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3 (1842) I - O
Entstehung
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Liitzow.

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herr v. L., (1er gegenwärtig auf seinem Gute, (1er ehemaligen Prop-stei, oder Abtei Gorkati lebt. Man verdankt diesem ausgezeichnetenStaatsbeamten viele vortreffliche Einrichtungen, besonders auch denBau schöner Kunststrassen in seinem ehemaligen Departement. Schonin dein unglücklichen Zeiträume der Jahre 1804 hat er sich, so wiesein Bruder, der Freiherr v. I,. auf Hartlieb, durch aufopfernden Pa-triotismus den Dank des Landes und des Landesfürsten erworben.Elin Sohn des Präsidenten ist mit seiner Cousine, einer Tochter desverstorbenen Staatsministers von Sclmckinann, vermählt und besitzt dasGut Bartsch bei Steinau. Durch Adoption hat ein Zweig der v. L.den Namen v. Frankenberg-Liittwitz angenommen, namentlich derfrüher im Regimente Graf Henckel- Kürassier gestandene Lieutenantv. L., welcher im Jahre 18(8 als Major aus dem Regimente Garde duCorps ausschied, und das Frankenbergsche Fideicoinmiss Bielwiese er-erbte. (M. s. d. Art. v. Frankenberg.) Von ihm leben zwei Söhne,Balthasar und Otto.

Das ursprünglich v. L.'sche Wappen zeigt im silbernen Schildedrei schwarze Adleriiügel, den obersten mit den Federn querüber ge-gen den Helm und unter diesem zwei von einander gekehrt. Auf deinHelme sind zwei neben einander gestellte silberne Mühlräder mit Zäh-nen und dahinter drei Straussfedern (schwarz, silbern, schwarz) dar-gestellt. Die Helmdecken sind silbern und schwarz.

Die Freiherren v. 1,. führen im damascirten silbernen Schilde diedrei oben näher bezeichneten schwarzen Adleriiügel. Dieses Schild istmit zwei Helmen bedeckt, welche beide die mit den Mühlrädern be-legten Straussfedern tragen. Zu Schildhaltern sind zwei schwarze ge-krönte Adler gewählt. M. s. Sinapius, I. S. 024. II. S. 784. v. Krohne,II. S. 298301. Gauhe, I. S. 952.

Liitzow, die Grafen, Freiherren und Herren von.

Das uralte adelige Geschlecht der Liitzow soll nach Bucelin vonden Scaligern zu Verona abstammen, und zur Zeit Kaiser Karls desGrossen in (las nordöstliche Deutschland und namentlich nach Meck-lenburg gekommen sein. In Mecklenburg besitzt es seit der Mittedes 14. Jahrhunderts die Erblandmarschallwürde. Man unterscheidetin früheren Zeiten drei Hanptlinien, nämlich die zu Pritzier undSchwechau, die zu Duzow und Turow, und die zu Eckau und Hiilsenberg.Auf eine andere Weise wird dieses Verhältniss folgendermassen auseinander gesetzt, nämlich, es haben die Söhne des H'ipcrt v. Liitzow,Ritter auf Drei-Lützow und Horst, der am Ende des 13. Jahrhundertsgelebt hat, drei Linien gegründet, diese drei Söhne waren Borschardv. L., Ritter auf Drei-Liitzow und Horst, Johann v. L., Ritter aufPritzier, und IBipert v. L., Ritter und Landmarschall auf Grabow.Dieses letztere Haus theilte sich wieder in mehrere Zweige. Seit derReformation hat der katholische Ast dem deutschen Kaiserhause viel-fache Dienste geleistet, der evangelische Ast aber widmete seine Kräfteden protestantischen Fürstenhäusern, namentlich Preussen und Däne-mark. Durch diesen Umstand hat sich die Familie der v. L. in ver-schiedene Länder verbreitet und ansässig gemacht. Von der Linie zuDrei-Liitzow, welche sich zur katholischen Religion bekennt, wurdeGottfried v. L. am 13. Februar 1092 vom Kaiser in den Reichsgrafen-stand erhoben. Er war mit einer Grälin von Wesselwitz vermählt underwarb in Böhmen die Herrschaften Tuppau und Sachsengrün. Da erohne Leibeserben zu hinterlassen starb, so erhielt seines Bruders Sohn,Bartliold Heinrich v. L., der mit der Grälin Johanna Elisabeth von'