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Bd. 3, Abth. 7 (1869) Der Adel des Herzogthums Anhalt
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ANHALTER ADEL.

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durch Diplom d. d. Cassel 10. Juli 1813; er starb alsK. Wirkl. Geh. Justizrath zu Berlin 1842. Dessen Sohnstarb als Herzogl. Anh. Geh. St.-Minister a. D. im Juni1869.

Wappen: quadrirter Schild mit w. Mittel-schild worin drei r. Rosen (1. 2.)

F. 1 : Schach von w. u. b. 2: r. Fürstenhut mitHermelin aufgeschlagen, in g. 3: gekr. sch. Adler inw. 4: ein Bündel Fasces, in welchem ein die Schneideeinwärtskehrendes w. Beil steckt, in g. Helm: dreir. Rosen an gr. beblätterten Stengeln. He Im de-cken: w.-r., w.-b. fauch: w..b., w,-sch.")

Auf Siegeln ruht über dem Schilde die franzö-sische Baronskrone, und das W. liegt auf zwei schräg-gekreuzten Schwertern; der Helm dann mit Wulst.Das Schachfeld auch w.-r.

Gross, Flir. (Tafel 2.)

Schweizer Adel. Der holländische General FranzGabriel v. G. erhielt im Jahre 1783 den Reichsfrei-herrn-Stand, in Anh. bedienstet.

Wappen: Schild: in b. ein r. Sparren, begleitetoben von zwei g. Sternen, unten von w. beflügelter g.Kugel, welche mit einem w. Anker besetzt ist.Helm: der w. Anker zwischen offenem b. Fluge.Helm decken: g.-b. Schildhalter: g. Greifen.

Härder. (Tafel 2.)

Daniel, Carl Lorenz und Johann Agathius H. wurdenam 15. Juli 1756 von Kaiser Franz I. geadelt. InPommern begütert, in Anh. bed.

Wappen: Schild: schrägrechts getheilt durcheinen g. Balken, belegt mit r. besetzten und befieder-ten w. Pfeil. Oben drei g. Sterne (2. 1.) in b. Untenauf gr. Hügel w. Zinnenthurm mit drei Fenstern in r.

Helm: offener sch. Flug, jeder Flügel mit einemg, Stern belegt; der dritte Stern schwebt dazwischen;der Pfeil des Schildes ist schrägrechts durch den Fluggesteckt. Helmdecken: rechts w.-r., links g.-b.

Var.: auf den Flügeln des Helms fehlen die Sterne.

( ig-)

Haza - Radlitz, Fhr. (Tafel 3.)

Schlesisch-Polnischer Uradel, auch v. Hase genannt.Ueber die Erwerbung des Freiherrnstandes ist z. Z.Näheres nicht bekannt. Bedienstet.

Wappen: Schild: aufspringender g. Hase in b.

Helm: fünfb. (al. b. g. wechselnde) Straussfedern.

Helmdecken: g.-b.

Hedeuiann. (Tafel 3.)

Hermann Friedrich H. erhielt am 15. Jan. 1653von K. Ferdinand III. den Reichsadelstand, al. dieErneuerung des alten Adels. Bed.

Wappen: Schild: oben zwei mit den Stielengekreuzte g. Kleeblätter, unten ein drgl. aus einem imSch.-Fuss liegenden g. Baumstamm aufwachsend, in r.

Helm: drei g. Kleestengel. Helmdecken: g.-r.

Var.: die Kleeblätter gr. (Mecklenb. und dänischesWappenbuch).

lleimrodt. (Tafel 3.)

Ein nat. Sohn des Kurfürsten Friedrich Wühlern I.von Hessen erhielt unter diesem Namen um 1775 denReichsadelstand. Bed.

Wappen: schräg-gevierteter Schild; oben undunten getheilt, oben w. 8-strahliger Stern in r., un-ten g. leer; rechts und links, einwärtsgekehrter liegen-der g. Löwe, in b. Helm: geschlossener sch. Flug,belegt mit einer g. Scheibe, in welcher ein aufgerich-teter b. Löwe. Helmdecken: g.-r.

