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ANHALTER ADEL.
ben erscheinen auch im 16. und 17. Jahrhundert dreischräggestellte sch. brennende Baumstämme in w.
Brandt, Fhr. (Tafel 1.)
Auch: Brand gen. Flender. Um 1600 nobilitirt.Blühen auch in Baiern. Aus dieser Familiewurde durch Diplom d. d. Dessau, 19. Aug. 1862 demlierzogl. Kammerherrn, etc. Albert v. B. die Führungdes Freiherrn-Titels gestattet.
Wappen: gespaltener Schild; vorn: aufgerich-teter, jederseits dreimal geasteter, oben brennender g.Baumstamm iD b; hinten aufgerichteter sch. Mauer-anker (einer Wolfsangel ähnlich) in w. — Helm:zwei auswärts gekehrte g. Brände wie der im Schilde,vor offenem Fluge, rechts w., links sch., dazwischender Maueranker. — Helm decken: g.-b, — w.-sch. >Bei dem freiherrl. W. fehlt der Flug.
Brauu I. (Tafel 1.)
Braun v. Schönau. Schlesischer Uradel; da-selbst vielfach begütert. Seit längerer Zeit auch inAnhalt blühend.
Wappen: Schild: drei gabelförmig gestellte indes Schildes Mitte zusammenstossende r. Rauten in w.— Helm: drei gestürzte r. Fische, dazwischen zweiw. Straus sfedern. — Helmdecken: w. r.
Erhebungen in den Freiherrnstand haben stattge-funden im Jahre 1573 und am 31. Dezemb. 1699, mitVermehrung des Wappens, (s. Taf. 1) nämlich:
Schild: quadrirt; 1 u 4: St.-W. 2 u. 3: schräg-getheilt sch. über g. Darin doppeltgeschwänzter Löwegewechselter Tinctur. — Zwei Helme. 1) St.-W. 2)Der Löwe. — Helmdecken: w.-r., g.-sch.Var.: Letzterer Schild, doch nur der 1Helm 1. r
Helm 1 : Zwei Straussfedern zwischen >ex sigillis.zwei Fischen. I
Fünf gestürzte Scepter. *
Brauu II. (Tafel 2.)
Der Anhalt - Bernburgische Kammer - Präsident B.ist im Jahre 1830 vom Herzoge Alexius Friedrich Chri-stian in den Adelstand erhoben.
Wappen: Schild getheilt; oben drei „braune"Pferdeköpfe (1. 2.) in w. unten drei purpurne, beider-seits g. eingefasste Pfähle. — Helm: (nach dem Di-plom:) sch. Wulst, mit den Pfählen des unteren Fel-des belegt. Letztere wiederholen sich auf jedem Flü-gel eines offenen Fluges, zwischen welchem sich einbr. Rossrumpf zeigt. — Helmdecken: g.-purp.
Brauubehrens. (Tafel 2.)
Zwei Nobilitirungen:
a) für den ohne Descendenz verstorbenen AmtsrathB. vom Herzog August Christian Friedrich vonAnh.-Kothen, im J. 1811.
b) für den Amtsrath B. auf Giersleben, Vetter desVorigen, vom Herzog Heinrich v. A.-C. im J. 1835.Wappen: Schild: zwei w. gewellte Schräg-linksbalken in sch. — Helm: wachsender sch. Bärmit g. Halsband. — Helmdecken: w.-sch.
Brunu. (Tafel 2.)
Der Geheime Medicinalrath Dr. Brunn ist im J.1835 vom Herzoge Heinrich von Anhalt-Cöthen in denAdelstand erhoben.
Wappen: Schild: g. Ziehbrunnen mit g. Dachin b. — Helm: Büffelhörner, g.-b. quadrirt, dazwi-schen ein b. Stern. — Helmdecken: g.-b.
v. <1. Busche-Lohe. (Tafel 2.)
Text und Wappen - Blasonirung siehe später beidem Hannöverischen Adel. —
Cohn, Fhr. (Tafel 9.)
