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3 (1842) I - O
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Mautitz Munschwitz.

Brüder v. Mauderode, der ältere war später Major im 18. Infanterie-Hegimente und wurde nachmals Kreissteuer-Einnehmer in Nordhau-sen, der jüngere starb 1818 im Pensionsstande. In dem Regimente v.Renouard in Halle stand ein Lieutenant v. Mauderode, der gegenwär-tig Stabsollizier in Diensten des Grossherzogs von Weimar ist. Einjüngerer Bruder desselben stand im Regimente v. Hohenlohe zu Bres-lau, gegenwärtig ist derselbe Oberst, Adjutant des General-Inspec-teur der Festungen und Chef des Ingenieurcorps, Mitglied der Stu-diencommission der Artillerie- und Ingenieurschule, Ritter des Johan-niterordens u. s. w. Im 12. Infanterie - Regimente starb 1813 einLieutenant v. Mauderode an ehrenvollen Wunden. Ein Bruder desObersten ist der königl. Rechnungsrath v. Mauderode in Berlin. Einerv. Mauderode ist Land- und Stadtgerichtsratk in Bromberg.

Mauntz, die Herren von.

Zwei Brüder von Mauntz, der ältere Premierlieutenant, der jün-gere Secondelieutenant, stehen im 29. Infanterie-Regimente in Coln.Ks sind die Söhne des am 17. Oct. im Jahre 1800 bei Halle geblie-benen Capitains im Regimente Jung-Larisch, Felix v. Mauntz und derGrätin Karoline v. Krokow.

Mau schwitz, die Herren von.

Diese adelige, der Lausitz und Schlesien ungehörige Familie hateine gleiche Abstammung und ein gleiches Wappen mit den v. Deb-schitz. Das Stammhaus der Familie Malschwitz oder Mauschwitzliegt bei Baudissin, nach diesem ihren Besitzthume nannten sich dieVorfahren der Mauschwitzer, die einen Ast der Debschitzer ausmach-ten. Am Ende des 15. Jahrhunderts erwarben sie die Güter Armeruh,Harpersdorf und Alzenau bei Löwenberg, Leusersdorf bei Liegnitz,Bautmansdorf bei Haynau, Dittersbach bei Lüben, Batzdorf bei Strie-gau ii. s. w.; später auch Lederhose bei Janer. Zuerst kommt C'hrislnph v. Mauschwitz vor, der um das Jahr 1500 lebte. Sigismund II.v. Mauschwitz besass 1596 Alzenau. Friedrich v. Mauschwitz aufHarpersdorf war 1(339 Regierungs- und Landrath des Herzogs GeorgRudolph zu Liegnitz, ein gelehrter und hochverdienter Cavalier (vircharus et fidus amicus). Am 12. Januar 1712 starb Karl Sigis-mund v. Mauschwitz auf Armeruh, des Fiirstenthums Liegnitz und derStände Bestallter, auch Deputirter beim ötfentliclien Convent in Bres-lau. Wolf Christian v. Mauschwitz auf Ulbersdorf, Landes-Hof-richter, starb 1721.

Im preuss. Staatsdienste zeichneten sich aus: Karl MaximilianFerdinand v. Mauschwitz, der schnell vom Kriegs- und Domainenrathezum Chef-Präsidenten der kurmärkischen Kammer, und am 5. Decbr.1786 zum wirkl. Geheimen Staats-, Kriegs - und dirigirenden Ministerbefördert wurde und das Departement von der Kurmark, Ostfrieslandund Neufchatel, wie auch von den Stempelsachen erhielt; er trat esaber später ab, und ihm wurde dafür das Departement von Ost- undWest-Preussen und das der Kassensachen zugetheilt. Im Jahre 1791nöthigten ihn Krankheits-Uinstände, seinen Abschied zu erbitten; schonein Jahr später erfolgte sein Tod.

In der Armee gelangte zu höheren Würden Maximilian v. Mansch-witz, der im Jahre 1782 als Generalmajor und Chef eines Kiirassier-regiinents starb. Er hatte sich im siebenjährigen Kriege bei vielen