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3 (1842) I - O
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Metticb.

Wiener Congressacte Wieb, doch mit den in der deutschen BundesacteArt. 14. festgesetzten Vorrechten.

Am 5. März 1825 ward Ochsenliausen an die Krone Wiirtembergverkauft. Die jetzigen Besitzungen des fürstlichen Hauses sind, inBöhmen: die mit den Gütern Katzerow, Bichl und Kraschau vereinteHerrschaft Plass; die mit den Gütern Äliltigan, Amnions- und Mar-cnsgrün vereinte Herrschaft Königswart. In Mähren: die mit den Gü-tern Vitzownirzitz und Dieditz vereinte Herrschaft Cojetein; die Herr-schaft Brzesowitz und das Gut Kowalowitz, die Domaine und dasSchloss Johannisberg am Rhein und das Gut Harsberg am Bodensee.Die Religion ist katholisch und der Wohnsitz Wien.

Der berühmte Diplomat, Fürst Clemens v. M. (geb. den 15. Mai1773), k. österr. Hof- und Staatskanzler, war dreimal vermählt. Vonseinen zahlreichen Kindern leben nur 2 Söhne und 3 Töchter.

Das einfache alte Stammwappen der Familie Metternich zeigt imsilbernen Schilde drei schwarze Austerschalen, und auf dem gekrön-ten Helme einen goldgekrönten Schwan. Die Helmdecken sind schwarzund silbern.

Die Familie Wolf-Metternich siehe Wolf.

Mctticli, die Grafen und Freiherren von.

Die v. Mettich, ursprünglich eigentlich v. Mettichen, zuweilen auchMöttichen und Mötticht genannt und geschrieben, gehören dem schle-sischen Adel an, während eine gleichnamige Familie, mit einem Wap-pen von weniger Abweichung Sachsen angehört. Nicht zu entschei-den vermögen wir, welche von beiden Familien das Stammgeschlechtist. Wir finden zuerst im Jahre 1586 einen Ifans von Mötticht undTscheitschau als Ritter des Johanniterordens, Cömmendator zu KI. Oelsund Silber-Kämmerer am Hofe Kaiser Rudolphs II. Das erwähnteTscheltschau, das auch zuweilen Tschetschau geschriebeil wird, sollnach Sinapins im Oppelnschen liegen. — Im Jahre 1605 wurde Hansv. Mettich auf Wirsbel? und Schrebsdorf zum Landeshauptmann desFürstenthums Münsterberg und des Weichbildes Frankenstein gewählt.Er starb plötzlich am 7. Decbr. 1621 an der Tafel des Präläten v.Heinrichau. — Balthasar v. Mettich auf Klizyne war um das Jahr1607 Landrechtsbeisitzer der Fürstenlhiimer Oppeln und llatibor. —Johann Nikolaus v. Mettich und Tschetschau auf Schrebsdorf, Röbs-dorf und Rügersdorf starb am 21. Januar 1621. — Balthasar, Frei-herr v. Mettich und Tschetschau, war mit Helena v. Scliaffgotsch ver-mählt. In dieser Ehe wurde geboren: Johann Joachim, erster Reichs-graf v. Mettich und Tschetschau. Er war dreier Kaiser, so wie auchdes Erzherzogs Karl, Bischofs zu Breslau, Rath und Kämmerer, undmit Eva Benigna, Burggräiin zu Dohna, vermählt. In dem Werke:„Die poetischen Wälder, von Opitius' c steht ein Gedicht auf das Beila-ger dieser Vermählung. — Karl Joachim, Graf v. Mettich, Sohn desVorigen, Herr der Herrschaft Wiese, Dammerau, Langenbrück undBückelsdorf, war mit Anna Maria, Freiin v. Proskau, vermählt. —In dem Stammbaume dieses gräflichen Hauses findet man die Schrat-tenbach, Herbersteine, Wertenberg, Vertugo, Czernine, überhauptviele der vornehmsten österreichischen Häuser aufgeführt. — NachSinapins ist die gräflich Mettichsche Herrschaft Wiese ein Seniorat,da sie nach diesem Schriftsteller jedesmal auf den ältesten des Hausesfällt. Im Anfange des vorigen Jahrhunderts war Graf Ferdinand v.Mettich, Freiherr v. Tschetschau, Senior des Hauses und mit einerGrälin v. Schrattenbach vermählt. Der vor einigen Jahren verstorbene