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3 (1842) I - O
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Offenlierg.

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gehörte ihnen namentlich das Dorf Hohengrappe, und im Kreise Saa-tzig das Gut Linde (m. s. Abel's Rittersaal S. 26.). Diese Besitzun-gen sind aber schon längst in andern Händen. Johann Friedrich v.Oestei'reich, geboren 1704 in Pommern, ward 1739 Pr. Lieutenant iinRegimente Jung-Borck, 1745 Capitain, 1756 aber Major und Com-mandeur eines Grenadierbataillon. Er starb im Septbr. des Jahres1759 an seinen in der Schlacht bei Cunnersdorf erhaltenen Munden,mit dem Ruhme, ein tapferer Offizier gewesen ztr sein. Gegenwär-tig scheint diese adelige Familie bei uns ausgegangen zu sein. Nichtbekannt ist es uns, ob mehrere Offiziere dieses Namens, die gegen-wärtig in der Armee dienen, zu der Familie v. Oesterreich in Be-ziehung stehen.

Der Ordensrath Hasse giebt ein Mappen der v. O. Es zeigt imblauen Schilde einen silbernen Schiffsanker, und auf dem Helme dreiStraussfedern (blau, weiss, blau). Die Decken sind blau und silbern.

Offenberg, die Herren von.

Der Ursprung dieses angesehenen Geschlechtes, das sonst OlTen-burg geheissen haben soll, verliert sich in die Sagen-Zeit derSchweiz, deren freie Berge gewiss nicht wenig dazu beigetragen, den altenStamm auch kräftig und rein zu erhalten!- Schon im Jahre 996kommt eine Verschwägerung der Olfenberg mit den Ladenbergs vor.Im Jahre 1165 ist Marlin von Oifenberg auf dem Turniere zu Zürich,1256 und 1275 werden Rudolph und Hugo von Olfenberg als Johanni-ter-Ordens-Comthure zu Burgsee genannt. 1433 ward Amandus v.O. vom Kaiser Sigismund auf der Tiber-Brücke in Rom zum Rittergeschlagen, und starb 1458 als Oberstzunftmeister zu Basel. 1490lebte Emmerich v. O. als römisch kaiserl. Land - Oberster in derSchweiz. Sein Sohn Jonas v. O., römisch kaiserl. Geheimer Rathund Statthalter in der Steiermark, war 1571 des Kaisers MaximilianII. Gesandter beim Czar Iwan Basilowicz. Jonas's einziger Sohn,Lorenz v. O., diente mit Auszeichnung im deutschen Heere gegenden Erbfeind der Christen, und erhielt vom Kaiser Rudolph ansehn-liche Güter in der Steiermark, zum Geschenk. Er ging mit demMarkgrafen Mülheim von Brandenburg, Erzbischof von Riga, nachLieiland, ward dort Stiftsvoigt auf Treyden und Creinon, und späterOrdenskanzler. Die Könige von Polen Stephan und August Sigis-mund belohnten ihn mit Lasdohuen, Praulen, Wisigal, Abellen, Sin-teln und Katten, welche Besitzungen aber seinen Erben, durch dieEroberung Liellands von Rnssland, auf immer verloren gingen. DerKaiser Rudolph verlieh ihm d. d. Regensburg den 1. August 1594 einDiplom, durch welches erdas alte und edle Blut der Oifenberg" auchfür das deutsche Reich anerkannte, eine Anerkenntniss, die wahr-scheinlich nur den Zweck haben sollte, den deutschen Ritter mit ge-höriger Legitimation in das neue Vaterland einzuführen. Von sei-ner Gemahlin, Barbara von Rosen, hinterliess Lorenz von Oifenbergeine zahlreiche Nachkommenschaft, die sich in Dänemark, Sachsenund Kurland ausbreitete, von der aber gegenwärtig nur noch im letz-teren Lande die beiden Linien von Grösen und Ulien fortblühen.

Die älteste Linie bildete Karl Gustav v. Olfenberg, geb. 1755den 17. Octbr., kais. russ. Geheimer Rath, Präsident des PiltenschenLandrath - Collegiums, Grosskreuz des Sanct Annen - Ordens , Erbherrauf Grösen, der mit Hinterlassung zweier Söhne, Alexander Karl,Hauptmanns zu Hasenstadt, und Johann Heinrich , kais. russ. Garde-Offiziers, den 25. Nov. 1835 verstarb. Die Jüngste entstand durch