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Massenbacli.
des 3. Musquetierbataillons im Regimente v. Plötz zu Czenstochan v.Muschkow. Hr war um das Jahr 1742 in Dessau geboren, und starbim Jahre 1808.
Massenbacli, die Freiherren und Herren von.
Von de.m alten, ehemals zur Ritterschaft des heiligen römischenReichs gehörigen Geschlechte, das ursprünglich Schwaben und denRheinlanden angehört, und noch heute in den königl. baierschen undwiirteinbergischen Staaten in verschiedenen Linien blüht, sind schonmit dem deutschen Orden Zweige nach l'reusscn gekommen. Hierlinden wir dieses vornehme Geschlecht öfters auch v. Masbach genanntund geschrieben. Das eigentliche Stammhaus der Familie liegt imWiirteinbergischen; es ist das Pfarrdorf Massenbach im Oberamte Bra-ckenheim des wiirtemberg. Neckarkreises, welches zur Zeit des deut-schen Reichsverbandes zum Rittercanton Craichau gehörte. Eine Li-nie des Hauses führt gegenwärtig den Beinamen v. Gemmingen. DasStammhaus ist gegenwärtig in dem Besitze der jiingern Linie des Hau-ses, der namentlich der unten näher angeführte Freiherr Christian v. M,angehörte, der auch in dem Familienschlosse Massenbach geboren war.Der Stammherr der preuss. Linie war Bechtold v. M., ein angesehenerRitter des deutschen Ordens, der mit dem Heermeister Hermann v.Salza in die östlichen Länder kam. Ein Enkel desselben, Barlholdv. IM., leistete, unter dem Ordenshofmeister Hans Truchsess zu Yitzen-hausen, dem Orden wichtige Dienste, und wurde dafür mit ansehnli-chen Gütern belohnt. Stutehnen, Cordammen und Pablauken, auchRodiinannshöfen bei Königsberg sind alte Besitzungen der v. M. inPreussen. — Fünf Brüder v. M., aus dem Hause Rodiinannshöfen, tra-ten um das Jahr 1660 in holländische Dienste. Vier blieben auf demFelde der Ehre, nur Wilhelm Albrecht v. M. erlebte den Ausgang derFeldziige. Er ging als Chef eines Dragonerreginients mit dem Kö-nige Wilhelm III. nach England. Aus seinen Dragonern wurde diesogenannte blaue Garde errichtet, und ihr Führer kam nach einemvielbewegten, thatenreichen Leben nach Preussen zurück, und pflanzteliier sein Geschlecht fort. — Es haben sich im preuss. Heere vor-züglich bekannt gemacht:
Ehrhard Friedrich Fabian v. M., von der preuss. Linie. Er hatteseine militairische Laufbahn in dem Dragonerregimente v. Meyer, zu-letzt v. Auer, begonnen, und war in demselben bis zum Oberstlieute-nant gestiegen. Als im Jahre 1802 das Dragonerregiment v. Rouquetteerrichtet ward, wurde er Commandeur desselben, auch erhielt er indemselben Jahre den Orden pour le merite. Den Feldzug von 1806machte der damalige Oberst, bei vielen Gelegenheiten sich auszeich-nend, mit; namentlich leistete er in der ehrenvollen VertheidigungDanzigs vortreffliche Dienste, und ward nach dem Frieden General-major und 1812 Generallieutenant und Commandern' der Cavallerie desv. Grawertschen Corps. Hier verdient die umsichtige Art und Weise,wie er seine Truppen, nach dem vom General v. York gethanenSchritte, dem französischen Einllusse entzog, besonders erwähnt zuwerden. Als Danzig wieder in den Besitz Preussens kam, ward erzum Gouverneur dieser Festung ernannt. Im Jahre 1815 trat er mitdem Charakter eines Generals der Cavallerie in den Ruhestand, undstarb am 3. Juni 1819 auf seinem Gute Johrengen bei Bartenstein.
Karl Wilhelm v. M., ein Enkel des oben erwähnten Wilhelm Al-brecht v. M., und ein Sohn Karl Wilhelms v. M., königl. Landrathsund Iirbherrn auf Rodiinannshöfen bei Königsberg in Preussen, geb.am 7. Mai 1752, der anfangs zu Königsberg studirte, sodann aber in