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Luck.
Luck, die Herren von.
1) Die v. Luck sollen polnischer Herkunft sein, so schliesstman aus dem Namen, der das polnische Wort für arcus oder Bogenist. Noch in der Gegenwart sind Aeste dieses adeligen Stammes inPolen verbreitet, die einen gespannten scythischen Bogen mit aufge-legtem Pfeile im Wappen führen, weil ihr Ahnherr in einer Schlachtmit den Litthauern einen Gegner, der ehen einen Pfeil auf ihn ab-drücken wollte, durch einen glücklichen Streich überwältigte. (M. s.Okolski Orb. Pol. T. 11. p. 207.) Ganz anders erzählt Albertus Kranzdie Abkunft des Geschlechts. Nach ihm sind die v. L. die Abkömm-linge eines Grafen zu Ditmarsen. Ks hatte nämlich eine hohe Frau,die Tochter aus der Ehe eines Bruders Kaiser Heinrich III., mit Bru-nonis, der Schwester des Papstes Leo IX., in Schwaben gewohnt.Sie wurde hier Wittwe und heirathete sodann zuerst den Grafen Dedozu Bittmarsen und nach dessen Tode einen Bruder desselben, denGrafen Ethelero. Aus diesen beiden Ehen waren verschiedene Söhne,und einer derselben soll der Ahnherr des Geschlechts der v. Lucksein. Der Freiherr v. Abschatz zählt die v. L. unter die alten Bitterder Quaden und Lygier. In Schlesien erscheinen sie zuerst am Endedes 13. Jahrhunderts, wo ein Kitter Lücke der Günstling des HerzogsKonrad zu Glogau war. Er soll auch bei der Gefangennehmung desHerzogs Heinrich des Fetten zu Breslau behülfiich gewesen sein. —Opetzhc oder Opitz v. L. erwarb im Jahre 1337 das Gut Peterwitzbei Trebnitz. — Im Jahre 1102 war Peter v. L. Landeshauptmanndes Gnrauisches Kreises. — Dieselbe Würde bekleidete im Jahre1388 Johann v. L. auf Klein-Kloden. — Im Jahre 1610 trat Mariav. L-, Aebtissin zu Trebnitz von der römisch-katholischen zur evan-gelischen Religion über. — Um dieselbe Zeit versah v. Luck und Wit-ten auf Paulsdorf das Amt eines Hauptmanns des fürstlichen Stifts zuTrebnitz. (M. s. Schickfuss, 2s Buch S. 221.) — Diese Familie hattesich unterdess in viele Zweige verbreitet, woraus unterschiedlicheHäuser, namentlich das zu Mechau, das zu Sälisch, das zu Märzdorfund das zu Klein-Kloden entstanden. Das Medianer zerliel wieder indie Zweige von Witten und Mestigen, Guckelitz, Paulwitz, Mlitsch,Zwekwronze, Gross-Tschuder sind ebenfalls alte Besitzungen der v. L.,meistens im Guhrauschen, Herrnstädtschen und Schwiebusschen gele-gen. Auch Kottwitz bei Sagan und das noch bis in die neueste Zeitsächsische Lehn Teichenan, das gegenwärtig Eigenthum einer Li-nie der Freiherren v. Zedlitz ist, war Eigenthum der v. L. End-'lieh schrieb sich auch ein Zweig des Hauses v. Luck und Wickoline.Im Jahre 1806 besass Adam Sigismund Ernst v. Lücke, Kreis-Deputir-ter und Marschcommissarius des Glogauer Kreises, das Gut Bansau(jetzt in den Händen der Grafen v. Logau) und noch in der neuestenZeit war Jakobsdorf bei Nimptsch ein Eigenthum dieser Familie. —In Pommern ist einer v. L. Herr auf Borrenthin bei Demmin.
2) Nicht zu verwechseln mit diesem Geschlechte sind die v. Luck, ge-nannt v. Boguslawitz, die ans einer bürgerlichen Familie inOels abstam-men und von denen folgendes Epitaphium zu Friedland in Böhmen Kundegiebt: Quis est, quamvis sit adolescens, cui sit exploratum, se ad ve-speram esse victurum? Magdalenae Weintritin in Palwitz, Virgininobili, Sponsae lectissimae, omnes laudes, quae in hunc sexnm ca-dere possunt, supergressae, et ab Omnibus adamatae, Caspar Luck aBoguslawitz U. J. D. Sponsus moestissimus monumentum hoc sinceriainoris et debitae gratitudinis officio p. moritur Pragae XXIV. Augu-sti. tuinulatur sie desideraus Friedlandii IX. Septembr. Anno CIOIOIC. —