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Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg
Entstehung
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OLDENBURGER ADEL.

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12. Sept. 1691 erlangt, aber grösstenteils sich dessennicht bedient hatte, gestattet.

Das von den adeligen und freiherrlichen Linien ge-führte Stammwappen ist ein geflügelter s. Fisch, schriig-rechtsgestellt im b. Schilde und auf dem Helme. D.: b. s.

Die Familie war früher im Grossh. Oldenburg be-dienstet.

Biilow, (Taf. 2.)

Mecklenburgisch-Niedersächsische uradelige, urkund-lich bereits A. 1154 auftretende Familie, die sich in vieleLinien gespalten und über fast ganz Deutschland ver-breitet hat.

Sie besitzt ein Reiclisfreiherrndiplom vom Jahre 1705,ferner Grafendiplome von den Jahren 1736, 1814 u. 1816.

Ein Kammerherr Fr. v. Biilow ist diensttuend imHofstaat I. I. K. K. H. II. v. Oldenburg.

"W.: In B. 14 (4. 4. 3. 2. 1.) g. Kugeln. Auf demHelme ein Yogel Bülow (Pyrol), g. mit b. Flügeldecken,zwischen offenem g. Fluge, davor 2 b. Büffelhörner, jemit 7 g. Kugeln belegt. D.: b. g.

v. d. Bussehe, (Taf. 2.)

Gen. Notiz u. 'Wappenbeschreibung o. beim Hannöv.etc. Adel.

Die Familie besass im Oldenburgischen: Berne 1750und schon A. 1510 Wildeshausen.

Buschmann, (Taf. 2.)

Diese Familie erhielt den Kais. Russischen Erbadeld. d. 18. August 1821 in Person des Kais. RussischenStaatsrates B., Privatsekretärs der Grossfürstin von Russ-land, vermählten Königin v. Württemberg bis zu deren1819 erfolgtem Ableben.

Er starb 1856, drei Söhne hinterlassend, welche inOldenburg leben und von denen noch der eine im dortigenStaatsdienste steht.

W.: Ueber einem s. Schildesfusse, worin nebeneinan-der 3 # Bienen, die mittlere aufrecht, die äusseren ein-wärts gekehrt, auf der Theilungslinie vorwärts gekehrtstehend im b. Felde, ein wilder, bärtiger, s., um Hauptund Hüften laubbekränzter Mann, eine Keule über derrechten Schulter tragend, die Linke in der Seite. Ausd. gekr. Holme wächst der Mann des Schildes zwischenoffenem # Adlerfluge. D.: b. 8. s.

Coel 'll, (Taf. 2.)

Uralte Patrizierfamilie von Cöln "-/Rh., welche sichschon früh nach Mecklenburg, Lippe, Niedersachsen undHolland (wo sie alsv. Colon" blüht) verbreitet hat undverschieden ist von den gleichnamigen Familien in derUckermark und in Schlesien. Vielleicht gehört hierherDietrich Willi, v. Cölln, Rathsherr und Auctionator zuJever.

W.: Getheilt von R. über B., oben 2 geschrägte g.Pilgerstäbe, oben mit je 2 g. Knöpfen, unten 2 gestürzteg. Schellen. Aus dem gekr. Helme wächst ein Engel, mitg. Jacke u. b. Rock, in der Rechten einen der Pilgerstäbeaufgestützt haltend. D.: b. g.

Colqulioun (de C.)> (Taf. 2.)

Altschottische Familie, aus welcher Zweige A. 1625and 1786 den Baronetstand erlangten.

W.: In S. ein # Andreaskreuz, durchgehend, dessenBegrenzungslinien klein-ausgeschuppt sind. Auf demHelme ein r. Hirschrumpf. D.: # s. Schildh.: 2 #-be-halsbandete, s. Windhunde. Dev.: Si je puis.

Ein de C. war früher Grossh. Oldenb. Legationsrath,

Geschäftsträger u. Consul.

Dalwigk, Freiherren, (Taf. 2.)

Uradelige Familie aus dem Waldeck'schen, dessenStammhaus im dreissigjährigen Kriege zerstört und welcheschon A. 1167 mit Rabodo de Dalewic urkundlich auftritt.

Seit dem Jahre 1473 besitzt die Familie Scliloss undAmt Lichtenfels und pflegt den Beinamen davon zuführen.

Der der Familie zustehende Freiherrntitel wurde d. d.28. August 1813 von K. Hieronymus von Westfalen be-stätigt und ist Seitens der diversen Laudesherren der Familiejetzt überall zuerkannt.

Die Familie blüht in 2 Hauptlinien. Hierher gehörtdie Linie Lichtenfels (die andere führt den BeinamenSchaumburg).

W.: In S. 2 geschlossene # Büffelhörner mit Grind,je aussen besetzt mit 4 g.-besaamten r. s. wechselndenRosen. Auf dem -s.-bewulsteten Helme hinter 3 r. s.# Straussfedern hervorragend eine gr. Pfaufeder. D.: r. s. # s.

Der Freiherr Reinhard v. D. ist Grossh. Oldenb.Schlosshauptmann u. Kammerherr.

von der Becken, Freiherren, (Taf. 2.)

Uradelige Niedersächsische, bereits 1260 urkundlicherscheinende Familie, welche in ganz Norddeutschlandverbreitet u. mit denen v. Gruben gleichen Stammes u. Wap-pens ist.

Zwei Linien erhielten (d. d. 17. Juli 1833 und d. d.7. Febr. 1835) den Hannoverschen Grafenstand, eine adeligeLinie führt seit dem Jahre 1720 Namen und Wappen desf Geschlechts v. Offen mit dem ihrigen verbunden.

Alle Linien sind noch jetzt im Hannoverschen reichbegütert.

In Oldenburg lebt zur Zeit der Oberst a. D. Kammer-herr Fr. Wilh. Otto Freiherr v. d. Decken, dessenFreiherrenstand von Sr. K. H. dem Grossherzoge aner-kannt ist.

W.: In S. ein rjj: aufgerichteter, die Zähne rechtskehrender Kesselhaken. Auf dem :pp s.-bewulsteten Helmeein r. Linden-Stamm, oben gekappt, aus dessen jeder Seite,an langem gebogenen Stiele, ein gr. Lindenblatt hervor-wächst. D.: s.

Dincklage, Freiherren, (Taf. 3.)

Gen. Notiz u. Wappenbeschr. s. beim Hannov. Adel.

Die Familie war im Oldenburgischen mit: Brettberg,Celhom, Dincklage, Dürstadt u. Yechte begütert.

Dorgelo(w), (Taf. 3.)

Uradelige, früher Doringeloh genannte Familie desehemaligen Münster'schen Niederstifts (der heutigen AemterYechte, Cloppenburg, Meppen, Bretberg, Lette, Quelleu-berg u. Schleppendorf), welche Ende 16. saec. auch inLippe, später in Westfalen erscheint.

Jetzt scheint die Familie erloschen zu sein, da einZweig der Familie v. Lützow den Namen v. D. zu demihrigen angenommen hat.

W.: In G. 2 ausgerissene nebeneinander gestellte,oben abgekappte Baumstämme, beiderseits mit je 3parallelen Knorren. Aus dem g.-bewulsteten Helmewachsen dieselben schräg auswärts gelehnt. D.: # g.

Düring, (Taf. 3.)

Niedersächsisches, uradeliges, theilweis den (auf einschwedisches, der Familie in einer Linie d. d. 30. Oct. 1719