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Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg
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OLDENBURGER ADEL.

ertheiltes Froiherrndiplom fassenden) Freiherrntitel füh-rendes Adelsgeschlocht, welches sich auch nach Prenssen,Hessen etc. verbreitet hat.

W.: In S. ein b. Balken, begleitet von 3 (2. 1.) vor-wärtsgekehrten, r. Widderköpfen. Auf dem r.-b.-s.-be-wulsteten Helme ein dergl. zwisohen 2 r. s. übereck ge-theilten, je mit b. Spange versehenen Büffelhörnern.D.: b. s.

Es gehört hierher der Grossh. Old. Zoll-Einnehmera.D. v. D., dessen Vorfahr Oetker v. D. aus dem Braun-schweigischen nach Oldenburg eingewandert war.

Fgloffstein, Freiherren, (Taf. 3.)

Fränkische uradelige, bereits a. 1060 urkundlich auf-tretende Familie des Bamberger Oberlandes, welche zuder freien Reichsrittersohaft gehörte und in Folge dessenden Freiherrntitel, der ihr von ihren Landesherren aner-kanut ist, mit Recht führt.

Ein Zweig wandte sich nach Ostpreussen und erlangtedort d. d. 19. Sept. 1786 den preussischen Grafenstand;derselbe Zweig ist dort noch reich begütert.

Von dem freiherrlichen Aste, welcher sioh in zweiHauptlinien theilt, gehört hierher die HauptmännischeUnterlinie des jüngeren fränkischen Zweiges, aus welcherder Lieutenant Leonh. Berthold Wilh. Julius Frli. v. E.im Oldenb. Dragoner-Regiment Nr. 19 steht.

Die anderen Linien blühen, gröstentheils reich be-gütert, in Preussen, Bayern, Saohsen, Württemberg undOesterreich.

W.: In S. ein abgeschnittener rechtssehender Bären-kopf mit Hals. Auf dem ungekrönten Helme derselbe.D.: ü s.

Eichstorll, (Taf. 3.)

Altdänische, auch Eichsdorff geschriebene Familie,aus welcher ein Zweig nach Preussen übersiedelte unddort 1785, mit dem aus Dänemark gekommenen kgl. MajorGeorg Max v. E. im Regiment v.Braun, erlosch, ein an-derer im Grossherzogthum Oldenburg blüht und zwar inPerson des Majors a. D. v. Eichstorff (Bernhard HartwigKarl Ludwig), dessen Vorfahr im 18. saec. über Hollandebenfalls aus Dänemark nach Oldenburg einwanderte.

W.: In S. ein r. Schrägrechtsbalken; auf demselbenschreitet oben ein r. Löwe; unter dem Balken stehen, dieSpitzen gegen denselben geriohtet (schräglinks) nach derTheilung drei gr. Eiolienblätter. Aus dem ungekröntenHelme wächst der r. Löwe. D.: r. s.

Eisendecher, (Taf. 3.)

Aus Hannover stammende Familie, aus der Georg E.K. Russ. Major den Kais. Russ. Dienstadel erblich d. d.11. Juni 1821 erwarb.

W.: In B. ein breiter in 3 Reihen von G. und #(Eisen) geschachter Balken, begleitet von 3 (2. 1.) s. Ster-nen. Auf dem gekr. Helme ein aus brennendem gr. Nestewachsender # Phönix. D.: r. s.

Der genannte Georg hat 2 Söhne hinterlassen, vondenen in Oldenburg Wilhelm v. E., Dr. jur. u. Old. Geh.Rath lebt.

