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3 (1842) I - O
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410 Mikrander — Mikuscli.

Mi k ran der, die Freiherren von.

Georg Adolph v. Mikrander war im April des Jahres 1883 in denReichsfreilierrenstand erhoben worden und erhielt am 30. April des-selben Jahres vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm ein Bestätigungsdi-plom. Kr hatte früher in österreichischen Diensten gestanden undward, nachdem er in kurbrandenburgische getreten war, 1089 zumGeneralmajor und 170J zum Generallieutenant ernannt. Später warer Gouverneur von Colberg geworden, welchen Posten er 1713 anden General Grafen v. Schlippenbach abtrat. Kbenso war ihm dieWürde eines Chefs der Kitteracademie in Pommern , welche nachmalsder Grund zur berliner Kadettenanstalt wurde, übertragen worden.Wegen seines hohen Alters legte er seine Posten nieder und erhieltdagegen das Gouvernement der Stadt Frankfurt a. d. O. Kr starb ineinem hohen, ehrwürdigen Alter im Jahre 172f, und war Krbherr aufTammendorf. Seine Gemahlin war Anna Katharina v. Klingsporn ausdem Hause Blaustein, in welcher Ehe ihm nur zwei Töchter geborenwurden. Kr hinterliess den Kuhin eines sehr gelehrten, tapfern undeinsichtsvollen Mannes. Auch in dein Adel der Provinz Preussen wer-den die Freiherren v. Mikrander als Herren von Schwarzenstein auf-geführt. M. s. Abels Rittersaal oder fortgesetzte vermehrte und ver-besserte preuss. und brandenburg. Reichs- und Staats-Geographie.Cap. I.S. 323.

Die Freiherren v. Mikrander führen ein qnadrirtes Schild mit ei-nem Herzschildlein. In diesem letzten zeigt sich im rothen Felde eingewappneter, ein Schwert haltender Mann. Das 1- rothe Quartier desHauptschildes ist mit drei silbernen Balken durchzogen, das zweitezeigt im schwarzen Felde einen silbernen, nach der rechten Seite auf-springenden Löwen; dasselbe Bild wiederholt sich im 3. blauen Quar-tiere; im 4. rothen Quartiere sind drei silberne französische Lilien,(eine oben, zwei unten) vorgestellt. Zwei gekrönte Helme bedeckendas Hauptschild. Aus der Krone des rechten wachsen zwei gerüsteteArme, die eine silberne Fahne halten, auf der Krone des linken stehtein schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln, der eine schwarzeFahne hält. Helmdecken silbern und schwarz.

Mikuscli, (lic Herren von.

Das adelige Geschlecht der v. Mikuscli, in seinem StammlandeBöhmen auch Mikosch geschrieben, ist im 17. Jahrhunderte nach Schle-sien gekommen. Ks erwarb hier im Fürstenthuine Neisse die GüterSchwarzwasser, Tannenberg u.s.w. Johann Ludwig v. Mikosch wurde1707 in den böhmischen Kitterstand, und der Finanz- und Conferenz-rath Bernhard Georg Frhr. v. Mikosch im Jahre 1721 in den Grafen-stand erhoben. Kr starb aber schon 1722 kinderlos zu Wien. Kinv. Mikuscli, Herr auf Dombrowka im Kreise Beuthen, war im Jahre180(3 üeconomiecommissarius. — In demselben Jahre war Frau Ma-rin Floriana v. Mikuscli Oberin des jungfräulichen Klosterstiftes der Ur-sulinerinnen in Schweidnitz. — In dem Kegimente Fürst v. Hohen-lohe zu Breslau stand 1806 ein Lieutenant v. Mikuscli, er war 18.35Major im 22. Infanterie-Regimente. — Zwei Brüder v. Mikuscli stan-den 180(3 als Cornets im Kegimente v. Schimmelpfennig-Husaren. Derjüngere blieb 1813 in der Schlacht bei Lützen, der ältere ist Ritt-meister im 22. Landwehr-Regimente zu Cosel und Ritter des eisernenKreuzes, erworben 1814 in Frankreich.