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3 (1842) I - O
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Mengden.

Beförderer der Reformation und Hofrichter bei der Herzogin Elisabethvon Braunschweig zu Münden.

Zu Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Familie durch Hans undHelmbrccht von Mengershausen in zwei Hauptlinien getheilt. Die Nach-kommen des Erstem blieben im Heimathlande, leben daselbst noch,und es ist nur aus neuern Zeiten zu bemerken, dass Herr Ernst Frie-dlich von Mengershausen, Erb- und Gerichtsherr zu Mielenhausen,drei Kinder erzeugt hat, deren ältestes ein Solln, Hermann, in preus-sische Staatsdienste getreten, und daselbst seit einigen Jahren als Ober-landes-Gerichtsassessor angestellt gewesen, auch mit Elisabeth vonVoigt aus Lauenburg verheirathet ist, welche mit ihm, ausser einigenTöchtern, auch einen nocli lebenden Sohn, Hermann Bado Ludwig,erzeugt hat, während die Tochter, Elisabeth, an den Freiherrn Frie-drich Bodo von Bodenhausen auf Arnstein, Niederngandern und Metzen-hausen verheirathet, der jüngste Sohn, Karl Heinrich von Mengershau-sen aber Amtsassessor in königlich hannoverschen Diensten ist.

Die Nachkommen Helmbrechts von Mengershausen behielten zwarihren Antheil am Grundbesitze der Familie, wohnten daselbst indes-sen nur ausnahmsweise, indem dieselben schon zu Anfange des lötenJahrhunderts Mitglieder der Gauerbschaft Alt-Limpurg zu Frankfurtam Mayn wurden, und in dieser freien Reichsstadt an dem l'atriciatund der Regierung Tlieil nahmen, wobei sich um das Jahr 1580 — 82Genrtj von Mengershausen als Bürgermeister hervorthat und bei derKaiserkrönung besonders geehrt wurde. Seit dem Ende des 17. Jahr-hunderts nahmen die Mitglieder dieser Linie, sobald sie nicht etwa aufden Gütern wohnten, verschiedene Kriegsdienste an, und gegenwärtiglebt nur noch Herr Karl Adelbert von Mengershausen, Sohn des weil,königl. preussischen Majors Friedrich von Mengershausen, und des-sen Gemahlin Eleonore Christiane Auguste, gebornen von IJarstall,auf seinem Gute in Hönningen bei Linz am Rhein, woselbst ihm vonseiner Gemahlin, Sophie Antonie Leopoldine, gebornen von Witt-genstein aus dem Hause Steeg im Cleveschen, bereits mehrere Söhneund Töchter geboren wurden.

Mcngden, die Freiherren und Herren von.

1) Die Familie v. Mengden, auch Mengeden und Mengede, gehörtursprünglich Westphalen und dem heutigen Königreiche Hannover an.Viele Zweige aber, die dem Orden nach den östlichen Ländern folg-ten, haben sich in Preussen und Lielland, später auch in Russland,ansässig gemacht. Diesem lieliähdischen Aste gehörte Karl, Freiherrv. Mengden, an, der 1743 in preuss Dienste trat, 1706 eine Esca-dron im Regimente Garde du Corps erhielt, 1709 Major und 1773Commandern' dieses Regiments wurde. 1)75 erhielt er die Amtshaupt-inannschaft zu Ragnit; auch beförderte ihn Friedrich II. zum Oberst-lieutenant, 1782 zum Obersten, 1785 zum Generalmajor und Chef desv. Arnimschen Kürassierregiments. Er starb im Jahre 1700 und seinRegiment erhielt der General Graf Truchsess zu Waldburg, späteraber der General v. Wagenfeld. Es besteht noch heule unter dem Na-men des 1. Kürassierregiments. Der General v. M. war mit einer v.Hahnenfeld vermählt. — In dem Regimente von Wedel zu Bielefeldstand ein der westphälischen Linie angellöriger Baron v. Mengden, derim Jahre 1816 als Capitain des 6sten westphälischen Landwehrregi-ments aus dem acliven Dienste schied. — Von der kurländischen Li-nie wurde im Jahre 1703 ein Freiherr v. M. königlich preuss. Kam-merherr.