F. Im eil clor ff, Freiherren, (Taf. 3.)

Oldenburgische uradelige, bereits 1287 und 1399 ur-kundlich auftretende Familie, welche sioh später auchnach Westfalen und ins Hannoversche wandte. Ein Zweig,der sich nach Kurland ausgebreitet hatte, ist wieder f.Der Freiherronstand der Familie ist durch A. E. Ordres

vom 15. April 1861 und 26. Juni 1866 Mitgliedern derFamilie, welohe in Preussischen Diensten stehen, aner-kannt worden, ebenso von Sr. K. Hoheit dem Grossherzogv. Oldenburg dem Freiherrn Franz v. E., Vize-Oberstall-meister und Kammerherrn, sowie den Kindern seinesf Bruders Ludwig. Die Familie besitzt im Grossherzog-thum das Gut Füchtel.

W.: In G. 3 r. Balken. Auf dem Helme ein r.-ge-kleideter Weibsrumpf mit fliegendem Haar, statt der Armehat sie 2 Flügel, welohe wie der Schild gezeichnet sind.D.: r. g.

Fulkenntciu, Freiherren, (Taf. 3.)

Uralte Voigtländische und Meissnische Familie, welchebereits im 14. saec. urkundlich erscheint und Zweige nachOstpreussen, Vorpommern und Oldenburg entsandt hat.

Der Freiherrntitel, den übrigens einige Linien nichtführen, ist, theils durch Verjährung, theils durch beson-dere Diplome anerkannt.

Die Familie ist nicht zu verwechseln mit den Frei-herrn von Falkenstein in Baden und mit den Vogel- undTrützsoliler v. Falkenstein.

Das W. ist eine Hermelin- gestülpte r. Mütze, an derSpitze mit 5 kleinen # Hahnfedern besetzt, im g. Sohildeund auf dem Helme. D.: r. g.

Es gehört hierher: Der Grossh. Old. Hauptmann a. D.Max Carl Wilh. Frh. v. F. (1869).

Finckh, (Taf. 3.)

Andreas Finckh, kaiserlicher Hauptmann, erhielt wegenseiner in den Türkenkriogon bewiesenen Tapferkeit d. ö.5. Febr. 1543 den Reichsadelstand

Diese Erhebung wurde seinen in Hannover ansässigenNachkommen, den Gebrüdem Adolf Johann, Peter Chri-stian, Georg Wilhelm und Georg Clemens Finckh vomKaiser d. d. Wien 10. Oetober 1777 bestätigt.

Die Nachkommen des einen der Brüder wandten sichnach Oldenburg.

W.: Getheilt. Oben in'iG. ein schwebendes r. Kreuz-chen, unten in R. auf s. Dreiberge ein nat. Buchfink.Auf dem gekrönten Helme Berg und Fink zwischen 2Büffelhörnern, rechts von R. über G., links von G. über# getheilt. D.: r. g. # g.

Hierher gehört in Oldenburg der Reg.-Präs. Alex.Christian v. F., der Obergerichtsdirektor z. D. von Finckh,der Obergerichtsdirektor Georg Ernst v. Finckh II., derPremierlieutenant Ed. Theod. Ernst, v. Finckh im Old.Infant.-Reg. Nr. 91.

Freitag, Freiherren, (Taf. 3.)

Uradelige niedersächsisohe Familie, welche auch Frey-tag geschrieben wird, theilweis den Beinamen Loringhof(Loringhoven) führt und sich nach Holland, Oldenburg,den Ostseeprovinzen, Preussen, Hessen und Dänemarkverbreitet hat.

Das ursprüngliche Stammland ist Westfalen, wo siezuerst 1245 auftreten und sich von hier zunächst insHoya'sche, Calenbergische n. Osnabrück'sche wandten.

Das Stammwappen sind 3 (2. 1.) s. Ringe im b. Felde.Auf dem Helme die Ringe pfahlweis gestellt zwischen 2b. Straussfedern. D.: b. s.

Die vermehrten Wappen v. Freytag-Loringhof unddasfreiherrliohe" folgen anbei.

Hierher gehört 1) Se. Exc. der Oberhofmeister undKammerherr Georg Ernst und 2) der Kammerjunker AugustFrh. v. F.

Die Familie besitzt im Grossherzogthum das Gut:Daren.

Vgl. Hannöverischen Adel.