Martitz — Marwitz.
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Martitz, die Herren von.
Die v. Martitz gehören zn ilem alten märkischen Adel, und besas-sen in dem zur Neumark gehörigen Kreise Arnswalde die Güter Ralin-werder, Spiegel, Butow, Mellen u. s. w. — Ein Oberstlieutenantv. Martiz stand 1806 im Ilusarenregimente v. Usedom, er hatte sichim Jahre 1794 in Süd-Preussen den Verdienstorden erworben.
Marval, die Herren von.
Eins der alten adeligen Geschlechter in der Stadt, in dem Für—stenthume und Canton Neufchätel, welches seinen Ursprung von Genfhat. Mcrmet war 1464 Syndicus der Stadt Genf, und Peter besass ver-schiedene bischöfliche Lehne, Letzterer wurde Vater von Peter, Dom-herrn zu Genf, Andreas bischöflichem Vicar (1473) und Petermann,der 1496 Rathsherr war, und einen Sohn Nikolaus hatte, der einegleiche Stelle bekleidete, und Vater von Franz, der 1573 als pensio-nirter Hauptmann starb, wurde. Franzis Sohn, Johann, zog 1590 nachNeufchätel und wurde Vater von Franz II., der als Hauptmann insavoyschen Diensten stand, 1648 vom Herzog v. Longueville Für-sten v. Neufchätel, eine Adelsbestätigung und die Castellanstelle vonBoudry erhielt, Staatsrath, und 1656 Schatzmeister wurde. Sein SollnLudwig trat 1640 in kön. französ. Dienste, ward 1652 Gardehauptmannund blieb 1654 im Zweikampfe zu Rheims. Die Gardecompagnieblieb erblich bei seiner Familie, bis sie 1668 abgedankt wurde. Desletztgedachten Ludwig Bruder, Samuel, wurde 1694 Staatsrath undMayer der Stadt Neufchätel, war 1707 Beisitzer des souverainen Ge-richts der 3 Stände bei der Wahl König Friedrich I. von Preussenund starb als ältester Staatsrath 1733; von seinen Söhnen wurde Lud-wig Vater von Samuel, der 1733 Mayer von Cortuillod und 1740 Staats-rath wurde; Franz aber, geb. 1692, starb 1773 als königl. französ.Brigade-General und Ritter vom Kriegsverdienstorden.
Marwitz, die Herren von der.
Dieses uralte vornehme Geschlecht gehört ursprünglich den Mar-ken und Pommern an. Die erste Urkunde, welche dasselbe erwähnt,ist der Stiftungsbrief des Doms zu Soldin vom 30. Mai 1298, vonMarkgraf Albrecht V. (aus dem anhaltschen Hause). Diese Urkundehaben Zabel und Henning v. Marwitz als Zeugen unterschrieben. Siesclüiesst mit folgenden Worten: „ Ut autem omnia haec in perpetuomaneant, et inconvulsa, praesentes inde confectas sigillo noslro jussi-mus communiri. Testes quoque hujus sunt Betheco de Jagow, Rei-neke de Wulkow, Zabellus et Henningius de Marwitz etc."
Ob damals schon die Erneuerung des Geschlechtes eingetretenwar, welche allen v. d. Marwitz bekannt und durch ihr Wappen auf-bewahrt ist, oder ob sie später erfolgte, ist unbekannt. Die Sagelautet nämlich: Von dem ganzen Geschlechte sei nur eine einzigeJungfrau übrig geblieben. Wie diese zum mannbaren Alter gelangtsei, und auch einen Brautwerber gefunden habe, sei sie darüber be-trübt geworden, dass ihr Name und ihr Geschlecht aussterben werde.Sie sei deshalb an den Hof des Kaisers gereist, habe ihren Gramvorgestellt, sich ihm zu Füssen geworfen, sich die Haare ausgerauft,und gebeten, dass, wenn ihre Ehe mit Kindern gesegnet würde, sei-