Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Neetzow Negclein.

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«lein Jahre 4599 die Güter Rlumenhagen, Rackit, Stüdnitz, Denzig,Pelilitz und Lauenbrück, und seit 1708 das Gut Musternick in Schle-sien. Gegenwärtig besteht diese reichsadelige Familie in denjireuss. Staaten aus dein königl. preuss. Major und Führer des 2.Aufgebots des 18. Landwehrregiments, Ritter des eisernen Kreuzes,Hans Ewald Lebrecht v. N., und seinen beiden Söhnen, Hans Richardund Hans Arthur v. N. Eine Tochter aus diesem Hause, Charlottev. N., ist die Gemahlin des Grafen August Kospoth, Majoratsherrnauf Briese, u. s. w.

Diese Familie führt ein durch einen schwarz geflammten Stromgetheiltes blaues Schild, in dessen obern Theile ein halb hervorsprin-gendes silbernes lloss, im untern Theile aber ein Meerlisch darge-stellt ist. Auf dem Ilelme zeigt sich zwischen zwei Bütfelhörnern einMohr, der eine goldene Kopfbinde trägt.

Noch ausführlicher beschreibt Brüggemann dieses Wappen,nach dein kaiserlichen Adelsbriefe, den Martin Necker und seineLeibeserben erhielten. Es heisst darin:Die v. Necker führenein ganz blaues, oder lasurfarbenes Schild, durch dessen Mitte, überzwerch, ein schwarzer Wasserstrom fliesst, und in dessen unterin Theileein gelber, hinter sich gekehrter, staclilichter Meeriisch, mit einemlangen Schwänze, im obern Theile aber ein vorwärts gekehrtes, weis-ses Boss, mit seinen obern beiden, zum Sprunge gestellten Füssen,offenem Rachen, und ausschlagender Zunge, bis an die Mitte an«lein schwarzen Flusse steht, zu sehen ist, auf dem Schilde aber ist einfreier, offener, adeliger Turnier - Helm, zu beiden Seiten mit schwar-zen, gelben, oder goldfarbenen, und blauen Helmdecken, daraus ge-hen zwei, mit den Mundlöchern auswärts gekehrte Biiffelhörner, da-von ist das hintere unten gelb, oben schwarz, das vordere untenschwarz und oben gelb, zwischen denselben ist ein Mohr, mit einemengen blauen Leibrocke, auf dessen Brust herab mit gelben Schlingenund Knöpfen, auch um die Hand, goldfarbene Tressen, um den Kopfeine gelbe Binde, mit etwas zurück über sich fliegenden Enden, undmit den Händen an beide Büffelhörner sich haltend, vorgestellt."

Neetzow, die Herren von.

Eine altadelige Familie in Pommern, die mit dem bei Anclamgelegenen Rittersitze lvagenow belehnt war, und Hin heute noch be-sitzt. Am Ende des vorigen Jahrhunderts war Adolph Friedrich vonNeetzow königl. Landrath, und Director des Kreises Anclam, Herrauf Kagenow. Gegenwärtig ist Friedrich Wilhelm v. Neetzow, Kreis-«leputirter, im Besitze dieses Kamiliengutes. Er ist ein UrenkelHemds Ludwins v. Neetzow, königl. Rittmeisters. Die v. Neetzowführen im silbernen Schilde einen Stengel, mit neun Rosen, und aufdem Helme drei silberne Straussfedern. Die Decken sind silbern undblau. Micrälius giebt S. 509., Brüggemann I. Tlxeil, S. 05., Nach-richt von dieser Familie, v. Meding beschreibt ihr Wappen II. Bd.N'o. 598., und Siebmacher giebt es V. Tli. S. 105.

Negclein (Nii), die Herren von.

Diese adelige Familie, die aus Franken stammt, besass in derProvinz Preussen sehr bedeutenden Grundbesitz, namentlich nenntsie Abel (2. Theil, S. 224.) als Besitzer von Wcslin, Radersdorf,