Nostitz.
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schon in der Schlacht bei Hohenfriedberg mit grosser Auszeichnunggefochten. Im Jahre 1769 zum Major, 1782 zum Oberstlieutenanf,und am 3. Juni 1783 zum Obersten befördert, wurde ihm im Jahre17S8 die Inspection der poinmerschen und nenmärkischen Cavallerieanvertraut, und 1789 ertheilte ihm König Friedrich Wilhelm II. dasvacante v. Götzensche Dragonerregiment; und noch in demselben Jahreerfolgte seine Ernennung zum Generalmajor. Im Jahre 1792 trat derGeneral v. Normann in den Stand der wohlverdienten Ruhe, und alsBeweis der Zufriedenheit mit den geleisteten Diensten, wurde er mitdem grossen rothen Adlerorden geschmückt. Im hohen Alter ist die-ser würdige General gestorben; er war kinderlos und adoptirte denSohn seiner Schwester, einen v. Kahlden. (M. s. d. Artikel.) — EinOberstlieutenant v. Norrmann war im Jahre 1806 Commandeur des In-fanterieregiments v. Kropf in Warschau; er ist im Jahre 1811 gestor-ben. Ein Sohn von ihm ist der, früher im Regiinente v. Hohenlohegestandene, gegenwärtige Major im herzogl. braunschweigschen Dien-sten v. N. — Ein Generalmajor v. N. a. D. erhielt im Jahre 1816den rothen Adlerorden 2. Ciasse.
Das alte Wappen der v. Norrmann zeigt im oben silbernen, un-ten blauen Schilde, hier drei neben einanderstehende rothe Wecken,dort einen verkürzten schwarzen Adler mit ausgebreiteten Flügeln.Der adelige Turnierhelm ist mit drei Pfauenfedern geschmückt, diemit einer silbernen Scheere belegt sind. Die Helmdecken sind silbernund roth. M. s. Gauhe, I. S. 1072 u. Anh. 1654. Sinapius, II. S. 845.
Kostitz, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Ein uraltes, vornehmes Geschlecht in Schlesien, der Lausitz undBöhmen, das gegenwärtig in mehreren Linien die reichsgrätliche Würdebesitzt. Schon im 5. Jahrhunderte haben sich Nostitze bekannt ge-macht. Sie sollen von den Vandalen oder Slavoniern abstammen, undsich um die Mitte des 17. Jahrhunderts in Polen, Mähren und denoben genannten Ländern niedergelassen haben. Im Jahre 1147 be-gleiteten zwei Brüder Nostitz den Kaiser Conrad III. ins gelobte Land ;der eine von ihnen, Friedrich Nostitz, zeichnete sich in Syrien durchTapferkeit aus und wurde vom Kaiser zum Ritter geschlagen. — Sta-nislaus v. Nostitz, der um das Jahr 1241 lebte und ein tüchtigerKriegsoberst war, rieth dem Herzoge Heinrich dem Frommen, eineöifentliche Schlacht mit den Tartaren nicht zu wagen, sein Rath wurdeaber nicht angenommen. — Hartwig v. N., Herr auf Dammitsch,Hauptmann zu Steinau, starb um das Jahr 1285. — In einer Urkundezu Liegnitz vom Jahre 1452 kommen Hans, Heinze und Otto v. N.vor. — Kaspar v. N. auf Tschochau, Rothenburg und Gotha, führte1454 1000 Pferde in den preuss. Krieg. — Sigismund v. N- besasseine ungewöhnliche Körperstärke, und war Kriegsoberster des KönigsMatthias, dem er wichtige Dienste leistete. Man erzählt von ihm, dassder König Matthias ihm einst auftrug, einem Löwen, der auf derBurg zu Ofen verwahrt wurde, ein Stück rohes Fleisch aus dem Ra-chen zu reissen, welches er auch zur grossen Verwunderung des Ho-fes glücklich ausgeführt habe. — Als 1474 der König Kasimir vonPolen und Uladislaus von Böhmen, Vater und Sohn, Breslau belager-ten, machte Kaspar v. N. mit dem schlesischen Adel einen Einfalt inPolen. — Georg v. N. suchte nach der unglücklichen Schlacht vonMohacz (29. August 1526), in welcher König Ludwig von Ungarn ineinen Sumpf gerathen und darin umgekommen war, den Leichnamdesselben, zog ihn aus dem Schlamme und brachte ihn der trauernden
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