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Maltzan.
mehr die Grafen, Maitzahl die Freiherren angenommen. In Pommerngehört es zu den Schlossgesessenen, auch besitzt es das Erbmarschallamtdaselbst, welches jedoch gegenwärtig, wie es scheint, ausser Observanz,oder vacant ist, in Schlesien aber besitzt es das Oberkämmereramt, wel-ches gegenwärtig Graf Joachim Alexander Kasimir v. M. bekleidet. Schonvor Jahrhunderten zerliel es in verschiedene Haupt- und Nebenlinien,namentlich in die Osten-Cummerowschen, Penzelin - Wartenbergischeund in die Sarow - Schorsowsche. — Als der erste bekannte Ritter ausdiesem Geschlechte erscheint Ludert v. Malzan oder Molzan, der sichum das Jahr 10(30 in Pommern aufhielt und einer der ersten Edelleutewar, die sich zum christlichen Glauben bekannten. Er hat das Schlossund die Kirche zu Bngehniinster an der mecklenburgischen Grenze er-baut, Mit seiner Gemahlin, Gisela, zeugte er den Bolco v. M., dersein Geschlecht weiter fortpflanzte. Von seinen Nachkommen hatteGeorg v. M., ein Sohn des Heinrich v. M, und einer v. Ahnen, durchseine Heirath mit einer v, Königsmark bedeutende Güter in der MarkBrandenburg erworben, — Sein Urenkel, Heinrich v. M„ der um dasJahr 1370 lebte, hatte sich mit einer Tochter des Fürsten zu Wendenund Herrn zu Morellin vermählt, und mit dieser die Herrschaft Pen-zelin in Mecklenburg erworben. Er brachte auch die Erbmarschall-wiirde in den Herzogthümern Pommern und Kassuben an sein Haus;zugleich war er auch der erste Freiherr v. M. aus der Penzeliner Li-nie, — Sein Sohn, Joachim, Freiherr v. M., Erbmarschall von Pom-mern , erfreute sich der besondern Gunst des Markgrafen Joachim vonBrandenburg. Er hesass in Mecklenburg und Pommern die SchlösserPenzelin, Swold , Osten und Parow, — Bernhard IL, Freiherr v.M.,reisete mit dein Herzoge Boguslav dem Grossen ins gelobte Land, undkaufte im Jahre 1491 die Herrschaft Graupen in Böhmen für 75,000Gulden. Seine Gemahlin war Gundelina, Freiin v, Alvensleben. —Joachim II., Freiherr v.M., wurde im Jahre 1541 des Landes und derStände in Schlesien oberster Feldhauptmann wider die Türken. Erwar zugleich Ratli und Statthalter des Markgrafen Joaohim Christianzu Brandenburg. Im Jahre 1552 erkaufte er die freie StandesherrschaftWartenberg, und wurde dadurch der Stammvater der v. M. in Schle-sien. — Sein Sohn, Johann Bernhard v. M., Freiherr in Wartenbergund Penzelin, war kais. Rath und Landeshauptmann der Fürstentü-mer Oppeln und Ratibor. Eine seiner Schwestern, Magdalene, war anWilhelm, Freiherrn v. Kurzbach, Herrn der von dem ölsischen Fürsten-thnme abgesonderten Herrschaften Militsoh und Trachenberg. DasSchloss i.lilitsch mit aller Herrlichkeit und Zubehör hatten die vonKurtzbach vom Könige Wladislav erb- und eigentümlich erhalten. —Joachim III., Freiherr v. Wartenberg und Penzelin, vermählt mit Evav, Lobkowitz, deren Mutter, Anna, Freiin v. Kurtzbach, Erbin vonMilitsch geworden war, braohte die gegenwärtig freie StandesherrschaftMilitsoh an sein Haus und starb 1625. Er hatte an die Burggrafen zuDohna die früher zu Militsch gehörige Herrschaft Suhla verkauft. —Joachim IV, v. M., Freiherr v. Militsch und Penzelin, war mit Anna,Freiin v. Kochtitzki, vermählt, und starb 1654. — Von seinen fünfSöhnen setzte der ältere, Joachim Andreas, seinen Stamm fort. SeinWahlspruch war: „Nil timide, nil tuinide, sed omnia moderata." Erstarb im Jahre 1693. Er war zuerst mit Anna-Judith, Freiin v. Bo-reck, zum zweitenmale aber mit Maria Elisabeth, Freiin v. Sauerma,Laskowitz und Jeltsch vermählt. — Im Besitze von Militsoh folgte ihmsein ältester Sohn erster Ehe, Joachim Wilhelm, erster Graf v. M.,Freiherr von Wartenberg und Penzelin, freier Standesherr auf Militsch,Herr auf Freihahn, Gr. Peterwitz und Prustawa, sammt den zu Mi-litsch gehörigen Kammer- und adeligen Gütern, sowohl auf der deut-