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Berge.
im Regimente von Bernhaner, vormals Fouquet, im siebenjährigenKriege gedient. Schwere Wunden, die er im baiersclien Erbfolgekriegeerhielt, nöthigten ihn, um das Jahr 1780 seinen Abschied zu nehmen.Kr war es, der nach dem Absterben des Hofmarschalls Albrecht Cliri-sliitn Emst v. B. im Majorat succedirte, und er starb am 20. Mai 1798kinderlos. — Sein Bruder, Johann Philipp v. B., fürs tl. anhaltscherStallmeister, der ihm im Majorat folgte, starb am 19. Juli 1801 eben-falls kinderlos. Er hatte auch das Kittergut Silberbe'rg bei Arnswaldedurch Kauf erworben. — Johann Philipp Ludwig v. B., ein Vetter,folgte ihm als nächster Anwärter im Fideicommis und Majorat Mar-witz. Kr war königl. preuss. Kriegs- und Domainenratk zu Posen,und mit einer Tochter des königl. preuss. Kammerpräsidenten v. Grappe,Elisabeth Helene Friederike, vermählt. In dieser Ehe wurden zwei'föchter geboren, Luise Mathilde Emilie, die sich mit dem General-landschaftsdirector v. Eichstädt auf Hohenholz in Pommern, und Char-lotte Sophie Luise Henriette v. B. (unvermählt). Der gedachte Kriegs-und Bomainenrath v. B. zog sich zwar aus dem Staatsdienste zurück,stiftete aber auch in seinem Verhältnisse als Majoratsbesitzer und Mit-glied der Ritterschaft der Neumark, von der er auch in den Jahren181} zum Nationalrepräsentanten gewählt worden war, viel Gutes,nachdem er schon in den Kriegsjahren 1707 und 1708 als Mitglied derCoinite der neumärkischen Stände in den Angelegenheiten der Con-tributionen und Kriegskosten sehr thijtig und verdienstlich gewirkthatte. Während seines Aufenthaltes als Nationalrepräsentant zu Ber-lin erfreute sich dieser hochachtbare Mann der vorzüglichen Gnadedes Kronprinzen, so wie des Prinzen Ferdinand von Preussen(Bruder Friedrichs des Grossen). — Von diesem letztern Prinzenbewahrt die Familie verschiedene uns vorliegende, den Verstor-benen hochehrende, und seine Verdienste, erworben in den ständi-schen Angelegenheiten, anerkennende Zuschriften. Ein nicht min-der bleibendes Andenken aber hat sich der Verstorbene durch das un-eigennützige Wirken in den Herzen seiner Mitstände errichtet. Daer bei seinem am 13. Novbr. 1831 erfolgten Ableben keine männlichenNachkommen hinterliess, so succedirte ihm sein einziger Bruder, derjetzige Majoratsherr Johann Heinrich Gottlieh v. B , königl. Oberlan-desgerichts-Assessor. Er halte in seiner Jugend die Feldzüge amRhein in den Jahren 179} im Dragonerregimente v. Katte mitgemacht,avancirte im Jahre 1795 zum Lieutenant und trat im Jahre 1801 ausdem Militairdienste. Im Jahre 1807 ward derselbe als Assessor beidem Oberlandesgerichte zu Stettin angestellt, zog sich aber späterhinseiner geschwächten Gesundheit wegen aus dem Staatsdienste gänzlich,zurück, bis im Jahre 1833 die Stände ihn zum Communal-Landtagsab-,geordneten-Stellvertreter wählten. — Ausser ihm haben sich im An-lange des jetzigen Jahrhunderts noch mehrere v. B., sowohl Stabs-,als Ober-Olliziere in der preuss. Armee befunden, wie die Ranglistennachweisen.
Unsere hier erwähnten von Berge in der Neumark führen im ro-then Schilde drei silberne Berge, auf deren mittlerem ein Sittichnatürlicher Farbe, einen goldenen Riag mit einem Türkis im Schna-bel haltend, steht. Der Sittich wiederholt sich auf dem Helme, sichzum Fluge anschickend, Die Helmdecken sind rollt und silbern.
M. s. auch Helmold lib. 4. cap. 8. Heinrich Wolter Chronica Bre-mens. pag. 77. Maderi, res llrunsvicens. Fol. 134. Iselins Iiistor. Wör-terbuch. Spangenbergs sächsische Chronik. Dasselts Chronik des Bis-thums Hildesheim. F. L. ß. Lauenstein, histor. diplom. epist. Ilil-descens. Ilildesheim. 1740.