ANHALTER ADEL.
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(Dieses Wappens bediente sich (laut Autograph)das erste in Anhalt vorkommende Mitglied dieserFamilie.)
Vermehrtes (freiherrliches) Wappen: Schild:quadrirt: 1: Hermelin, leer. 2: drei g. Aehren an be-blätterten Stielen nebeneinander in r. 3: g. Rose inr. 4: drei r. Kugeln (2. 1.) in g. — Helm: zwischenzwei g. Aehren die drei Kugeln zu 1. 2. aufeinandergelegt. — Helmdecken: g.-r.
Anderes: 1) die Rose. 2) Hermelin von zwei r.Balken überdeckt. 3) die Kugeln. 4) die Aehren. Helmwie vor.
Ein drittes: 1") Hermelin, leer, u. s. w. wie dasfreiherrl. nr. I. — Zwei Helme: 1) Kugeln und Aeh-ren. 2) g. Rose vor drei r. Straussfedern.
Eine vierte Variante zeigt gleichfalls den Schildwie bei I, doch die Rose w.; letztere zeigt sich aufdem Helm an Stelle der oberen Kugel.
Maltitz. (Tafel 5.)
Sächsischer, auch im Brandenburgischen und inSchlesien seit mehreren Jahrhunderten ansässiger Uradel.
Wappen: Schild: von sch. und w. achtfachquergetheilt. — Helm: gestürzter, von sch. und w.mehrfach gestreifter, i\ aufgeschlagener Hut, oben mitsechs sch. Hahnfedern besteckt. — Helm decken:w. - sch.
Var.: Die Art der Theilung des Schildes weichtoft sehr ab, bald 8- bald 10-fach getheilt, bald 3, 4und mehr Balken.
Marecs. (Tafel 5.)
de Markes. Französischen Ursprunges; in derProvinz Preussen begütert und im Königreich bedien-stet; letzteres auch in Anhalt, woselbst die Familieum 1830 den Adelstand (oder eine Anerkennung des-selben?) erhielt.
Wappen: Schild: auf Wellen eine w. Seejung-frau, mit der Rechten einen g. Spiegel haltend. —Helm: die Schildfigur, statt des Spiegels einen ab-wärts gekehrten Dreizack haltend. — Helm decken:w. - b.
Var.: die Jungfrau im Schilde ohne Spiegel, stattdessen mit g. Kamme das Haar kämmend. Auf demHelm ein Meermann, den aufgerichteten Dreizack aufdie Helmkrone stützend.
Mey. (Tafel 5.)
Briefadel. Näheres über den Ursprung ist z. Z.unbekannt.
Wappen: Schild: quadrirt; 1: vierfach getheilt,r. g. w. sch. 2: gekr. g. Löwe in r. 3: sch. Adler ing. 4: gespalten b.-w.; auf der Linie g. Sonnenblumean beblättertem Stengel. — Helm: wachsender gekr.r. Löwe, g. Sonne in den Pranken haltend. — Helm-decken: g.-r., w.-b.
Minckwitz. (Tafel 5.)
Sächsischer Uradel, auch in der Lausitz, in Schle-sien und Preussen vielfach begütert. Bed.
Wappen: von w. und sch. mit Spitzen gespalte-ner Schild.— Helm: w.-r. quadrirte Kugel, bestecktmit fünf w. und sch. wechselnden Straussfedern. —Helmdecken: w.-sch.
Morgenstern. (Tafel 5.)
Vom Herzog Leopold von Anhalt-Dessau im Jahre1836 nobilitirte Familie.
Wappen: Schild: schrägrechtsgestellter sch.?Morgenstern (Streitkolben) in w.— Helm: drei wach-sende gr. Blätter. — Helmdecken: w.-sch.?
Dagegen nach einer anderen Angabe:
Schild: b. Schrägbalken mit drei Sternen belegtin g. — Helm: sechs (sch.?) Hahnenfedern, darüberein Stern schwebend. — Helmdecken: g.-b. (?)
