. Rath u. Chef des Gesammtdienstes imFürstenthum Lübeck.

Gruben (Taf. 4.)

Uradel des Kedinger Landes, daselbst schon A. 1382mit Wächterndorf angesessen. Die Familie ist Stamm-u. Wappengenossen mit denen v. d. Decken, zu unter-scheiden aber von den gleichnamigen Familien in Sachsen,Dänemark, dem Rheinlande und den Freiherrn v. Gruben.

Wappen: (= v. d. Decken.) In S. ein tt Kessel-haken. Auf dem # s.-bewulsteten Helme ein ~#i Eich-stumm mit beiderseits einem abhängendem gr. Eichblatte.D.: # s. Die Familie war früher in Oldenburg bedienstet.

Grün (Taf. 4.)

Ursprünglich pfälzische, später naoh Meissen undSchlesien etc. gekommene, uradlige Familie.

Die in Reuss bis vor Kurzem und jetzt in Oldenburgbedienstete Linie stammt höchst wahrscheinlich ab vonVictor v. G. (geb. 1805, f 1834 als herzogl. NassauisoherAssessor zu Wiesbaden), welcher in Schwarzburg ge-boren war.

Wappen: Getheilt von S. über Gr., darin ein aus-gerissener Tannenbaum verwechselter Tinktur. Auf demHelme derselbe wachsend aus gr. s. Wulst. D.: gr. s.

Hierher gehört der Grossh. Oldenburgische Hof-marschall und Kammerherr, Adolf Goswin v. G., Vorstanddes Hofmarschallamtes, stammend aus Greiz.

Halem (Taf. 4.)

Diese Familie erhielt d. d. 27. Juni 1792 den Reichs-adelstand vom Reichsvikar Carl Theodor von Pfalz-Bayern. Sie stammen aus Ostfriesland.

Wappen: Geviertet mit gekr. Herzschild, darin inB. ein g. Sparren, oben von 2 g.-besaamten, s. Rosen,unten von g.-gebeintem, s. Vogel begleitet.

I. u. IV.: In R. zwei aus s. Wolken am Aussenrandhervorgehende, s.-geliarnischte, sich die Hände reichendeArme. II. u. HI.: In #, auf s. Boden stehend, einwärtsgekehrt, ein g.-gewäffter, s. Kranich, mit Stein in der er-hobenen Rechten. Auf dem gekr. Helme der Kranichmit Stein auf s. Hügel, zwischen 2 b. Straussfedern.D.: b. g. r. s.

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