Massow.
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das Dragonerregiment v. Platen trat. Im Jahre 1774 ward er als Wer-beoffizier nach dem Rhein geschickt, der baiersche Erbfolgekrieg riefihn zu seinem Regimente zurück. Hier wurde er 1783 durch Frie-drich den Grossen zum beständigen Ordonnanzoffizier der Cavalleriebei Sr. Majestät bestimmt. Als Oberstlieutenant wohnte er dem Feld-zuge von 1806 bei. Nach erfolgtem Frieden erhielt er den Auftrag,sich als Mitglied der Reorganisations-Commission anzuschliessen, undim Jahre 1810 trat er als Mitglied bei der Militair-üntersuchungs-Commission ein, nachdem er 1809 schon Oberst und Commandeur desRegiments v. Esebeck-Dragoner geworden war. Nach einer gefährli-chen Krankheit trat er im Jahre 1810 als Generalmajor in den Ruhe-stand. Die Ereignisse des Jahres 1813 riefen ihn noch einmal alsDivisionair des in dem zaug-Iuckenwalder Kreise gebildeten Land-sturms in den Dienst seines Königs, wo er sich, namentlich vor undnach der Schlacht von Dennewitz, durch zweckmässig getroffene Maass-regeln den Dank und Beifall der Behörden erwarb. Er starb am 10.August 1821, geehrt als treuer Diener seines Königs.
Christian, Freiherr v. Massenbach zu Massenbach, aus der Jün-gern wiirtembergischen Linie. Er trat in den letzten LebensjahrenFriedrichs des Grossen, der sehr bald den kenntnissreichen Mann inihm erkannte, in den preuss. Generalstab ein, und wurde in der hol-ländischen Cainpagne dem Stabe des Herzogs v. Braunschweig zuge-theilt. Hier erwarb er sich bei Cortenhof den Verdienstorden. Sehrbekannt ist es, wie thätig er in seinem Berufskreise war, währendsein nicht zu beschwichtigender Hang zum Organisiren und Reorgani-siren, und seine freie Art und Weise, sich in Sprache und Schrift aus-zudrücken, schon im Laufe seiner Dienstzeit ihm viele Feinde zuzog.Sein Benehmen im Jahre 1806, sein Antheil an der Capitulation beiPrenzlau, und ganz besonders die zur Publicität gebrachten, gros-sentheils nur aus Dienstpapieren gezogenen Nachrichten und ein an-derweitiger Missbrauch des in ihn gesetzten Vertrauens, zogen ihmspäter Verantwortung und eine lange Haft zu. Er starb, befreit vonseinem Festungsarreste im Jahre 1827 auf seinem Landgute im Gross-lierzogthume Posen in dem Rufe eines Mannes von grossen Geistes-kräften, die er bei vielen Gelegenheiten auf eine energische Weiseangewendet hatte.
Das eiserne Kreuz erwarben sich auch der Major v. M. im 1. Gar-deregimente, ein Sohn des oben erwähnten Generals Karl Wilhelmv. M., 1815 vor Paris, und der Rittmeister v. M. im 6. Kürassierre-gimente bei Ligny.
Auch im preuss. Civildienste haben verschiedene Mitglieder diesesHauses gestanden, und noch gegenwärtig stehen deren in demselben.Im Jahre 1806 war ein v. M. Geheimer Ober- Kriegs- und Domainen-Rechnungsrath. — Ein anderer v. M. war Tribunalrath zu Königs-berg. — Gegenwärtig ist ein Geheimer Regierungsrath v. M. könfgl.preuss. Commissarius oder Bevollmächtigter bei der Zolladministrationin Karlsruhe. Er ist Ritter des eisernen Kreuzes 2. Classe (erworbenbei Gr. Görschen).
Das Wappen dieses vornehmen Geschlechts zeigt ein blaues, vondrei goldenen Querbalken durchzogenes Schild und auf dem Helmezwei gold und blau gestreifte Büffelhörner. Dieses Wappen giebtSiebmacher, I. S. 113.
Massow, die Herren von.
Die ältesten Autoren leiten den Ursprung dieses edlen und vor-nehmen Geschlechtes aus Massovien ab. Der erste Ritter, der ausv. Zedlitz Adels-Lex. III. 24