ANHALTER ADEL.
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Wappen: Schild: auf gr. Dreiberg zwei gegen-einander aufspringende seh. Hunde mit g. Halsbändern,beide einen w. Knochen (,,Bein ;i ) im Maule haltend in g.Schildeshaupt: drei g. Kugeln (2. 1.) in b. — Helm:offener Flug, rechts g.-sch., links b.-g. getheilt, dazwi-schen wachsender Hund mit Knochen wie im Schilde.
— Helm decken: g.-sch., — g.-b.
Schweinitz. ( Tafel 7.)
Schlesischer Uradel, dem vielfache Standeserhöh-ungen zu Theil geworden sind.
Wappen: von r. sch. w. quergetheilter Schild.
— Helm: Büffelhörner, wie der Schild getheilt. —Helmdecken: w.-sch.-r.
Seelhort. ( Tafel 7.)
Justus Rudolf S., Kön. Preuss. Generalmajor, wurdeam 16. Mai 17-14 von König Friedrich II. geadelt.
Wappen: Schild: quadrirt; F. 1: sch. Adler-kopf in w. 2: drei g. Sterne in b. 8: fünf g. Aehrenauf g. Dreiberg in gr. 4: einwärtsgekehrter gestürzterg. Adlerfuss, sch. befiedert, in w. — Helm: Büffel-hörner, rechts sch.-w., links g.-b. getheilt, dazwischendrei g Aehren. — He Im decken: w.-sch., — g.-b.
Die am 2. Oct. 1769 in den Reichsadelstand erho-bene Linie führt das W. folgendermassen verändert:Feld 2: 3 g. Sterne in r. 3: fünf aufgerichtete Aehrenin r. 4: wie 1. (Adlerkopf.) Helm: Büffelhörner; r.-g.quadrirt, dazwischen die drei Aehren. Helmdecken g.-r.
Siegsfeld. (Tafel 8.)
Den Ritterstand erwarb Enoch Christian HermannS. am 30. April 1717. Bed.
Wappen: Schild: quadrirt mit Mittelschild.F. 1 und 4: auf gr. Dreiberg eine g. Krone, aus wel-cher ein w. Doppelkreuz aufwächst, in r. 2 und 3: g.Löwe in b., einwärts gekehrt. Mittelschild: sch. Adlerin g. — Zwei Helme: 1) der sch. Adler, 2) der g.Löwe. — Helmdecken: g.-sch.
Simolin, ^hr. (Tafel 8.)
Carl Gustav S. erhielt am 19. Juni 1754 vom Kai-ser Franz I. den Reichsritterstand mit dem Zusatz:Edler v. Bätthory, und am 10. Mai 1776 vom KönigStanislaus August v. Polen den Freiherrnstand.
Wappen: quadrirter Schild; F. 1 und 4: ab-ger issener sch. Adlerrumpf in g. 2 und 3: aus w.Wolken an der linken Oberecke hervorgehender, mitherabhangendem r. Aermel bekleideter Arm, eine g.Tulpe an gr. Stiel haltend, in w. — Zwei Helme:
1) wachsender g.-bewehrter sch. Adler.
2) der Arm des 2. und 3. Feldes wachsend.
— Helmdecken: g.-sch., — w.-r.
Der Kammerherr Alexander Frhr. v. Simolin istunlängst mit dem Namen Graf Bätthor, Frhr. v. Si-molin in den Grafenstand erhoben worden; das Wap-pen ist mir z. Z. nur durch einen undeutlichen Ab-druck bekannt; derselbe zeigt den freiherrlichen Schildmit einem Mittelschilde belegt, drei Helme: in derMitte der Arm zwischen zwei Flügeln, rechts u. linksder Adler; Schildhalter: rechts Greif, links.Adler.
Solms. ( Tafel 8.)
Von diesem uralten und mächtigen fränkischenDynasten- und Grafen-Geschlecht, worüber die genea-logischen Nachrichten in der Abtheilung Nassau die-ses Werkes zu finden, ist hier die Linie Sonnenwalde-Rösa, als in Anhalt begütert und bedienstet, zu er-wähnen.
Wappen: Schild: gespalten mit Mittelschild,worin ein b. Löwe in g. (Solms.) Vorn: quadrirt; 1 u.4: getheilt von r. über g. (Münzenberg.) 2: drei r.
