Merklin — Merode.
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Merklin, die Herren von.
Ein adeliges Geschlecht in Franken. Demselben gehörte der Ma-jor y . Merklin in dem ehemaligen Regiinente v. Zweifel an; er wurdeim Jahre 1814 pensionirt und ist im Jahre 1S25 gestorben. — In dem-selben stand auch ein Hauptmann v. M., der im Jahre 1810 in derUten vorpommerschen Invaliden-Compagnie gestorben ist. — Ein Sohndes Majors v. M. stand als Fähnrich in dem Regiinente von Zweifelund war zuletzt Capitain und dem 16. Infanterie - Regiinente aggregirt.
Merode, die Grafen von.
Mehrere Autoren leiten die Abstammung dieses alten vornehmenGeschlechtes, das sich ursprünglich Scheiü'art v. Merode schrieb, vonden Königen von Aragonien ab, indem sie anführen, dass Berengar,der dritte Sohn des Königs Raimund von Aragonien, mit Adelheid v.Rode vermählt war. Diese hatte ihrem Gemahl ihr Stammgut Rode,jetzt Merode genannt, im Jülichschen gelegen, zugebracht. In dieserEhe wurde ein Sohn, I ferner, gezeugt, welcher zuerst den KamenMerode annahm. Bucelin längt die ordentliche Stammreihe mit Sey-fried, Herrn v. Merode, an, der um das Jahr 1250 lebte. — Wer-ner II., Herr v. Merode, liess den Namen Scheilfart weg, und wirdals der Stammvater der heute nocli blühenden Linie v. Merode -JVc-sterloo und Merode-Holfalize gehalten. Ausser diesen Linien bildetensich nach und nach mehrere, Merode-Heyden, Merode-Buir undSchlossberg, Merode-Vlatten, Merode-Hemmersbach, Merode - Holr'a-lize-Frentz u. s. w. Die Familie erwarb später Bornheim, Neurath,Opharen, Trelon, Frentz, Rummen, Westerloo, Liefdal, Oirschott, Pe-tershem, Parweis, Buir, Merfeld, Vlatten, Froitzheim, Eynaten, Hem-mersbach, Limbricht, Willerwist, Kuelseggen, Alner, Büry, Voelen,Gotzenhofen, Jehay u. s. w. Johann Schriftart v. M. lebte um das Jahr1293. — Sein Sohn, Werner v. M., war 1310 auf dem Turnier zuMöns und stiftete die Linie Merode - Heyden, welche aber mit Marinv. AI. wieder erlosch. — Wilhelm Schriftart v. M. hatte fünf Söhne,wovon Werner v. M. um das Jahr 1339 Propst zu St. Gereon in Cölnwar, Carsil v. AI. zu Buir ilie Linie AI. zu Buir und Schlossberg,und Johann v. M., Herr von Vlatten, die Alerode-Vlattensche Linie stif-tete. Eben so gründeten Werner v AI. zu Hemmersbach, und Wal-ruv v. AI. zu Wilerwist und Kuelseggen, zwei neue Linien. — Conradv. AI., Erbburggraf des Erzstifts Cöln, verkaufte seinen Anlheil derHerrschaft A'Ierode wegen Schulden an seinen Vetter, Richard v. Me-rode-Frentz, für 6000 alte Gulden. — Johann Schriftart erwarb durchHeirath die Herrschaft und das Schloss Bornheim. — Heinrich undAdolph v. AI. waren Domherren, Severin v. AI. aber deutscher Ordens-ritter und Comthur zu Cöln, und Reiner v. AI. Landcomthur der Bal-ley Coblenz. — Adrian v. AI. war Domherr zu Trier. — Alit Wil-helm Schriftart v. AI. erlosch die Hauptlinie. — H emer IV., Freiherrv. AI., aus dem Hause Westerloo und Hoiralize, stiftete das KlosterSchwarzenbroich, erkaufte das Schloss Audrimont, und starb 1341. —Arnold v. AI., Domherr und Propst, lebte um das Jahr 1473 und standbei dem Kaiser Friedrich III. in grosser Gnade. — Heinrich, Freiherrv. AI., wird als Deputirter der Stände von Holland zu Ende des 17tenJahrhunderts aufgeführt. — Maria v.M. starb als Aebtissin zu Höcht.— Phlilipp I., Graf v.AL, ward 1626 vom Könige Philipp IV. von Spanienzum ersten Markgrafen v. AVesterloo erhoben. — Johann Philipp Eugen,