Schildhalter: mit Fürstenhüten gekrönte g.Löwen.

Helit'eld. (Tafel 3.)

Der Sachsen-Weimar'sche Geh.-Rath H. zu Jena

erhielt im Jahre 1764 vom Kaiser Franz I. den Reichs-adelstand; durch König Friedrich Wilhelm III. wurdedie Familie am 10. und 26. Mai 1821 in Preussen alsadlig anerkannt.

Wappen: Schild: gespalten; vorn vier aus derSpaltungslinie hervorgehende g. Aehren über einanderin sch.; hinten drei r. Rosen halbkreisförmig überein-ander in w. Helm: Büffelhörner, r.-sch. quadrirt,dazwischen die 4 Aehren. Helm decken: g.-sch.,w. - r.

Holy. (Tafel 3.)

Schlesischer Uradel, zur polnischen Wappengenos-senschaft Leszczyc gehörend. Bed.

Wappen: Schild: g. Strohdach auf vier w. Pfo-sten ruhend. Helm: die Schildfigur schräggestellt.

Helm decken: g.-r.

Hominer. (Tafel 3.)

Dem Bischof zu Trier Joseph von II. wurde vomKönig Friedrich Wilhelm III. von Preussen am 7. Au-gust 1823 eine Anerkennung des Adels zu Theile. Bed.

Wappen: Schild: getheilt; oben wachsendernaturfarbener Storch in w.; unten drei gr. Kleeblätter(2. 1.) in b. Helm: der wachsende Storch.Helmdecken: w.-b.

Kalilden. (Tafel 3.1

Mecklenburgisch - Pommerischer Uradel.

Wappen: Schild: r. Löwenkopf en face in w.

Helm: Schildfigur. Helmdecken: w.-r.

Kautzsch. (Tafel 3.)

Anhaltisch-Magdeburgischer Uradel; daselbst nochjetzt begütert.

Wappen: Schild: laufender r. Fuchs, rück-wärtsblickend und eine w. Katze im Maul tragend,in g. Helm: der Fuchs mit der Katze sitzend.Helmdecken: g.-r.

Var.: sch. Wolf, ein Schaf tragend, i

Fuchs mit Huhn. 1 ex sig.

Hund mit Katze.

Kemnitz. (Tafel 3.)

Uradel der Mark Brandenburg; daselbst früher imLande Barnim angesessen. Auch in Pommern und ander Saale blühend. Eine Adels-Renovation datirt vom16. Juni 1804.

Wappen: Schild: w. Schrägbalken mit dreir. Rosen belegt in r. Helm: drei r. Rosen an gr.beblätterten Stielen. Helmdecken: w.-r.

Kersten. (Tafel 3.)

Der Anhalt - Bernburgische Geheimrath K. wurdeim J. 1828 vom Herzoge Alexius Friedrich Christianin den Adelstand erhoben.

Wappen: gevierteterSchild; F. 1: schrägrechtsgelegter sch. Weinkerst. in w. 2: sch. Steinbock aufgr. Hügel in g. 3: wachsendes w. Pfeileisen, darübereine g. Waage, in b. 4: Schach von 16 Feldern, r.-w.

Helm: wachsender sch. Steinbock. Helm decken:w.-r., g.-sch.

Knobelsdorf. (Tafel 3.)

Schlesischer Uradel; auch in Brandenburg, Preus-sen und Pommern begütert. Auch in mehreren Liniengefreit.

Wappen: Schild: b.Balken, mit drei w.Schräg-streifen belegt, in r. Helm: Flug mit der Schil-desfigur. Helmdecken: w.-r.

Var.: auf dem r. Fluge b. Schrägbalken mit dreiw. Pfählen belegt.

Das freiherrl. Wappen siehe unter Preussen. BandIII. 1. Heft 4.

Korlf. (Tafel 3.)

Westphälischer Uradel; in mehreren Linien gefreitund gegraft.