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Osten.
den vorzüglichsten Besitzungen dieser Familie, die zmn grossen Tlieilnoch heute in ihren Händen sind, nennen wir in dem ehemaligenHerzogthuine Stettin Penckun, eine Stadt, seit 1615 im Besitz derv. d. O., die Güter Wollin, Storkow, Sommersdorf, Friedefeld undWartin, im alten Herzogthume Pommern Stalitz, Natelwitz, Witzmitz,Wisburg, Plathe, Cumerow, Justin, Woldenburg, Zapplin, Geigelitz,Cardemin, Pinow, Bahrenbusch. Diese letztern Oerter bilden gröss-tentheils den oben erwähnten Ostenschen Kreis, der in landschaftli-cher Beziehung noch heute besteht. Sie besassen ferner auf der InselBügen die Güter Balevitz, Besevitz, Glode, Liissevitz, Plüggenslein,Streu, Unroh und Wiisteney. — Schon zu Zeiten des Herzogs Bo-Ieslav IV. in Pommern, und namentlich um das Jahr 1283 waren Jcrund Hermann v. d. O. in grossem Ansehen. Da sie auf der InselRügen der Macht der dasigen Fürsten unterlagen, begaben sie sich1303 in den Schutz der Wenden und so verbreiteten sie sich in ganzPommern. Von den berühmten Vorfahren dieses Geschlechts, die alsLandvoigte, Rathsherren, Staatsmänner, oder im Kriegsdienste glänz-ten, nennen wir Ulrich v. d. O., der zu Anfange des 14. Jahrhun-derts des Herzogs Bogislav Rath war. — Hohenjasl v. d. O. wird alsVoigt über den Oderlluss angeführt. — Heinrich v. d. O. war 1470Kanzler in Pommern. — Heinrich v. d. O. war um das Jahr 1630Landrath in Pommern. — Im Anfange des vorigen Jahrhunderts be-kleidete Friedrich v. d. O. die Würde eines königl. dänischen Ober-Küchenmeisters. Ueberhaupt haben in dänischen Diensten eine grosseAnzahl Mitglieder gestanden, nnd viele derselben sind dort zu hohenCivil- und Militairwürden gelangt, namentlich im Civildienste JahohFranz v. d. O., der als königl. dänischer Staatsminister, Ritter desKiephantenordens u. s. w., am 8. Novbr. 1739 starb. — WilhelmAugust v. d. O., der ebenfalls Minister und Ritter des Elephantenor-dens war, und am 15. Januar 1764 starb; endlich Adolph Siegfried,Graf v. d. O., der noch am linde des vorigen Jahrhunderts königl.dänischer wirk!. Geheimer Staats- und Kriegsminister der auswärtigenAngelegenheiten war. — Im dänischen Militairdienst gelangte OttoFriedrich v. d. O. zur Würde eines Generals der Infanterie und Gou-verneurs von Norwegen, und seine beiden Söhne, Otlo Christoph undJohann Wiche v. d. O., waren Generallieutenants.
Im pretiss. Staatsdienste haben sich vorzüglich ausgezeichnet:Alexander Friedrich v. d. O., der am II. Novbr. 1736 als wirkl. Ge-heimer Staats-, Kriegs- und Finanzminister, Präsident der Kriegs-und Domainenkammer zu Halberstadt u. s. w., starb. — Ein v. d.O. war lange Jahre hindurch erster Director der Kriegs- und Domai-nenkammer zu Breslau. Er besass Hausdorf bei Neumarkt, welchesspäter an die Wittwe seines Sohnes, nachmals vermählte Gräfin vonHaacke gefallen, und yoii dieser verkauft worden ist. — Mehrere v.d. O. sind in der preuss. Armee zur Obersten- und Generalswürdegelangt und viele Mitglieder der Familie haben sich den Orden pourle merite und im Befreiungskampfe das eiserne Kreuz 1. und 2. Cl.erworben. — Alexander Andreas v. d. O. musste als Oberstlieutenantim Jahre 164S in Preussen fünf Compagnien Reiter werben. — Lud-wig v. d. O. ward im Jahre 1750 Oberst und Chef der Fussjäger,er schied aber schon ein Jahr später aus dem activen Dienste.
Valentin llodo v. d. O., Oberst und Chef des 1. Fehlartillerie-Bataillon, starb am 23. Novbr. 1757 zu Breslau in Folge seiner Tagszuvor ehrenvoll erhaltenen Wunden. — Der gegenwärtige General-major a. D. v. d. O. erwarb sich schon im Jahre 1793 den Militair-Verdienstorden bei Neukirchen und das eiserne Kreuz 2. CI. im Jahre1815 bei Lille. — Im Jahre 1806 wurde ein v. d. O. Generalmajor