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Der Adel des Grossherzogtums Oldenburg
Entstehung
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OLDENBURGER ADEL.

2) Der Ob.-Appellationg-Rath, Kammerherr TheodorAdolf Georg Bar. y . B.-M.

3) Der Major und Kammerherr Edm. Karl EmstMaria Baron v. B.-M.

Benoit, (Taf. 1.)

Altfranzösische Adelsfamilie, welche dort sohon 1434urkundlich erscheint, 1684 nach Hessen und später nachPreussen u. Niedersachsen kam.

W.: In R. ein gemeines s. Kreuz, auf der Kreuzungbelegt mit g., das Gelenk aufwärtBkehrender Muschel.Auf dem Schilde die Edelkrone.

Hierher gehört der Sekretair Bernhard Friedrich Lud-wig y . B. in Oldenburg.

Bentinck, (Taf. 1.)

Gen. Notizu. Wappenbeschreibungs. beimHohen Adel"dieses Werkes, sub AbtheilungErlauchte". Die Familiebesitzt in Oldenburg die HerrschaftenKnypliausen und Varel.

Das Stammwappen ist: in B. ein s. Ankerkreuz.Aus d. gekr. Helme wachsen 2 blaugeharnischte Arme,je eine s. Straussfeder auswärts haltend. D.: b. s.

Berg, Freiherren, (Taf. l.)

Günther Heinrich B., stammend aus einer Bürger-familie zu Heilbronn, hatte sich durch Fleiss und Fähig-keiten zu dem Posten eines Gesandten beim Bundestageheraufgearbeitet, erhielt von Sr. Maj. dem Kaiser vonOesterreich (um 1818) den Adclstand, und wurde d. d.29. Aug. 1834 (alias 6. Oct. 1838), nachdem er sioh 1831mit einem Fräulein v. Roessing vermählt hatte, als Grossli.Oldenburgischer Staatsminister, wegen seiner hervorragen-den Verdienste in den österreichischen erblichen Frei-herrenstand erhoben. Der Freiherrnstand scheint seinemvermuthlich mit ihm geadelten Bruder erst später von Sr.K. H. dem Grossherzog v. Oldenburg gleichfalls verliehenzu sein. Dessen Nachkommen stehen noch jetzt inGrossli. Oldenburgischen Staatsdiensten, ebenso einigeder hinterlassenen 5 Söhne (und deren Kinder) des Frei-herrn Günther Heinrich.

W.: Im b.-bordirten s. Schilde, auf natürl. (gr.) Drei-berge in ihrer gewöhnlichen Stellung (Füsse zusammen)stehend eine natürliche (#) Gemse. Aus dem gekröntenHelme wächst dieselbe. D.: b. s. (!)

Bocholts, Grafen, (Taf. l.)

Uradel, dessen Stammhaus im Geldern'sohen lag.Die Familie erscheint bereits im 13. saeculo urkundlichund erhielt im Jahre 1604 den Reichsfreiherrenstand. DerGrafenstand der hierher gehörigen Linie Meschede wurdevom König v. Pressen d. d. 10. Juli 1803 dem Regierungs-präsidenten und Oberhofmarschall Theodor Werner Frli.v. B. ertheilt, während bereits 1793 am 18. Juni Theodorv. Booholtz-Asseburg den Reichs - Grafenstand erhaltenhatte.

W.: Gevierter Schild.

I u. IV: Stammwappen: in Gr. 3 (2. 1.) s. Lco-

pardenköpfe.

II u. III (Wappen der 1769 t Familie v. Meschede.):in G. ein r. Sparren.

2 Helme.

H. I: (gekrönt) Stammhelm sitzender s.

Schwan.

H. II: (ungekrönt) Helm derer v. Meschede: g.

Säule, besetzt oben mit Pfauschweif, der mit dem r.

Sparren bezeichnet ist.

D.: gr. s. r. g.

Wilh. Graf v. B. gehört hierher als Grossh. Old.Kammerherr; dessen Vater war 1848 Grossh. Intendantdes Hoftheaters.

Both, (Taf. 1.)

Altmecklenburgische, uradelige,' bereits a. 1270 ur-kundlich auftretende Familie, Stamm- u. Wappengenossenmit denen von Bothmer.

Die Familie soll von Westfalen herstammend nachHolstein und Lübeck, von da nach Mecklenburg gekom-men sein.

W.: In B. ein s. Boot. Auf dem Helme das Boot,statt des Mastes eine gekrönte, g., oben mit Pfauwedelbesteckte Säule. D.: b. s.

Ein Herr v. Both war 1838 Oldenburg. Gesandterbeim Deutschen Bundestage.

Brandenstein, Freiherren, (Taf. 2.)

Althessische, uradelige Familie, deren Stammhausbei Hanau lag und welche schon 1294 urkundlich er-scheint. Später theilte sie sich in 2 Hauptlinien, vondenen die Ranis'ser d. d. Augsburg 24. Febr. 1486 inPerson Heinrichs v. B., Besitzers der Herrschaft Ranis,den Reichsfreiherrnstand mit dem W. dieser Herr-schaft und d. d. Worms 18. Juli 1495 dessen Söhne:Eberhard, Haubold, Felix u. Ewald die Bestätigung dieserStandeserhöhung mit vermehrtem Wappen erhielten.

W. I. (1486): In S. oin g. Löwe, dessen Rachenein abgerissenes r. Hirschhaupt gefasst hält. Aus demgekr. Helme wäohst derselbe. D.: g. s. Dasvorm. W. (1495) ist geviertet von diesem Wappen (inII u. III) und dem alten Stammwappen: In G. ein

# Wolf mit s. Gans im Rachen. Alle T'hiere einwärts.2 gekr. Helme tragen die Tili er e ganzer Figur.D -: # g- g- s.

Ein Freiherr von Brandenstein war a. 1830 Grossh.Oldenburg. Geh. Rath und Staatsminister.

Brandls, (Taf. 2.)

Hildesheimer Patrizierfamilie, welche in Person deskurbraunschweigischen Hauptmanns Friedrich Christian B.ein kaiserliches Renovationsdiplom ihres Adels d. d. 2.März 1769 erhielt.

Neuerdings (10. Juni 1856) hat aus der hannöverscheuLinie der Kgl. Hannöv. General d. Inf. Eberhard v. B. denhannoverschen Freiherrenstand erhalten.

W.: (bestätigt 1769) Getheilt, oben in G. wachsendein r. Hirsch, unten von S. u. # fünfmal schrägrechtsgetheilt (alias 3 # Schrägrechtsbalken in S.). Auf dem

# s.-bewulsteten Helme 2 solirägauswärtsgelelinte, schrägje 3 Mal # -gebänderte s. Stäbe. D.: # s.

Die Familie war früher im Grossherzogthum Olden-burg bedienstet.

Bremer, (Taf. 2.)

Gen. Notiz u. Wappenbeschreibung s. beim Hannöv.Adel.

Die Familie besass früh im Oldenburgischen: die GüterDonnerschwee, Ober-Hammelwarden u. Warfleth.

Brockdorf, (Taf. 2.)

Holsteinsche uradelige Familie, welche sohon 1331urkundlich erscheint und zu den Stiftern der Schleswig-Holsteinsehen Ritterschaft gehört. Die Familie erlangted. d. 16. Mai 1672 den Dänischen Lohns-, d. d. 3. Juni1727 und A. 1706 den Deutschen Iteichs-Grafenstand.

Einer Linie wurde 1838 von Dänemark die Führungdes freiherrlichen Ranges, den die Familie schon d. d.