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Bd. 3, Abth. 7 (1869) Der Adel des Herzogthums Anhalt
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ANHALTER ADEL.

Zwei Helme: 1) der Fuchs. 2) r. Mütze, w. auf-geschlagen, besteckt mit sch. Adlerflug der mit w. (al. g.)oder w.-r. wechselnder Lindenblättchen bestreut ist.Helmdecken: g.-sch., w.-r. Auch beiderseitsg. sch. r.

Freiherrl. W. Schild: quadrirt; 1 und 4: derSparren in b. 2 und 3: der Rabe.

Zwei Helme: 11 wie oben der Flug je mit 7(1. 2. 1. 2. 1.) w. Lindenblättern (al. Herzen) bestreut.2) sitzender w. Fuchs. Helmd ecken: w.-r.,g,-sch.

Das Stammwappen der Trott geben wir hier nacheinem Stammbuchblatt von 1598.

Triitzsclilcr, Trützschler v. Falkcuslciu.

(Tafel 8.)

Sächsischer Uradel; der Beiname Falkenstein voneiner Besitzung dieses Namens im Voigtlande.

Wappen: Schild: sch. Schrägbalken in g.Helm: wachsender sch. Mannsrumpf mit g. Knöpfenund Aufschlägen zwischen zwei g. Flügeln die (inForm eines aufsteigenden Sparren's) mit dem sch.Schrägbalken belegt sind. Gewöhnlich sind sie demRumpf, der auch als weiblich vorkommt, statt derArme angeheftet. Helmdecken: g.-sch.

Tschaiumcr, Tscliaiumcr - Osten. (Tafel 8.)

Schlesischer Uradel. Den Beinamen Osten führteine Linie nach einer gleichnamigen Besitzung; ausdieser Linie erhielten Ernst und Heinrich Oswald v.T. am 8. Juli 1725 den (böhmischen) Freiherrnstand.

Wappen: Schild: gespalten; vorn w. Hirsch-stange in r., hinten r. Büffelhorn in w., beide aufge-richtet. Helm: Hirschstange und Büffelhorn.Helm decken: w.-r. (Poln. Wapp. Rogala.)

Var.: w. Hirschstange in sch., w. Büffelhorn in r.

Twickel, Fhr. (Tafel 9.)

Westphälischer Uradel. Erbschenken im Fürstenth.Münster. Christoph Bernhard v. T. erhielt am 19. Juli1708 vom K. Joseph I. den Freiherrnstand.

Wappen: Schild: sch. Kesselhaken in w.Helm: drei gestürzte spitze r. Hüte mit w.-r. gewun-denen Aufschlägen. Helmdecken: w.-sch.

Veltheim. (Tafel 9.)

Text und Wappenbeschreibung siehe bei Braun-schweig.

Weise. (Tafel 9.)

Briefadel, aus Schwarzburg stammend. August Joh.Ad. Weise daselbst i. J. 1798 nobilitirt.

Wappen: Schild quadrirt mit Mittelschild; inletzterem gekrönte w. Schlange in r. 1 und 4: gekr.g. Löwe in b. 2 und 3: r. Balken, mit drei w. Rosenbelegt, in g.

Drei Helme: 1) wachsender Löwe, g. mit dreiStraussfedern b. g. b. besteckt. 2) auf einem r. Kissendie Schlange. 3) geharnischter Arm, eine w. Keule schwin-gend. Helmdeeken: g.-b., g.-r.

Welck, Fhr. (Tafel 9.)

Die Gebrüder Welck erhielten im Jahre 1785 vomKaiser Joseph II. den Reichsadel; der KursächsischeHofrath Carl Wolfgang Maximilian v. W. wurde 1792

während des Reiehsvicariats in den Freiherrnstand er-hoben. Bed.

Adeliges Wappen: Schild: gespalten; vorn r.Rose an zw^iblättrigem gr. Stengel; hinten fünffachgetheilt, b. g. sch. g. b.; in dem sch. Streifen neben-einander zwei w. achtstrahlige Sterne pfahlweise ge-stellt, und ein einwärts gekehrter w. gebildeter Halb-mond. Helm: offener Flug, der rechte Flügel w.mit r. Rose, der linke mit den Figuren der linkenSchildeshälfte belegt. Helmdecken: w.-r, g.-sch.

Var.: hinten g. r. b. (mit Mond und Sternen) r. g.getheilt. Helm: Flug, rechts b. mit w. acht-strahligem Stern, links w. mit r. Rose belegt.

Freiherrliches Wappen: Schild wie oben: dieRose jedoch ohne Stengel.

Zwei Helme: 1| vor einem Pfauenschweif zweischräggekreuzte w. Fasces mit darin steckenden aus-wärtsgekehrten Beilen. 2) Helm des St.-W. Helm-decken: w.-r., g.-sch.

Als Schildhalter zeigen sich : rechts r. bekleideteJustitia, links Mohr mit Bogen.

WolUramstlorl. (Tafel 9.)

Säohsischer Uradel.

Wappen: Schild: springender naturfarbe-ner Wolf, blutendes nat. Hirschgeweih im Maule tra-gend, in w. Helm: Adlerflug, schräg getheilt vonw. über r. (also sparrenweise, wenn der Flug offen.)

Helmdecken: w.-r.

Wülcknltz. (Tafel 9.)

Uradel, aus dem Anhaltischen stammend und da-selbst noch in Edderitz bei Cöthen begütert. Sonstnamentlich in den Preussischen Provinzen Sachsen undBrandenburg vielfach ansässig.

Wappen: Schild: querliegender r. (al. g., al.sch.) Baumstamm, aus welchem oben drei gr. (Wein-blatt-artige) Blätter hervorgehen. Helm: die Schild-figur. Helm decken: w.-r. (al. w.-gr.)

Wuthenau. (Tafel 9.)

Brandenburgischer Uradel. Der gleichnamige Stamm-sitz bei Neu-Ruppin.

Wappen: Schild: zwei schräggekreuzte, mit denSpitzen nach oben gelegte, r. Feuerhaken, oben voneinem g. Stern begleitet, in w. Helm: wachsender. bekleidete g. gekrönte Jungfrau, in jeder Hand ei-nen auf den Helm gestützten r. Feuerhaken haltend.

Helm decken: w.-r.

Var.: Schild getheilt von r. und w., darin die Feuer-haken mit wechselnden Tincturen.

Zanthier. (Tafel 9.)

Anhaltisch - Sächsischer Uradel. Seit vor. Jahrh.in Pommern ansässig.

Wappen: Schild: w. Schrägbalken, mit drei r.Zanderköpfen belegt, in r. Helm: zwei aufgerich-tete zugewendete r. Zander. Helm decken: w.-r.

Zerbst. (Tafel 9.)

Anhaltischer Uradel. Beg. auf kl. Weissandt beiCöthen seit 1736.

Wappen: Schild: drei r. Löwenköpfe (Profil)2. 1. in w. Helm: ein r. wachsender Löwe.Helmdecken: w.-r.