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3 (1842) I - O
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Mcrian.

dovf, Burkhardt der jüngere aber wurde 1553 evangelisch und Lobbür-ger der Stadt Basel. Seine Linie hat grosse Künstler als Kupferste-cher und Maler hervorgebracht, und es haben hierdurch ihren Namenverewigt: Mathiius der ältere (geb. 1593, gest. 1651); Mathiius derjüngere (geb. 1644); Johann Mathiius (1716) und Maria Sibylla, ver-ekel. Grollin (geb. 1647, gest. 1717). — Vorgedachter Mathiius derjüngere erhielt eine Bestätigung und Erneuerung des Adelstandes, undvon Brandenburg und Baden den Kathstitet. Von seinen Sühnen (wel-che seit der Adelserneuerung sich des von bedienten) bekam Karl Gustau, der sich zu Frankfurt am Main niederliess, den Titel eines kur-fürstlich brandenburgischen, nachher königl. preuss. Kammerraths.

Johann Mathiius, dessen schon oben gedacht, war kurmainzi-scher Kammerrath, und Remigius kurbrandenburgischer Resident zuFrankfurt.

Theobald II. ward 1529 evangelisch und Lobbürger der Stadt Ba-sel, wie schon oben erwähnt, und von seinen Sühnen focht Ehrhardtmit Auszeichnung bei Nayarra 15(1, und brachte eine Fahne mit nachBasel. Diese Linie hat die ansehnlichsten Aemter der Stadt Basel be-kleidet, und mehrere Glieder in ausländischen Kriegsdiensten gehabt:als: Johann Jahob Heinrich in österreichischen Diensten, und Emanuel,Oberstlieutenant der baseischen Nationaltruppen, vormals in königl.preussischen, nachher in königl. französischen Diensten.

Johann Rudolph, königl. preussischer Generalmajor von der Ca-vallerie, Ritter vom Verdienstorden (wahrscheinlich aus der JohannPeterschen Linie), war ein Sohn Johann Rudolph's, königl. dänischerRittmeister und zu Itzehoe im llolsteinschen 1714 geboren. Seine Ju-gend verging in grosser Dürftigkeit. Im Jahre 1746 nahm er Dienstebei der dänischen Cavallerie; da er aber keine Aussicht zur Beförde-rung hatte, so trat er 1741 in preuss. Dienste, und erhielt in deindamaligen Dragonerregimente, das unter dem Chef desselben, General-major Graf v. Nassau, errichtet wurde, eine Escadron, mit welcherer der Einnahme von Neisse und 1742 der von Olmiitz beiwohnte.Beim Rückzüge aus Mähren zeichnete er sich in einem Gefechte mitden feindlichen Husaren ausserordentlich aus, und erwarb sich 1744bei Prag und andern Orten in Böhmen den Ruf eines tapfern Krie-gers. Im Jahre 1745 zeichnete er sich wieder an der Spitze seinerEscadron in der Schlacht bei Hohenfriedberg ausserordentlich durchseine grosse Tapferkeit aus, und fand fortwährend Gelegenheit, in demRegimente, worin er diente, Lob und Ehre zu erwerben, namentlichaber bei Cosel, Lobschütz, - dann bei Prag 1757, Cuttenberg, Collin;bei Spemberg (1759), Cunnersdorf, Gorbitz, l'retsch, wo er mit denübrigen Stabsoffizieren und Escadronführern den Verdienstorden er-warb. Bei Maxen befand er sich auch mit seiner Escadron, so wiemit dem Regimente bei dem Corps des General Finck, welches inösterreichische Gefangenschaft gerieth, wollte sich aber nicht ergeben,sondern mit dem Schwerte sich durchschlagen, wodurch ihm die beson-dere Gunst seines Königs nach geschehener Auswechselung zu Theilwurde. Am 28. Mai 1773 wurde er in demselben Regimente Oberst.Im Jahre 1778 erhielt er das Leib-Kürassier-Regiment, vormals Len-tulus, und wohnte als Generalmajor der Reiterei und Chef dieses Re-giments dem baierschen Erbfolgekriege 1778 — 1779 unter dem PrinzenHeinrich bei; nahm 1782 Abschied mit Pension, und starb 1784 aufseinem Gute Grossen-Saaze im Magdeburgischen , von seinem grossenKönige hochgeachtet.

Gegenwärtig ist ein Baron v. Merian kaiserl. russischer wirklicherStaatsrath und Ritter des preuss. rothen Adlerordens 2. Classe.