Moritz Cohn, gegenwärtig Kgl. Preussischer
und Herzoglich Anhaltischer Hofbauquier und Finanz-rath, wurde am 21. Februar 1869 vom Herzog Ernstvon Sachsen-Coburg-Gotha in den Adels- und Frei-herrnstand erhoben.
Wappen: (ex cop. dipl.) Schild: g. Rad, bei-derseits mit einem g. Flügel besetzt, auf welchem einw. Kranich steht der in der rechten Kralle einen Steinhält, in r.; darüber im b. Schildeshaupt eine hintereinem gr. Hügel aufgehende g. Sonne. Ueber demSchilde die Freiherrnkrone. — Helm: die Schildes-figur. (Rad, Flügel und Kranich.) — Helm decken:g.-b., g.-r.
Schildhalter: rechts die allegorische Figur desFleisses in weissem Unterkleid und braunem Mantelmit ihren Attributen, Spindel und Bienenkorb; links„die Treue" in hellblauem Kleide mit gelblich weis-sem (sie) Mantel; ihr zur Seite ein Hund.
Devise: Thätig und treu, (schwarze Buchstabenauf pergamentfarbigem blau eingefassten Bande). —
Framer, Fhr. (Tafel 2.)
Johann Ulrich v. C., Professor zu Marburg,später Kammergerichts-Assessor, ward am 6. Juli 1745vom bairisohen Reichsvicariat in den Freiherrnstanderhoben.
Wappen: quadrirter Schi 1 dmit Mittelschild,in welchem ein wachsender gekrönter r. Löwe in g.1 u. 4: wachsender Mann, g. gekleidet mit b. Kuirassund b. Sturmhaube, mit der einwärts gekehrten Handeine Fackel, mit der anderen ein über die Schultergelegtes w. Füllhorn haltend, in r. 2 u. 3: w. Ankerin b. — Zwei Helme: rechts der Mann des 1. u. 4.Feldes, links wachsender gekr. r. Löwe, einen w. An-ker tragend.— Helmdecken rechts g.-r., links w.-b.
Dabclow. (Tafel 2.)
Christian Dabelow, geb. zn Neu-Buckow inMecklenburg, Anhalt-Cöthen'scher Geh. Staatsrath undStaatsminister, ward im J. 1811 vom Herzog v. A.-C.in den Adels- und Fveiherrnstand erhoben.
Wappen: Schild: quadrirt; 1 und 4: zum Fluggeschickte w. Taube in r. 2: w. geharnischter Arm,aus dem Schildesrand hervorgehend und einen g. Ringemporhaltend, in b. 3: w. schrägrechtsgestellte Pfeil-spitze in b. •— Helm: die w. Taube. — Helmde-cken: w.-r.
Daricsz. (Tafel 2.)a uch Daries, Darietz. Ursprung z. Z. unbekannt,nach einer Angabe aus Russland stammend, nach An-deren von König Friedrich II. von Preussen nobilitirt.In Anh. vorübergehend bedienstet.
Wappen: Schild: gr. Baum auf gr. Boden inw. — Helm: geharnischter Arm mit Schwerdt. —Helmdecken: w.-gr.
Var.: drei Bäume statt des einen.
Davicr. (Tafel 2.)
Altes eingeborenes Geschlecht. Besitzt noch jetztNeeken und Garitz bei Zerbst.
Wappen: Schild: zwei gegeneinander aufsprin-gende sch. Löwen in w. — Helm: drei sch. Strauss-federn. — Helmdecken: w.-sch.
Var.: fünf Straussfedern statt drei.
Filde, Fhr. (Tafel 2.)
Sächsischer Uradel. Den Freiherrnstand erhieltChristian Volrad v. E. vom K. Joseph I. am 10. Mai 1705.
Wappen: Schild: aufspringender sch. Wolfmit r. blutendem Rachen in g. — Helm: der Wolfsitzend. — Helmdecken: g.-sch.
Gossler. (Tafel 2.)
Der General-Procurator Conrad Christian G. wurdvom Könige Hieronymus von Westphalen nobilitir