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3 (1842) I - O
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Oppersdorf.

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anzugreifen; er warf es und machte 40 Gefangene, wurde aber durclieinen Säbelhieb in die Brust, so wie in den rechten Arm, schwerverwundet. Bei Prenzlau angekommen, theilte er das Schicksal desHohenloheschen Corps, wurde aher im Jahre 1807 ausgewechseltund ging nach Memel, wo er zum Oberstlieutenant befördert ward.Im Jahre 180S aber ernannte ihn Se. Majestät zum Obersten undCommandeur des Regiments Königin, auch zum Brigadier der Caval-lerie. Kin unglücklicher Sturz bei Landau, so wie ein anderer inStargard, nöthigten ihn, um seinen Abschied zu bitten, den er mitGeneralmajorsrang erhielt. Als im Jahre 1813 sich Alles zum Kriegerüstete, bat er um die Erlaubniss, wieder in die Armee zu treten,welches ihm in sehr gnädigen Ausdrücken bewilligt wurde. Er lei-stete im Befreiungskampfe die wichtigsten Dienste, und sein Namewird in den damaligen Armeeberichten häufig auf das rühmlichste er-wähnt, namentlich sind die glänzenden Cavalleriegefechte bei Möckernund Danigkow, die Vertheidigung von Luckan vor dem Waffenstill-stände und später die Eroberung der Plätze Duisburg und Ziit-phen, der Angriff auf den Bommler Waard u. s. w., glänzende Momente in dem Kriegsleben dieses tapfern Generals. Die Ernennungzum Generallieutenant und die Erlheilung des eisernen Kreuzes 1.Cl., des Ordens pour le merite mit Eichenlaub und später des rothenAdlerordens 1. Cl., waren die Anerkennungen des Monarchen für eineso ausgezeichnete Dienstleistung. ,, Wo der Reichthum der glän-zenden Waffenthaten spricht, tritt jeder Schmuck der Rede zurück;"mit diesen Worten beginnt der Nekrolog dieses verdienten Generals,der am 27. August 1834 starb, im Jahrgange 1834. No. 214. der Ber-liner Vossischen Zeitung. Die Wittwe des Generals ist eine gebornev. Rohr. Von seinen Söhnen besitzt der älteste ansehnliche Güter inder Provinz Sachsen; ein anderer ist Rittmeister im Gardedragoner-regimente. Er erwarb sich im sehr jugendlichen Alter das eiserneKreuz im Reitergefechte bei Ilaynau.

Im preuss. Artilleriecorps stand ein Generalmajor v. O., der imJahre 1814 Commandeur der immobilen Artillerie war, und 1815 ge-storben ist.

Ein Major v. O. a. D. erwarb sich bei Gross-Görschen das ei-serne Kreuz; ein anderer Major v. O. erwarb sich denselben Ordenim Jahre 1814. Auch der Landgerichlspräsident v. O. zu Cölnträgt dieses militairische Ehrenzeichen, das er sich im Jahre 1814 inFrankreich erkämpft hat.

Die v. O. führen im blauen Schilde ein silbernes, mit einer rothenRose belegtes Andreaskreuz und auf. dem Helme einen Kranz, überdem drei Rosen hervorstehen. Siebmacher giebt dieses Wappen un-ter den sächsischen, I. S. 167, mit Veränderung des Helmscbmucks.Iiier ist es eine blaue Mütze mit silbernem Aufschlage, oben mit ei-nem Pfauenschweife geziert. Unter dem Pfauenschweife liegt ein hal-ber silberner Mond, und zwischen diesem und dem Aufschlage ziehtsich ein aus rothen und silbernen Perlen geformter Ring hin. Ganzverschieden ist ein zweites Wappen, welches Siebmacher unter denfränkischen, III. S. 128 giebt, und das nicht hierher zu gehörenscheint. M.s. auch Gauhe, I. S. 1136. II. S. 82326. Angeli, mürk.Chronik. S. 250. Zedier, XXV. S. 1681.

Oppersdorf, die Grafen von.

Sie stammen von den alten erloschenen Grafen v. Thierstein ab,von deren Nachkommen Ulrich und Marquardt sich 1150 in die Österreich.

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