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Bd. 3, Abth. 7 (1869) Der Adel des Herzogthums Anhalt
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ANHALTER ADEL.

ben erscheinen auch im 16. und 17. Jahrhundert dreischräggestellte sch. brennende Baumstämme in w.

Brandt, Fhr. (Tafel 1.)

Auch: Brand gen. Flender. Um 1600 nobilitirt.Blühen auch in Baiern. Aus dieser Familiewurde durch Diplom d. d. Dessau, 19. Aug. 1862 demlierzogl. Kammerherrn, etc. Albert v. B. die Führungdes Freiherrn-Titels gestattet.

Wappen: gespaltener Schild; vorn: aufgerich-teter, jederseits dreimal geasteter, oben brennender g.Baumstamm iD b; hinten aufgerichteter sch. Mauer-anker (einer Wolfsangel ähnlich) in w. Helm:zwei auswärts gekehrte g. Brände wie der im Schilde,vor offenem Fluge, rechts w., links sch., dazwischender Maueranker. Helm decken: g.-b, w.-sch. >Bei dem freiherrl. W. fehlt der Flug.

Brauu I. (Tafel 1.)

Braun v. Schönau. Schlesischer Uradel; da-selbst vielfach begütert. Seit längerer Zeit auch inAnhalt blühend.

Wappen: Schild: drei gabelförmig gestellte indes Schildes Mitte zusammenstossende r. Rauten in w. Helm: drei gestürzte r. Fische, dazwischen zweiw. Straus sfedern. Helmdecken: w. r.

Erhebungen in den Freiherrnstand haben stattge-funden im Jahre 1573 und am 31. Dezemb. 1699, mitVermehrung des Wappens, (s. Taf. 1) nämlich:

Schild: quadrirt; 1 u 4: St.-W. 2 u. 3: schräg-getheilt sch. über g. Darin doppeltgeschwänzter Löwegewechselter Tinctur. Zwei Helme. 1) St.-W. 2)Der Löwe. Helmdecken: w.-r., g.-sch.Var.: Letzterer Schild, doch nur der 1Helm 1. r

Helm 1 : Zwei Straussfedern zwischen >ex sigillis.zwei Fischen. I

Fünf gestürzte Scepter. *

Brauu II. (Tafel 2.)

Der Anhalt - Bernburgische Kammer - Präsident B.ist im Jahre 1830 vom Herzoge Alexius Friedrich Chri-stian in den Adelstand erhoben.

Wappen: Schild getheilt; oben dreibraune"Pferdeköpfe (1. 2.) in w. unten drei purpurne, beider-seits g. eingefasste Pfähle. Helm: (nach dem Di-plom:) sch. Wulst, mit den Pfählen des unteren Fel-des belegt. Letztere wiederholen sich auf jedem Flü-gel eines offenen Fluges, zwischen welchem sich einbr. Rossrumpf zeigt. Helmdecken: g.-purp.

Brauubehrens. (Tafel 2.)

Zwei Nobilitirungen:

a) für den ohne Descendenz verstorbenen AmtsrathB. vom Herzog August Christian Friedrich vonAnh.-Kothen, im J. 1811.

b) für den Amtsrath B. auf Giersleben, Vetter desVorigen, vom Herzog Heinrich v. A.-C. im J. 1835.Wappen: Schild: zwei w. gewellte Schräg-linksbalken in sch. Helm: wachsender sch. Bärmit g. Halsband. Helmdecken: w.-sch.

Brunu. (Tafel 2.)

Der Geheime Medicinalrath Dr. Brunn ist im J.1835 vom Herzoge Heinrich von Anhalt-Cöthen in denAdelstand erhoben.

Wappen: Schild: g. Ziehbrunnen mit g. Dachin b. Helm: Büffelhörner, g.-b. quadrirt, dazwi-schen ein b. Stern. Helmdecken: g.-b.

v. <1. Busche-Lohe. (Tafel 2.)

Text und Wappen - Blasonirung siehe später beidem Hannöverischen Adel.

Cohn, Fhr. (Tafel 9.)

