Druckschrift 
Bd. 3, Abth. 7 (1869) Der Adel des Herzogthums Anhalt
Entstehung
Seite
6
Einzelbild herunterladen
 

6

ANHALTER ADEL.

und 3: w. Querbalken, von drei w. Halbmonden(2. 1.) begleitet, in r. Zwei Helme: 1) Helmdes St.W. 2) drei Straussfedern r. w. r. Helm-decken: g.-b., w.-r.

c) Schild: quadrirt mit Mittelsckild; letzteres ge-spalten, vorn halber sch. Adler in g., hinten w.Balken von drei Halbmonden begleitet in r. Feld1 und 4: die gr. Cedernuss in g.; 2 und 3: die g.Sonne (al. achtstrahliger Stern) in b. Helm:vor zwei w. oben mit je einer Cedernuss besteck-Büffelhörnern wachsender sch. Adler. Helm-decken: g.-b., w.-r.

Als Varianten sind noch zu erwähnen:

1) Schild quadrirt; 1 und 4: Sonne, 2 und 3: Ce-dernuss, ohne Mittelschild. Helm wie a.

2) 1 und 4: Sonne, 2 und 3: Cedernuss; im übrigenwie c. (Siegel mit Autograph d. d. Dessau 1738.)

Rausclieuplsitt. (Tafel 6.)

Text siehe beim Braunschweigischen Adel.

Reclienberg, Fhr. (Tafel 6.)Schlesisch-Sächsischer Uradel, mit denen v. Haug-witz stammverwandt.

Freiherrnstand durch Kaiser Ferdinand I. am 15.März 1534 für Hans v. R.

Freiherrnstand und Wappenvermehrung durch K.Mathias am 12. Nov. 1312 für Melchior v. R.

Freiherrnstand vom Kaiser Ferdinand III. am 17.Febr. 1656 für Johann Georg v. R.

Stammwappen: Schild: sch. Widderkopf, g.gehörnt (Profil) in r. Helm: wachsender Widder.

Helm decken: r.-scli. (auch g.-sch.)

Vermehrtes (freiherrl.) Wappen : quadrirter Schild;F. 1 und 4: halber sch. Adler an die Spaltungsliniegeschoben in g. 2 und 3: der Widderkopf jedoch g.gekrönt und mit drei Straussfedern g. sch. g. besteckt.

Zwei Helme: auf jedem der wachsende Widdermit Krone und Federn wie im Schilde. Helmde-cken: g.-sch., w.-r. (richtiger sch.-r.)

Die Böcke auf den Helmen springen sowohl imDiplom als auf Siegeln (höchst unlieraldischer Weise)ausw ärts.

Reina, Graf. (Tafel 6.)

Therese Emma von Erdmannsdorf!', morganatischvermählt am 4. Octbr. 1831 mit dem Prinzen GeorgBernhard von Anhalt, wurde nebst ihren Kindern inden Anhaltischen Grafenstand erhoben unter Beilegungdes Namens Reina.

Wappen: Schild: quadrirt Mittelschild; inletzterem auf gr. Boden eine w. Burg mit r. Dach inb. I.und4: gespalten von r. und sch. (Erdmannsdorf!.)2 und 3: r. Ring in w. (?) Drei Helme: in derMitte: zwei schräggekreuzte Fahnen; rechts und links:drei (al. 2) Straussfedern, Helm decken?

Renthe. (Tafel C.)Der Anhalt-Cöthen'sche Regier.-Präsid. R. geb. 1762,f 1835, wurde im J. 1820 vom Herzoge Ferdinand v. A.-C.in den Adelstand erhoben.

Wappen: Schild: quadrirt von g. und b. mitHerzschild, worin ein gr. Baum im r. Kübel in w.Helm: Figur des Herzschildes. Helmdecken:g.-gr., g.-b.

Reutlie-Finclt. (Tafel 7.)

Im Jahre 1835 wurde dem Königl. Preuss. Lieute-nant v. R., Sohn des Obigen, gestattet , Namen undWappen derer v.Fink mit dem seinigen zu vereinigen;er besass das Stammgut dieser märkischen Familie.

