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ANHALTER ADEL.
"Wappen: Schild: g. Lilie in r. — Helm: dieg. Lilie, oben mit drei g. Sternen besetzt und jeder-6eits von einer nat. Seejungfrau gehalten. — Helm-decken; g.-r.
Auf Siegeln erscheinen die Sterne stets über derLilie schwebend; dies dürfte jedoch eine heraldischeUnmöglichkeit sein.
Koseritz. (Tafel 4.)
Sächsischer Uradel. Bedienstet.
Wappen: Schild: w. Büffelkopf en face in b.— Helm: Schildesfigur. — Helmdecken: w.-b.
Kraewel. (Tafel 4.)
Christian Friedrich David Kr. (f 1841 als Kgl.Preuss. Oberstlieutenant) wurde am 13. Mai 182C vomKönig Friedrich Wilhelm von Preussen in den Adel-stand erhoben. Bed.
Wappen: Schild: durch eine aufsteigende Spitzegetheilt; vorn: sch. Adlerflügel in w.; hinten: gr. Klee-blatt in g.; Spitze: r.-b. gespalten, darin zwei schräg-gekreuzte g. Kanonenläufe. — Helm: vor fünf sch.w. wechselnden Straussfedern ein geharnischter Armmit Schwert. — Helm decken: w.-r., g.-b.
Krosigk. (Tafel 4.)
Anhaltischer Uradel; daselbst wie im Königr. Sach-sen und im Magdeburgischen seit langen Zeiten an-gesessen.
Wappen: Schild: drei übereinander liegende,mit der Schneide nach unten gewendete r. Messer (al.Pflugscharen), in w. — Helm: zwei drgl. mit derSchneide auswärts gekehrte r. Messer, mit g. Querbal-ken belegt. — Helm decken: w.-r.
Der g. Balken am Helmschmuck fehlt sehr häufig,
Kügclgen. (Tafel 4.)
Die Gebrüder K., Mitglieder der Academie zu St.Petersburg, erhielten im J. 1682 den Reichsadelstand,(glicht Renovation.) Bed.
Wappen: Schild mit w. Bordüre, belegt mitmit 8 b. Kugeln. Rechtsgewendeter Mannskopf inProfil, w. in b. — Helm: der Kopf zwischen offenemb. Fluge. — Helmdecken: w.-b.
Küster, Fhr. (Tafel 4.)
Der Anhalt-Cöthen'sche Geschäftsträger in St. Pe-tersburg K. wurde im J. 1843 vom Herzog Heinrichvon A.-C. in den Adel- und Freiherrnstand erhoben.
Wappen: Schild: g. Schräglinksbalken, be-gleitet von 12 (oben 3. 2. 1, unten 1. 2. 3) aufrechtgestellten g. Schindeln, in b. — Helm: Büffelhörner,b.-g. quadrirt. — Helmdecken: g.-b.
Larisch. (Tafel 4.)
Schlesischer Uradel; aus diesem Geschlecht erhiel-ten den Freiherrnstand: Johann Friedrich am 4. Aug.1654; die Gebrüder Franz Joseph und Karl Ludwigam 22. April 1720; — Grafenstand im J. 1748. SeitKurzem in Anh. bed.
Wappen: Schild: ein aufgerichtetes Scepter,begleitet von zwei einwärts gekehrten w. Hippen mitg. Stielen in r. — Helm: drei Straussfedern. r. g. r.— Helmdecken: g.-r.
Var.: in einem Wappenbuch-Mscr. a. d. Anfangdes 17. Jahrh. befindet sich dies W. mit der Ueber-schrift „Larisch von Elgott" *), jedoch die Straussfe-dern r. g. w. Daneben mit der Ueberschrift „Job.Ludolf! Larisch" dasselbe, jedoch stets b. statt r. unddie Federn b. g. b. —
Lattorff. (Tafel 4.)
Anhaltischer, auch in der Mark seit mehreren
1) = Ellguth, alte Besitzung der Familie inSchlesien.
