Mals cliitzki — MaJtzan.
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Malschitzki, die Herren von.
Die Herren v. Malschitzki, auch Kokoske genannt, gehören zun»alten Adel in Hinter-Pommern. Zwei Antheile von dem Dorfe Var-gow bei Stolpe sind alte Lehne dieser Familie. Franz Matthias v.Malschitzki war der Vater des Christian Ernst v. Malschitzki, der imJahre 1835 als königl. Oberst v. d. Armee in dem ehrwürdigen Altervon 76 Jahren zu Berlin starb. Er stand lange Jahre bei dem Ober-kriegs-CoIlegium, als Director der geheimen Kriegskanzlei. Früherwar er zweiter Gouverneur des Prinzen Ludwig von Preussen. Inseiner Jugend war er Leibpage bei dem König Friedrich II. Sehr be-kannt ist der Vorfall, dass, als der junge v. Malschitzki einst im Vor-zimmer des Königs fest eingeschlafen war, Friedrich II. einen Briefbemerkte, den der Page an seine Mutter nach Pommern geschriebenhatte. Der dankbare Sohn hatte seine kleinen Ersparnisse der nichtreichen Mutler zugedacht. Der König, gerührt von diesem Zugekindlicher Liebe, steckte dem schlafenden Pagen eine Rolle mit Gold-stücken in die Tasche und erwartete ruhig sein Erwachen. Erschro-cken warf sich, seine Unschuld betheuernd, der durch das Gold inseiner Tasche überraschte Jüngling zu den Füssen des Königs, derihm mit einem Lobspruch über seine Denkungsart, den Vorfall er-klärte und das Geld als einen Beitrag zu der Sendung nach Pommernbestimmte. Der gedachte Oberst hat eine Tochter hinterlassen, diean den Major in der Garde-Artillerie und Adjutant des Prinzen Au-gust, v. Röhl, vermählt ist. — Ein Generalmajor v. Malschitzki ausPommern, Chef des zu Brieg garnisonirenden Infanterie-RegimentsNo. 28, starb im Jahre 1814. — Ein anderer General v. M., eben-falls aus Pommern, war Chef des Kürassierregiments No. 2, nach-mals v. Schleinitz. Er hatte sich 1794 bei Aubagne den Verdienstor-den erworben. — Ein Lieutenant v. M. blieb im Jahre 1813 in derGarde-IIusaren-Escadron auf dem Felde der Ehre.
Diese Familie führt im blauen Schilde einen silbernen Stern übereinem liegenden Monde und auf dem Helme einen Stern zwischeneinem Hirschgeweihe. Siebmacher V. S. 170. v. Meding beschreibtdas Wappen III. No. 507. M. s. auch Micrälius S. 501.
Malsen, die Herren von.
Die von Malsen, die auch in einer Linie den Titel Barone v. Til-borg führten, stammen aus den Niederlanden, und wendeten sichvon da nach Cöln und in den Elsass. Ein Oberst v. Malsen zu Er-langen gehörte 1806 unter die Titulair-Offiziere der Armee. Ein Sohndesselben stand im Infanterie-Regimente v. Zweilfel, er trat 1809 inbaiersche Dienste, wo er 182S Capitain bei der Gensdarmerie war.Siebmacher giebt das Wappen dieser Familie unter den cölnisclien Ge-schlechtern. Es ist ein grünes, durch einen silbernen Balken schrägvon der obern linken zur untern rechten Seite getheiltes Schild. Aufdem Helme stehen drei grüne Straussfedern. Die Decken sind silbernund grün.
Maitz an (Maitzahn), die Grafen, Freiherren undHerren von.
Dieses vornehme Geschlecht kommt unter dem Namen v. Malzan,Maitzahn und Molzan vor, und gehört zu den ältesten Geschlechtern inMecklenburg, Pommern und Schlesien. Die Schreibart Mailzan haben