352
Mantenfel.
Jahren als Major im 11. Infanterieregiment gestorben. — In demKürassierregiinent v. Beeren stand ein Lieutenant v. M., der gegen-wärtig als Major dem 2. Garde-Landwehr-Uhlanenregiment aggre-girt ist, und sich bei Gr. Gürschen das eiserne Kreuz 2. Cl. erwarb.— In dem Regiment v. Esebeck-Dragonern standen zwei Brüder v.M. der jüngere starb schon im Jahre 1807 an ehrenvollen Wunden,der ältere blieb 1812 auf dem Schlachtfelde.
Sehr bekannt ist der Umstand, dass die Familie v. Steinmann(m. s. diesen Art.) von den v. Manstein abstammt.
Siebmacher giebt das Wappen der v. M. IV. S. 120. Die v. M.führen ein, durch einen Spitzenschnitt in drei Theile zerfallendesSchild. In dem untern schwarzen Felde ist ein in Silber gekleideterBergmann vorgestellt, der in der Linken den Hammer oder das Ei-sen , und in der Rechten einen Stein hält. In den beiden obern ro-then Feldern zeigt sich ein silberner Kübel. Auf dem gekröntenHelme steht der erwähnte Bergmann verkürzt zwischen zwei Adler-lliigeln, von denen der rechte golden, der linke roth und silbern ist.
M. s. Abel's Rittersaal II. S. 223. Hörschelmann's Leben undCharakter prenssischer Helden , Erfurt und Leipzig. 1702. S. 1. u. f.Die bekannten Memoires du General de Manstein, franz. und deutsch.Pauli, Leben grosser Helden, III. Biogr. Lex. aller Helden und Milit.-Personen, III. S. 6. u. f.
Mantenfel, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Ein uraltes, vornehmes, seinem Ursprünge nach Pommern ange-höriges, aber in vielen Linien auch in andern Ländern, namentlichin Baiern, l'reussen, Mecklenburg, Polen, Schweden, Kurland undLieiland blühendes Geschlecht. In Pommern gehört dasselbe zu denschlossgesessenen 7 Familien. Nach einigen Autoren stammen diev. Manteufel aus dem englischen Hause der v. Mandevel, ein Titel,dessen sich auch die Grafen v. Essex bedienten. Nach andern Nach-richten stammen sie von den Freiherren v. Quarne, Ritter v. Mande-vil, die vor 700 Jahren im Braunschweigschen blühten, ab. In Pom-mern hatten die v. M. vor Zeiten nicht allein sehr bedeutende Lehne,sondern auch viele Afterlehnsmänner, und noch gegenwärtig sind sienamentlich im Kreise Belgard reich begütert. In dieser Landschaftsind Bttslar und Quisternow, im Kreise Neustettin aber Lumpzow,Gajetto und Kollatz, im Kreise Schlawe Crolow alte Lehne der v.M.Kulpin im Kreise Greilfenberg ist ein altes Stammhaus der v. M. Eshatte früher ein altes festes Raubschloss, das im Jahre 1532 am TagePeter und Paul vom Abte zu Beibuk, mit Hülfe der Colberger zer-stört wurde. Die Stadt Polzin und das Dorf Armhausen, das ehemalsauch eine Stadt war, erhielt von den v. M. städtische Rechte. Cardv. M., ein Neffe des Bischofs von Camin, wurde der einzige Erbeder Polziner Güter, so wie auch fast aller Dörfer um Belgard, Stet-tin und Naugardt. Polzin und mehrere andere Güter fielen später andie v. Krockow. Poppelow ist ebenfalls ein altes Stammhaus der v. M.,so wie auch Kerschtin und Kruckenbeck. In Polen besassen sie dasIndigenat und den Rittersitz Popielewo, wovon sie den Namen Man-teufel -Popielewski annahmen, in Schweden und Lieiland nannten siesich Zegen v. M. — In der Stammreihe dieses Geschlechts erscheintzuerst Heinrich v. M., der um das Jahr 1288 lebte und sein Geschlechtdurch drei Sühne fortpflanzte. — Ein Urenkel von einem dieser Söhnewar Erasmus v. M., der 26ste Bischof zu Cainin. Er schrieb sichErasmus M. von Arnhausen, und erhielt im Jahre 1521 die bischülii-