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Marwitz.
bige den Namen und das Wappen der v. Marwitz fortführen dürften.Der Kaiser habe ihre Bitte gewährt, und wie sie denn wirklicli Söhnebekommen, habe er befohlen, dass selbige von der Marwitz heissen,und das alte Wappen, einen goldenen Baumstamm im blauen Felde,dergestalt vermehrt fortführen sollten, dass dieser Stamm neun Spros-sen treibe (revirescit steht bisweilen darunter), und als Helmschmuckdie Jungfrau zwischen die Flügeln des kaiserlichen Adlers gesetztwerde, welche sich die Ilaare ausrauft.
Einige bilden letztere auch so ab, dass sie sich den Brautkranzaufsetzt, so dass jenes die Erscheinung vor dem Kaiser im Kummer,dieses aber die Zubereitung zur Vermählung, nach Erhörung ihrerBitte, versinnlichen würde.
Wahrscheinlich ist es , dass die v. d. Marwitz ihren Namen vondem alten Stammgute Marwitz bei Landsberg an der Warthe bekom-men, oder ihn demselben gegeben haben, denn Alles was man von ih-nen weiss, zeigt, dass sie beständig in jener Gegend gewohnt undgewirkt haben. l)ie noch vorhandenen Lehnbriefe von 1014 (KurfürstJohann Sigismund) bis 1714 (König Friedrich Wilhelm I.), zeigen,dass sie diese Zeit hindurch die Güter Grünrade, Beerfelde, Sellin,Babbin halb, den Warnitz-See, Neuen - Zantoch sammt dem halbenStädtchen Bennewitz, Pyrehne, Ilohenwalde, Tornow, Marwitz, (sammtdem Dammbruch, bis so weit als das Feld zu Schönfelde und derMarwitz geht und sich streckt), endlich Schönfelde und Rahnsdorfununterbrochen besessen haben.
Ob folgende Orte: Marwitz im Havellande, unweit Kremmen.Marwitz in Pommern an der Oder, Gartz gegenüber. Gross- undKlein-Marwitz in Ostpreussen bei Preussisch-Ilolland, Marwitz beiBraunschweig, welches 1480 Kaspar v. d. Marwitz gehörte, dessenSohn T Volff nachher Gross-Voigt in Wolfenbüttel war, und ein Mar-witz in Böhmen unweit Chrudim, von den Marwitzen erbaut worden,oder woher sonst der Name, ist unbekannt.
Ausserdem besass die Familie (nach Gundling) im Jahre 1724noch in der Neumark Gleissen , Liebenfelde, Dölzig, Hohen-Liibbi-chow und Bellinchen.
In Gleissen befindet sich noch gegenwärtig das v. d. MarwitzscheWappen auf Glas gemalt in der alten Kirche.
Ferner in der Mittelmark und zwar in Lelms, Friedersdorf undClessin. In Berskow Gross- und Klein-Rietz, Kassmannsdorf, Birk-holz und Drahendorf. In Nieder-Barnim Lohme. In Ober- BarnimWeesow. In Teltow Diedersdorf. In der Zauche Kemnitz und Füben.
Welches die directen Nachkommen der vorerwähnten Zabel undHenning v. il. Marwitz gewesen sind, weiss man nicht, wohl aber,dass 140 i Konrail von der Marwitz, wie der nachherige Kaiser Sigis-mund die Neumark dem deutschen Orden, und dessen HochmeisterKonrad v. Jungingen verpfändete, mit anderen von der RitterschaftZeugniss ablegte, dass die ganze Neumark, so weit sie von der pom-merschen Grenze, der Oder und Warthe sich erstreckte, dem deut-schen Orden gehuldigt habe.
Ferner ist bekannt, dass Alexander oder Zander V .Marwitz Landvogtder Neumark für den Orden war und als solcher 1420 den v. Sydow ihrLehn über Fürstenfelde bestätigte. Zwar will Herr Wohlbrück in sei-ner Geschichte des Bisthums Lelms behaupten, dieser Landvogt seiein bürgerlicher gewesen und habe Alexander Machewitz geheissen,also stehe es im Codex diplomaticus polonicus. Es ist aber den Sit-ten jener Zeit zu sehr entgegen und daher nicht glaublich, dass einBürgerlicher, und wenn er auch ein ganz freier Mann gewesen, alsLandvoigt die ganze Provinz regiert, also rilterbürtige Leute beherrscht