Nagler.
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mann die zu Vornholt, und der jüngste Solln die zu Idingen, wozunocli die Linie Nagel-Ampsel kommt, welche Just v. N. schon frü-her gestiftet hatte. Nach und nach erwarben die v. N. bedeutendeBesitzungen, namentlich Königsbrügge, Illingen, Keussenburg, Herl,Gaul, Lüttringhausen, Vahrenholt, Lackhausen u. s. w. Der königl.preuss. Major a. D. und Landrath war mit Therese, Freiin v. Nagel -Dornick, und, nach deren im Jahre 1828 erfolgtem Tode, mit Marie,Freiin v. Nagel-Dornick, vermählt, welche aber auch im Jahre 1833der ersten Gemahlin im Tode gefolgt ist. — August, Freiherr v.Nagel - Dornick, ist mit Huberta Marie Therese, Grälin v. Meerveldt,vermählt.
Das Wappen dieser alten Familie zeigt im silbernen Schilde einerothe runde Schnalle, mit fünf kleinen Kronen, im Fünfeck besetzt,der Nagel oder die Zunge derselben geht von der Hechten zur Lin-ken. Die Schnalle wiederholt sich zwischen zwei silbeinen Adler-flügeln auf dem ungekrönten Turnierhelme. Die Decken sind silbernund roth.
Naglcr, die Herren von.
Se. Majestät, der jetzt regierende König, hat den gegenwär-tigen wirklichen Geheimen Staatsminister, Generalpostmeister, Kitterdes rothen Adlerordens I. Classe, und vieler andern Orden, Karl Fer-dinand Friedrich v. Nagler in den Adelstand erhoben. Dieser hoch-verdiente Staatsmann ist zu Anspach um das Jahr 1770 geboren undwar vor der unglücklichen Katastrophe des Jahres 1806 schon Gehei-mer Legations- und vortragender Kalh im Geheimen Cabinets- Mini-sterium. Er begleitete im Herbste 1806 die königl. Familie nachKönigsberg, und im Jahre 1809 nach Petersburg, üin diese Zeitward er auch zum Geheimen Staatsrath ernannt. Im Jahre 1821wurde er Chef des Postwesens, und das In- und Ausland hat mitgleichem Danke die grossen Verdienste anerkannt, welche sich Herrv. Nagler durch die vielfachen Verbesserungen und die musterhafteOrdnung, die er in diesem Zweige der Administration eingeführt,erworben hat. Das preuss. Postwesen ist seitdem von vielen europäi-schen Staaten zum Muster genommen worden, und so haben sichdiese vortrelliichen Einrichtungen und die umfassende Erweiterungder Postcourse, so wie der Schnellposten, die Einrichtungen derStadtposten, und viele andere sich darauf beziehende Verbesserungenauch auf andere Länder ausgedehnt. Im Jahre 1824 wurde Herr v.N. zum ausserordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministerbei der Bundesversammlung in Frankfurt ernannt, er behielt jedocliseinen ausgebreiteten Wirkungskreis als Chef des Postwesens bei. ImJahre 1835 rief ihn Se. Majestät von dem gedachten Gesandtschafts-posten ab, und gegenwärtig ist derselbe, bekleidet mit der Würdeeines wirklichen Geheimen Staatsministers, äusschliesslich seiner frü-heren Stellung wiedergegeben. Ausgezeichnet als Staatsmann undDiplomat ist Herr v. Nagler ein grosser Kenner der Wissenschaftenund Künste. Seit langen Jahren sammelt derselbe an Alterthiimern,Kunstwerken, seltenen Drucken, Manuscripten, Autographen, u.s. w. Ein Theil seiner Sammlungen ist in der neuesten Zeit an daskönigl. Museuni übergegangen. Herr v. N. ist mit der Tochter desvor einigen Jahren in Berlin verstorbenen Kriegsraths Ilerft vermählt,aus welcher Ehe ein Sohn lebt. Auch ist Herr v. N. der Schwagerdes wirklichen Geheimen Staatsministers, Freiherrn Stein zum Altenstein.