Druckschrift 
Bd. 3, Abth. 7 (1869) Der Adel des Herzogthums Anhalt
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Anhalter Adel.

Albert. (Tafel 1.)

Es haben zw,ei Nobilitirungen dieses Namens statt-gefunden :

1) der Geh. Finanzrath A. wurde i. J. 1827 vom Her-zog Ferdinand v. Anhalt-Cöthen geadelt; starb ohne

Descendenz;

2) der Regier.-Präs. A. im ,T. 1833 vom Herzog Hein-rich v. A.-C.

Wappen: quadrirter Schild mit Mittelschild:gr. Baum im r. Blumentopf in g.

Feld. 1. gr. Dreiberg, aus der linken Unterecke her-vorgehend, in w. 2. schrägrechtsgestellter sch. Ankerin g. 3. schrägr. gest. g. Schlüssel, den Bart aufwärtsgekehrt, darüber ein g. Stern, in b. 4: sechsfach w. b.schräglinks getheilt.

Helm: Drei Straussfedern, b. g. b.

Helmdecken: g., b.

Var.: der Anker aufgerichtet, der Schlüssel quer-liegend ; F. 4: zwei b. Schräglinksbalken in w.

Alvensleben. (Tafel 1.)

Uradel der Mark Brandenburg; Stammgut Alvens-leben im jetzigen preussischen Kreise Neuhaidensieben.Das Geschlecht theilte sich bereits im Mittelalter indrei Linien, die weisse, schwarze, und rothe; die bei-den ersteren blühen noch, während die letztere längsterloschen ist. Man vergleiche: Wohlbrück, Geschichtedes Geschlechts v. Alvensleben, Berlin 1829. 3 Bde.

Wappen: Schild: zwei r. Balken in g. derobere mit zwei, der untere mit einer w. Rose belegt.

Helm: ein dreimal geasteter von g. und r. ge-spaltener Baumstamm, (richtiger dreimal bedornterStengel), welcher oben eine w. Rose trägt.

Helm decken: g., w , r. auch nur g., r.

Die ältesten Siegel zeigen den Schild dreifachquergetheilt, in der Mitte und im Schildesfuss mitden Rosen belegt; auf dem Helm nur die Rose ohneStengel.

Als Schildhalter zeigen sich seit dem vorigenJahrhundert zwei zurückschauende g. Löwen.

Als seltene Variante geben wir noch das Wappenwie es auf einem Stammbuchblatt Gebhard Wer-ner's v. A. 1625 vorkommt.

Basedow. (Tafel 1.)

Ludwig B., Anhalt - Dessau'scher Geh. Rath undPräsident, ist im J. 1833 vom Herzoge Leopold v. A.-D. geadelt.

Das Wappen ist das der ausgestorbenen Meklen-burgisch-Lübeckischen Familie v. Basedow.

Schild: dreifach getheilt; oben wachsender sch.Adler in r.; in der Mitte zwei rechtsgekehrte g. Hip-pen m. sch. Griffen in gr., unten r. leer.

Helm: die beiden Hippen gegen einander ge-wendet, dazwischen der wachsende sch. Adler.

He Im decken: r., g.-gr., 1. g.-r.

Var.: das obere und untere Feld g. Der Adlerauf dem Helm ganz. Auf dem Helm die Hippen ohneAdler. (Sig.)

III. 7.

Bohr. (Tafel 1.)

Der Geh. Finanzrath B. zu Cöthen ist im J. 1820vom Herzoge Ferdinand v. A.-C. nobilitirt.

Wappen: Schild: aufgerichteter sch. Bär in g. Helm: der Bär wachsend. Helmdecken: g.-sch.

Berenhorst. (Tafel 1.)

Georg Heinrich, nat. Sohn d. Fürsten Leopold I.v. Anhalt, geb. 26. Oct. 1733, erhielt um 1750 denReichsadel.

Wappen: Schild: schrägrechts aufwärts ge-hende r. Zinnenmauer (4 Zinnen) mit w. Mauerfugenund offenem g. Thor; über derselben klimmender sch.Bär mit g. Halsband und Krone, in g. Helm: derBär wachsend. Helm decken: g.-sch.

Biedersee. (Tafel 9.)

Anhaltischer Uradel; noch daselbst begütert.

Wappen: Schild: ein aus gr. Laub und vierr. Rosen gewundener Kranz in w. Helm: dieSchildfigur vor fünf w. Straussfedern. He Im de-cken: w.-gr.

Var.: auf dem Helm sieben, auch neun Federn.

Bodcuhatisen. (Tafel 1.)

Thüringischer Uradel; im Anhaltischen schon zuAnfang des 17. Jahrhunderts. Den Freiherrnstand er-hielt Franz Wilke v. B. vom Kaiser Leopold I. am20. August 1669. Letztere Linie ist erloschen, dochbedient sich jetzt eine andere wieder des freiherrlichenTitels und führt das 1669 ertheilte Wappen fort.

Stammwappen: Schild: drei rechtsgekehrte,r. Halbmonde in w. Helm: w. Säule, besteckt mitfünf w. r. wechselnden Straussfedern und von zweiauswärts gewendeten r. Halbmonden beseitet. Helm-d ecken: w.-r.

Dasselbe W. jedoch mit sch. statt r., führen diestammverwandten v. Hanstein.

Freiherrliches Wappen: Schild: quadrirt mitMittelschild, worin das St. - W. Feld 1: sch. gekr.Reichsadler in g. 2: drei r. Säulen nebeneinander,die mittlere gekrönt, die anderen oben je mit einerw. Kugel besetzt, in b. 3: unter einem durch Spitzenabgetheilten g. Schildeshaupt ein dürrer sch. Baum inb. 4: aufgerichteter sch. Bär mit g. Halsband in g.Drei Helme; 1) sieben Straussfedern, r. w. wechselnd.2) Der Reichsadler. 3) Der Bär des 4. Feldes wach-send. Helmdecken: w.-r.

Brand v. Lindau. (Tafel 1.)

Anhaltischer Uradel; Stammsitz Lindau. Seit meh-reren Jahrhunderten im Magdeburgischen und in derProvinz Sachsen begütert.

Wappen: Schild: getheilt; oben gr. Linde inw.; unten drei w. Schrägbalken in sch. Helm:sch. offener Flug, in Form aufsteigender Sparren mitden 3 w. Schrägbalken belegt. Helmdecken:w. - sch.

Die Zahl der Schrägbalken variirt; statt dersel-

1