Jahrhunderten ansässiger, Uradel. Begüt. auf Kliekenbei Coswig.
Wappen: Schild: ein sechsfach von g. und r.gewundener Kranz, aussen mit sechs, je aus dreiAeh-ren bestehenden, g. Büscheln besteckt, in w.— Helm:der Kranz, jedoch oben offen. — Helm decken:g.-w.-r.
Anm. Das Wappenbild ist wahrscheinlich auf dieUrform eines Schildbeschlags zurückzuführen, (vgl. Bie-dersee) also ein Ring von dem strahlenförmig Streifennach dem Schildesrande zu ausgehen.
JLengerke. (Tafel 4.)
Hannöverisches Patrizier-Geschlecht, aus Bremenstammend.
Wappen: Schild: natürl. Falke, r. verkappt,auf braunem, aus dem rechten Schildesrand hervorge-hendem, Aste sitzend, in w. — Helm: offener Flug,b.-w. quadrirt, dazwischen der Falke. — Helmde-cken: w.-b.
So nach Grote hannöv. Wappenbuch. Dagegenfindet sich auf Siegeln der Ast meistens freischwebend,der Falke zurücksehend ohne Kappe nur mit r. Schleifeum den Hals, und mit g. Schellen an den Fängen.Helm: fünf Straussfedern. Wir geben diese Varianteunter Braunschweig.
Ein Siegel von 1694 und ein anderes von 1731zeigt den Falken auf dem Helm ohne den Flug; nochein anderes: Pfauenschweif als Kleinod.
Lmdemanii Flur. (Tafel 4).
Gottfried L., Kursächs. Hof- und Justizrath, undLevin L. Oberaufseher der Thüring. Salinen, erhielten— jener im Jahr 1783, dieser i. J. 1784 die Renova-tion des Adels. Reichsfreiherrn 1790.
Stammwappen: Schild: getheilt; oben wach-sender w. (al. g.) Adler in r. unten gr. Lindenblatt ing.; sch. Bordüre, belegt mit 14 g. Kugeln. — Helm:wachsender r. Adler. — Helmdecken: g.-r.
Freiherrl. Wappen: Schild: wie St.-W.; die Bor-düre b. (al. sch.) mit 18 (al. 14) g. Kugeln belegt. —Zwei Helme: 1) wachsender r. Adler; 2) das Blattzwischen offenem, rechts g. links b., (al. sch.) Fluge. —Helmdecken: w.-r., — g.-b. — Schildhalter: zu-rücksehende g. Löwen.
Bei dem Stammwappen fehlt häufig der Schil-desrand.
Lüben. (Tafel 4.)
Märkisch-Lausitzischer Uradel. Johann Friedricherhielt 1642 den Reichsfreiherrnstand nebst Wappen-vermehrung. Früher auch in Anh. beg.
Wappen: quergetheilter Schild; oben: wachsen-der nackter Mohr (al. Mohrin) mit w.-r. gewundenerKopfbinde, in b. unten Schach, r.-w. — Helm: derwachsende Mohr. —- Helm decken: w.-r.
Var.: die Zahl der Felder des Schach's ist sehrverschieden. — In einem Wappenbuch aus der Mittedes 15. Jahrh. zeigt der Schild innerhalb einer in zweiReihen von w. und r. geschachten Bordüre ein Brust-bild, dessen Kleidung einmal getheilt und zweimal ge-spalten von w. und r. erscheint. —
Die (übrigens seit mehren Jahrhunderten gebräuch-liche) blaue Tingirung des oberen Feldes ist wohldurch Oxydirung des ursprünglichen Silber's ent-standen.
Loen, Frhr. (Tafel 5.)
Alte aus Geldern nach Preussen gekommene undbereits seit längerer Zeit auch in Anhalt blühendeFamilie, welche am 28. März 1635 den Reichsfreiherrn-stand erhielt.
Stammwappen: Schild: quadrirt; 1 und 4:H ermel in, leer. 2 und 3: r. Rose in g. — Helm: vorfünf g. Straussfedern die Rose.— Helmdecken: g.-r.