Moritz Cohn, gegenwärtig Kgl. Preussischer

und Herzoglich Anhaltischer Hofbauquier und Finanz-rath, wurde am 21. Februar 1869 vom Herzog Ernstvon Sachsen-Coburg-Gotha in den Adels- und Frei-herrnstand erhoben.

Wappen: (ex cop. dipl.) Schild: g. Rad, bei-derseits mit einem g. Flügel besetzt, auf welchem einw. Kranich steht der in der rechten Kralle einen Steinhält, in r.; darüber im b. Schildeshaupt eine hintereinem gr. Hügel aufgehende g. Sonne. Ueber demSchilde die Freiherrnkrone. Helm: die Schildes-figur. (Rad, Flügel und Kranich.) Helm decken:g.-b., g.-r.

Schildhalter: rechts die allegorische Figur desFleisses in weissem Unterkleid und braunem Mantelmit ihren Attributen, Spindel und Bienenkorb; linksdie Treue" in hellblauem Kleide mit gelblich weis-sem (sie) Mantel; ihr zur Seite ein Hund.

Devise: Thätig und treu, (schwarze Buchstabenauf pergamentfarbigem blau eingefassten Bande).

Framer, Fhr. (Tafel 2.)

Johann Ulrich v. C., Professor zu Marburg,später Kammergerichts-Assessor, ward am 6. Juli 1745vom bairisohen Reichsvicariat in den Freiherrnstanderhoben.

Wappen: quadrirter Schi 1 dmit Mittelschild,in welchem ein wachsender gekrönter r. Löwe in g.1 u. 4: wachsender Mann, g. gekleidet mit b. Kuirassund b. Sturmhaube, mit der einwärts gekehrten Handeine Fackel, mit der anderen ein über die Schultergelegtes w. Füllhorn haltend, in r. 2 u. 3: w. Ankerin b. Zwei Helme: rechts der Mann des 1. u. 4.Feldes, links wachsender gekr. r. Löwe, einen w. An-ker tragend. Helmdecken rechts g.-r., links w.-b.

Dabclow. (Tafel 2.)

Christian Dabelow, geb. zn Neu-Buckow inMecklenburg, Anhalt-Cöthen'scher Geh. Staatsrath undStaatsminister, ward im J. 1811 vom Herzog v. A.-C.in den Adels- und Fveiherrnstand erhoben.

Wappen: Schild: quadrirt; 1 und 4: zum Fluggeschickte w. Taube in r. 2: w. geharnischter Arm,aus dem Schildesrand hervorgehend und einen g. Ringemporhaltend, in b. 3: w. schrägrechtsgestellte Pfeil-spitze in b. Helm: die w. Taube. Helmde-cken: w.-r.

Daricsz. (Tafel 2.)a uch Daries, Darietz. Ursprung z. Z. unbekannt,nach einer Angabe aus Russland stammend, nach An-deren von König Friedrich II. von Preussen nobilitirt.In Anh. vorübergehend bedienstet.

Wappen: Schild: gr. Baum auf gr. Boden inw. Helm: geharnischter Arm mit Schwerdt.Helmdecken: w.-gr.

Var.: drei Bäume statt des einen.

Davicr. (Tafel 2.)

Altes eingeborenes Geschlecht. Besitzt noch jetztNeeken und Garitz bei Zerbst.

Wappen: Schild: zwei gegeneinander aufsprin-gende sch. Löwen in w. Helm: drei sch. Strauss-federn. Helmdecken: w.-sch.

Var.: fünf Straussfedern statt drei.

Filde, Fhr. (Tafel 2.)

Sächsischer Uradel. Den Freiherrnstand erhieltChristian Volrad v. E. vom K. Joseph I. am 10. Mai 1705.

Wappen: Schild: aufspringender sch. Wolfmit r. blutendem Rachen in g. Helm: der Wolfsitzend. Helmdecken: g.-sch.

Gossler. (Tafel 2.)

Der General-Procurator Conrad Christian G. wurdvom Könige Hieronymus von Westphalen nobilitir