Herzen in w. (Teklenburg.) 3: g. aufgerichteter Ankerin b. Hinten: quadrirft; 1 und 4: sch. g.-besaamteRose in g.; (Wildenfels.) 2 und 3: w. Löwe in sch.(Sonnenwaide.)
Fünf Helme; (von Rechts nach Links gezählt:)
1) r. Fürstenhut mit Hermelin aufgeschlagen undmit g. Knopf besetzt; besteckt mit Pfauenschweifzwischen zwei von r. und g. getheilten Fähnlein;Decken: g.-r. (Münzenberg.)
2) wachsender g. Löwe; Decken: g.-r. (Teklenburg-Lingen.)
3) enface sitzender b. Löwe zwischen von r. und g.getheiltem offenen Fluge; Decken: g-b. (Solms.)
4) wachsender w. Löwe. Decken: w.-sch. (Sonnen-walde.)
5) w. Thurm mit sch. Thor un>l zwei Fenstern, mitder sch. Rose besetzt. Decken w.-sch. (Wildenfels.)
Die Helme 2, 4 und 5 sind gekrönt.
Sonneiiberg. (Tafel 8.)
Der Anhalt-Bernburgische Rath Johann AndreasAlbert Sonnenberg erhielt im J. 1764 von Kaiser Franzi,den Adelstand.
Wappen: quadrirter Schild; F. 1 und 4: übereinem w. Balken eine g. Sonne in b. 2 u. 3: r. Löwe,in g. — Helm: offener sch. Flug, dazwischen dieSonne. — Helmdecken: g.-b., g.-r.
Stanuucr. (Tafel 8.)
Anhaltischer Uradel; dort bereits in der erstenHälfte des 14. Jahrh. begütert. Seit 1606 auf Wedlitzund Wispitz bei Bernburg ansässig.
Wappen: Schild: w. gewellter Schrägbalkenin r. — Helm: fünf r. w. wechselnde Rosen neben-einander ; dahinter an g. Stangen neun Fähnlein, dieSchildfigur zeigend. — Helm decken: w.-r.
Ebenso, (doch ohne die Rosen und in der Zahlder Fähnlein variirend) zahlreiche Siegel aus dem 14.und 15. Jahrhundert. Bemerkenswerth ist jedoch einSiegel Arnold's v. St. vom Jahre 1339, welches einenoben und unten von je 3 Lilien beseiteten Querbalkenzeigt, sowie das eines andern Arnold v. St., auf wel-chem man als Helmzier einen mit Kugeln bestreuten,ob. mit sechs Hahnfedern besteckten hohen Hut erblickt.
Strachwitz, Fhr. (Tafel 8.)
Vier Geschlechter dieses Namens zählen zum Schle-sischen Uradel; die beiden noch blühenden führen ihreWappen gegenseitig im gevierteten Schild vereinigt.Reichsfreiherrn am 22. Sepr. 1630. Beg.
Wappen; quadrirter Schild; 1 und 4: sch. Eber-kopf in g. 2 und 3: vierfach getheilt von w. und b.,die w. Streifen je mit 3 b. die b. mit je zwei w. Mu-scheln belegt. — Zwei Helme; zwei Straussfedern,sch. g. — 2) Adlerflug, jeder Flügel mit der Figurdes 2. u. 3. Feldes belegt. — Helmdecken: r. g.-sch., 1. w.-b.
Var.: die Helme umgestellt, 1) der Flug, 2) Strauss-federn.
Trotha, Fhr. (Tafel 8.)
Anhaltisch-Sächsischer Uradel; Stammsitz Trothaim Saalkreise. Beg.
Reichsfreikerrndiplom d. d. 3. Mai 1778.
Stammwappen: Schild: sch, Rabe mit g.Ring im Schnabel auf gr. Boden stehend in g. —Helm: sitzender r. Fuchs. — Helmdecken: g.-sch.
(Var.: im 14. Jahrh. der Rabe ohne Hügel und Ring.)
Seit dem Jahre 1587 führt die Familie dies W.durch Quadrirung vereinigt mit dem des hessischenGeschlechts v. Trott:
Feld 1 und 4: der Rabe einwärts gekehrt. 2 und3: w.-r. geschachter Sparren in sch.