Menu — Muschwitz.
505
Schwarz und Silher viermal in die Quere getheilt. Auf dem unge-krönten, aber mit einer schwarz und silbernen Wulst bedeckten Hel-me wehen acht schwarze Hahnenfedern, zusammengehalten durch einerothe Binde. Die Decken sind schwarz und silbern. M. s. dieses Wap-pen bei Siebmacher, I. S. 152. Nachrichten geben Dreyhaupt, II. Th.S. 91. Albin, 66. Sinap., I. Th. S. 617. II. Th. S.799. Seifert, S. 351.König, II. Th. S. 661 —73. Gauhe, I. Th. S. 966. Zedlers Univ-Lexicun XIX. Th. S. 780. Baibin. Mise. Bohem. Lib. III. p. 8. V. Me-ding beschreibt das Wappen, 1. B. N. 505.
Menn, tlic Herren von, Bd. III. S. 395.
Johann Heinrich von Minutoli (auch Minutolo genannt) stammtaus dem neapolitanischen Hause Capece ab, welches, wegen seinerTreue gegen die schwäbischen Fürsten, von der Linie von Anjou ver-folgt ward, weswegen sich mehrere Zweige desselben unter verschie-dene Namen verstecken' und auch selbst ausserhalb Italien zerstreuenmussten. Es befinden sich noch mehrere Linien dieses Hauses imKönigreiche beider Sicilien, die unter dem Namen von Valentino, Ca-nossa, Zurlo, Latro, Scondito, Minutolo oder Minutoli u.s.w. blü-hen. Diese verschiedenen Linien führen alle einen gehenden Löwenim Wappenschilde, welches letztere theils schwarz, theils roth ist, zuwelchem sie theilweise durch Erwerbungen, Auszeichnungen und Ilei-rathen noch andere Sinnbilder oder Kleinodien hinzufügten. Die Li-nie der Minutolo oder Minutoli zu Neapel führt jedoch den gehendenLöwen im rothen Felde, wie man solchen noch heutiges Tages aufder Eingangsthiire der erzbischöllichen Hauptkirche zu Neapel und inderen Capelle in dieser Kirche abgebildet sieht. Das oben benannteführt dasselbe Wappen, zu welchem seine Linie späterhin noch denBalken, das Schild mit dem Mohrenkopfe, die Grafenkrone und denherrschaftlichen Mantel hinzufügte. Ein anderer Zweig der Minutoli,der sich in Pisa und Lucca niederliess, führt dagegen den Adler unddrei rothe Balken im Schilde, und als Kleinod ein halbes silbernesEichhorn auf dem Helme. Der Zweig, zu welchem der oben benanntegehört, folgte den Hohenstaufen nach Deutschland, und nachdem erin Spanien und andern Ländern manche Abenteuer bestanden habensoll, nahm er zu Anfange der Reformation in der Schweiz den neuenGlauben, und durch Verbindung den Beinamen von Menu an, den erbis zum Jahre 1810 führte und solchen mit königl. Sanction ablehnte,um von nun an nur den ursprünglichen seines Stammhauses zuführen.
Ueber die Familie der Capece und insbesondere der Minutoli ge-ben unter andern folgende Werke einige Auskunft:
1) Aldimari memorie historiche di diversi famiüe.
5) Catnpanile delle arme dei Nobili.
3) Discorso istorico intorno alla Capella de Signori Minutoli in Na-
poli 1778, 1.
4) De^Amtiquitate et varia Capyciorum fortuna. Josephus Capycius.
5) Bayle in seinem Wörterbuche u. s. w.
Muschwitz, die Herren von.
Eine altadelige Familie in der Lausitz und in Schlesien. In dererstem Landschaft besass sie die Güter Wintorf bei Cottbus, auch Ka-