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3 (1842) I - O
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Lossau.

Garnier, u. s. w. alte Besitzungen dieses vornehmen Geschlechtes.In Sclilesien kommt zuerst Otto de Lossow, einer der vornehmstenKäthe des Herzogs Conrad zu Oels, vor, der um das Jahr 1320lebte. Tusso v. L., wahrscheinlich der Sohn des Vorigen, leistetedem genannten Herzoge Conrad wichtige Dienste, und starb um dasJahr 1354. Kaspar v. L. war der schlesischen Fürsten und StändeHauptmann. Er zeichnete sich besonders am 6. Septbr. des Jahres1623 in einem Treffen mit den Polen, unter dem Obersten Stroinows-ki, aus (m. s. Olsnogr. P. I. pag. Qll.). Bernhard v. L. kommtals Besitzer von Ludwigsdorf bei Kreuzburg vor. Er pflanzte seinGeschlecht durch vier Söhne und zwei Töchter fort. Einer der Söhnewar Kaspar Heinrich v. L., der sich in der Standesherrschaft Plessansässig machte, und mit Maria v. Larisch und Ellguth vermählt war. Ein Sohn aus dieser Ehe, Geory Wilhelm v. L., stand als Haupt-mann in kaiserl. Diensten. Bei dem hohen Domstifte St. Johanniszu Breslau war I'elrus Ijoslovius v. L. Prälat, Cantor und Kanonikus.Er starb daselbst am 8. April 1606 plötzlich im kräftigsten Mannes-alter von 40 Jahren (m. s. Conradi Siles. Tog.). Johann Georycv. Lossow war königl. polnischer Oberstlieutenant, und königl. preus-sischer Verweser des Amtes Oletzko. Er war mit Johanne Constanzev. Zastrow, aus dem Hause Bankau, vermählt. In dieser Ehe wurdeam 7. Octbr. 1717 geboren:

Matthias Lmdwitj v. I,., der im Jahre 1734 beim Begiment v.Glasenap in preuss. Kriegsdienste trat, 1744 eine Grenadier-Com-pagnie im Regiment l'Hopital erhielt, 1753 Major, und 1755 Com-mandeur eines zu Königsberg in Preussen garnisonirenden Grenadier-bataillons ward. Im Jahre 1758 ward er zum Oberstlieutenant, und1759 zum Obersten befördert. Als solcher zeichnete er sich in derAction bei Strehlen besonders aus, wo er mit seinem Bataillon denihm weit überlegenen Feind mit vielem Verluste zurücktrieb, undwofür er mit dem Orden pour le merite geschmückt wurde. 1765ward er zum Chef des Neuwied'schen Regiments, 1766 zum General-major, und 1777 zum Generallieutenant ernannt. Er hat allen Feld-zügen Friedrichs II. beigewohnt, viel Muth und militärisches Talentin denselben gezeigt, und war bei Jägerndorf und Torgau verwundetworden. Bei Töplitz nahm ihm eine Stückkugel den Degen aus derHand. Im Jahre 1782 erhielt er wegen Altersschwäche seinen Ab-schied mit Pension, und sein Tod erfolgte im Jahre 1733. Er warunverehelicht.

Daniel Friedrich V.L., aus dem Hause Niedewitz, geboren im Jahre1722, trat mit 20 Jahren in das Husarenregiment v. Natzmer, wardim Jahre 1756 Prem. - Lieutenant, 1757 als Capitain zum Husarenre-gimente v. Ruesch versetzt, 1759 Major und Oberstlieutenant, 1760Commandeur, 1761 Oberst, 1762 Chef des Regiments, 1766 General-major, auch Amtshauptmann zu Preussisch-Mark und 1781 General-lieutenant. Er hat sämmtlichen Feldzügen von 1744 bis 1779 rühm-lichst beigewohnt und sich bei Pretsch den Militairverdienstorden er-worben. In den Jahren 1774 und 1776 war er erster königl. Commis-sarius zur Berichtigung der Grenzen mit Polen. König Friedrich II.achtete ihn sehr und gab ihm mehrere Beweise seines Wohlwollens,unter andern schenkte er ihm eine prächtige, mit Brillanten besetzteTabatiere. Er starb 1783 den 12. Octbr. zu Goldap in Preussen, unddie Ofliziere der beiden Regimenter, die dieser tapfere General com-mandirt hatte, liessen ihm in der reformirten Kirche, früheren Gar-nisonkirche, ein Monument errichten. Da seine Ehe mit Sophie Eleo-nore v. Zedmar kinderlos war, so adoptirte er den Prem.-Lieutenantvom Bosniakencorps, Johann Christoph Köhler, an Sohnes Statt, und