Wappen: Schild: gespalten w.-gr.; Herzschild:auf einem w. Baumast sitzender Finke, in r. Helm:drei Straussfedern, wohl r. w. gr. Helm decken:w.-r., w.-gr.

Ro<lc. ( Tafel 7.)

Der Anhalt-Dessauische Cabinetsrath R. wurde imJahre 1803 nobilitirt.

Wappen: Schild: w. Schrägbalken, mit drei r.Rosen belegt, in g. (al. in b,) Helm: sch. Flügel.Helmdecken: wahrscheinlich w.-r.

Röder. ( Tafel 7.)

Anhaltischer Uradel; daselbst seit 1349 zu Harz-gerode und seit 1654 zu Hoym begütert; in früherenJahrhunderten stets Roder genannt. Nicht (wie häufiggeschehen) mit mehreren Geschlechtern gleichen oderähnlichen Namens, die sich durch ihre Wappen un-terscheiden , zu verwechseln. Indessen ist eine Stam-mesgemeinschaft mit denen v. Röder in Thüringen,welche im r. Schilde einen sch. mit drei r. Rosen be-legten Schrägbalken und auf dem Helm ein thurmar-tiges Gefäss führen, anzunehmen.

Wappen i): Schild: w. Schrägbalken, mit dreir. Rosen belegt, in r. Helm: r. Adlerflügel.Helm decken : w.-r.

Ssildcrii. (Tafel 7.)

Braunschweigischer Uradel. Dem OberamtmannJohann Julius v. S. zu Neuhaus wurde am 23. Febr.1744 der Adel renovirt.

Wappen: Schild: r. Rose in g. Helm:sch. Adlerflug. Helm decken: g.-r.

And.: b. Rose in w., b. Flug, Helmd. w.-b.

Sahmilli. (Tafel 7.)

Heinrich Beringer, Dr. theol. zu Leipzig, erscheintzuerst mit dem Prädicat: v. Salmuth. Johann Volradv. S., Anhaltischer Reg.-Präs., erhielt im J. 1818 denFreiherrnstand. Begüt. zu kl. Badegast bei Cöthen.

Wappen: Schild: w. geharnischter Arm, dreiw. Tulpen al. Lilien haltend, in b. Helm: dieSchildesfigur wachsend. Helmdecken: w.-b.

Das freiherrl. W. zeigt denselben Schild; überdemselben drei Helme, in der Mitte der des Stammw.,die beiden äusseren je mit drei Straussfedern (b. w. b.)besteckt.

Var.: im b. Schilde ein von drei Lilien begleite-ter Sparren; Helm : der Arm.

Schiitzcll. (Tafel 7.)

Hessisch-Thüringischer Uradel.

Wappen: Schild: gespalten r.-g., darin w.Löwe mit zwischen den Beinen durchgeschlungenemSchweif. Helm: fünf Straussfedern, r. g. wech-selnd. Helmdecken: g.-r.

Var.: w. Greif in r.: Helm: fünf, al. drei Strauss-federn, r. w. wechselnd.

Scliicrstedt. (Tafel 7.)

Anhaltisch-Magdeburgischer Uradel; der gleich-namige Stammsitz in der Gegend von Aschersleben,

Wappen: Schild: drei schräggestellte aufwärtsfliegende w. Armbrustbolzen in b. Hei m: vor einemgr. belaubten Baum (urspr. Wohl hoher Hut oder Spi-cket mit Pfaufedern) ein schräggestellter Bolzen.Helmdecken: w.-b.

Var.: statt der Bolzen Pfeile; diese auch im w.-b.gespaltenen Schilde.

Den Baum zeigen bereits Siegel d. a. 1538,1614,1640.

Schniirbeiii. ( Tafel 7.)

Balthasars, aus Augsburg wurde im J. 1697 vomKaiser Leopold in den Adelstand erhoben; der Polnisch-Sächsische Geh. Kriegsrath Gottfried v. S., Enkel desVorigen, erhielt am 10. Juli 1741 den Freiherrnstand.

1) Bisher noch in keinem Wappenbuche publicirt.