III. 7.
Normann. (Tafel 5.)
Pommerischer Uradel, der Insel Rügen entstam-mend.
Wappen: Schild: quergetheilt; oben wachsen-der sch. Adler in w., unten drei Rauten nebeneinanderin b. — Helm: Pfauenschweif; vor demselben zweischräggekreuzte g. Grabscheite. — Helm decken: w.-r.
Var.: die Grabscheite neben dem Pfauenschweifaufgerichtet.
Statt des Pfauenschweifs: drei Straussfedern, vordenselben zwei gekreuzte Pfeile, (ex sig.)
Oppen. (Tafel 5.)
Uradel; vornehmlich in der Provinz Brandenburgund in der Niederlausitz, aber auch bereits im 14.Jahrb. in Anhalt begütert. Daselbst seit 1680 aufJütrichau bei Zerbst.
Wappen: Schild: w.Andreaskreuz, in der Mittemit einer r. Rose belegt, in h. — Helm: b. hoherHut, w. aufgeschlagen, belegt mit aufwärtsgekehrtemw. Halbmond; oben gekrönt und mit drei Straussfe-dern w.-r.-b. besteckt; umgeben von einem Kreise w.-r.wechselnder Rosen. — Helmdecken: w. r. b.
Die Varianten des Helmschmucks sind zahlreich;häufig ist der Hut oben mit dem Halbmond besetztund statt der Straussfedern erscheint ein Pfauen-schweif, statt der Rosen — Kugeln.
Parteiu. (Tafel 6.)
Uradel der Provinz Preussen; in Anhalt bedienstet.
Wappen: Schild: getheilt; oben: wachsendersch. (al. w.) Brackenrumpf in g.; unten g. Stern in b.— Helm: der Brackenrumpf. — Helmdecken:g. -sch.
Pfeilschifter. (Tafel 6.)
Der Legationsrath Pf. ist im Jahre 1829 vom Her-zoge Ferdinand v. Anhalt - Cöthen in den Adelstanderhoben.
Wappen: Schild: quadrirt mit Mittelschild; letz-terer w.-b. gespalten, darin zwei schräggekreuzte ge-stürzte g. Pfeile. 1 und 4: gr. gemeines Kreuz in w.2 und 3: g. fünfblättrige Krone in r. — Helm: fünfStraussfedern, gr. w. r. w. gr. — He Im decken: g.-sch. (sie!)
Pöllnitz. (Tafel 6.)
Sächsischer Uradel. Stammsitz Pöllnitz im Wei-mar'schen.
Wappen: Schild: b. Sparren in w. — Helm:Büf felhörner, b.-w. quadrirt. — Helm decken: w.-b.
Rath. (Rathen.) (Tafel 6.)
Anhaltischer Uradel. Jetzt nur noch bedienstet.
Wappen: Schild: quergetheilt; oben zwei g.Sterne, in b. unten w., leer. — Helm: zwischen zweib. Straussfedern die zwei Sterne übereinander. — Helm-decken: g.-b.
Var.: Die Sterne w.
In b. w. Strom, darüber zwei Sterne.
Raumer. (Tafel 6.)
Der Anhaltische Regierungsdirector Friedrich Gott-lieb R. erhielt im Jahre 1692 Renovation des Adelsseiner aus der Pfalz stammenden Familie; desgl. des-sen Neffe Johann Georg im J. 1708.
Es existiren drei verschiedene Wappen:
a) Schild: gespalten; vorn g. Sonne in b. hinten
aufgerichtete gr. Cedernuss in g. — Helm: h.
Büffelhörner, je an den Mundlöchern mit einer gr.
Cedernuss besteckt, dazwischen die g. Sonne. —
Helm decken: g.-b.
b) Schild: quadrirt mit Mittelschild, worin obiges
Stammwappen. F. 1 und 4: sch. Adler in g. 2
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